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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Jamie,

Vielen Dank für die nette Aufnahme, freue mich wirklich hier zu sein und dass man sich hier in diesem Forum sehr unterstützt.
Genau wie Du habe ich ja nur noch dieses Medikament auszuschleichen, und es wird gelingen, das weiß ich. Wenn nicht früher, dann eben später, habe Zeit ;o)

Lieben Gruß, TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)
Gax
Beiträge: 14
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Gax »

Hallo,

@ Mara:
Die Probleme kommen meistens nach dem Früshtuck und dem Mittagessen. Komischerweise habe ich Abends weniger Probleme.
Nachts habe ich eigentlich kaum Probleme. Einen Test auf Unverträglichkeiten habe ich bis jetzt noch nicht machen lassen, will das auf jeden Fall
bald machen.

@ Jamie:
Danke für die Info. Im nachhinein wäre es echt besser gewesen erst 20 mg Omeprazol auszuprobieren. Ist auf jeden Fall eine Option wieder auf 20 mg Omeprazol umzusteigen und schauen wie es wirkt. Da ich jetzt schon aber seit 18 Tagen die Dosis reduziert habe, will ich es ungern wieder erhöhen.
Das Brennen im Brustbereich, was ich bekomme, ist meistens auch nicht stark. Es dauert ca. 2 Stunden an und ist dann weg. Ich will noch paar Tage bei den 10 mg bleiben und schauen ob es sich bessert. Vielleicht gewöhnt sich der Körper ja daran.

Ich hab auch schon überlegt das Omeprazol ganz weg zu lassen. Weil wenn es nicht anschlägt, kann ich es auch komplett weg lassen. Und dann schauen
wie sich die Symptome verändern. Fals die Symptome gleich bleiben, muss ich dann nur paar Wochen aushalten. Dann müsste es ja irgendwann nachlassen.

Falls ich wieder hoch auf 20 mg gehe, sollte ich morgens 20mg nehmen, oder lieber morgens 10 mg und abends auch 10 mg?
Hanno
Beiträge: 16
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Hanno »

Hallo,

achja und noch eine Frage hätte ich. Wieso kann man nicht jeden Tag ein Kügelchen raus nehmen. Dann ist das ausschleichen doch noch sanfter.

Danke
Hanno
Jamie
Moderatorenteam
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Danksagung erhalten: 2379 Mal

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

[highlight=yellow]Hallo Teatime[/highlight]
Nun bin ich auf 17mg, ab morgen auf 16mg.
Reduziere also alle 14 Tage 1 mg. Wenn ich es bis 10mg schaffe, dann muss ich sehen, wie ich weitermache.
Das klingt nach einem guten Vorhaben.
Bitte berichte, wie es läuft.
Du hast dich ja super informiert und bist gut ausgestattet; also das muss doch was werden :wink: .
Danke auch für die Tipps mit Aloe Vera, Kartoffeln und Mandelmilch; irgendwann können wir ne richtige Sammlung aufmachen :).

Noch was, ich habe gelesen du hast Probleme mit der Blase. Kennst du Kolloidales Silber?: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=10860
Es ist Geschmackssache, ob man sich da ran wagen möchte und anhand des Threads siehst du, dass wir es kontrovers diskutieren; ich würde es machen, sofern die Einnahme auf wenige Tage begrenzt ist und ich persönlich halte es für unbedenklich, sofern man es nicht literweise runterkippt, aber man muss selbst schauen, ob man da einen Draht zu hat oder nicht




[highlight=yellow]Hallo Gax,[/highlight]
die Option auf 20mg zurückzugehen solltest du im Hinterkopf behalten.
PPI auszuschleichen ist leider tricky :( . Mich wundert es eh, dass das nicht viel häufiger in Foren u.ä. diskutiert wird; es muss doch mittlerweile so viele Menschen geben, die auf PPI sind und nicht davon loskommen... :oops:
Ich hab auch schon überlegt das Omeprazol ganz weg zu lassen. Weil wenn es nicht anschlägt, kann ich es auch komplett weg lassen. Und dann schauen
wie sich die Symptome verändern. Fals die Symptome gleich bleiben, muss ich dann nur paar Wochen aushalten. Dann müsste es ja irgendwann nachlassen.
Das wäre ein Versuch, aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch. Also klar, es kann glücken, aber im schlimmsten Fall holst du dir einen Rebound ungeahnten Ausmaßes damit und musst, wenn es noch blöder läuft, dann anschließend auf die doppelte Dosis zurück.
Ist ein Risiko, aber ich kann auch verstehen, wenn du es testen wolltest.




[highlight=yellow]Hallo Ilayama,[/highlight]
das mit der krassen Hochdosistherapie (3mal 40mg) könnte man erwägen, um zu gucken, was dein Magen macht.
Ein Schaden sollte dir nicht entstehen. Man könnte in der Tat damit gucken, was die Säure macht.
Zur ph-Metrie. Meine Schwester hat das machen lassen und würde es nicht wiederholen, Manometrie hat sie schon vom Hörensagen abgelehnt, das ist mega unangenehm. Meine Schwester hatte das Gefühl trotz hoher Mengen PPI ständig Säure im Mund zu haben und dann kam bei der ph-Metrie raus, dass da keine Säure ist; sie erzählte dann aber auch, dass sie just an dem Tag kein Sodbrennen hatte. Dumm gelaufen :(. Sie kam sich dann wie eine Simulantin vor, weil die Beschwerden vorher so schlimm waren und der Arzt dann nichts fand.
Ich denke, diese Untersuchungen (auch die ph Metrie ist sehr unangenehm) sind eher überflüssig und falls du Privatpatientin bist, dann wohl eher Geldschneiderei :(.
Was soll die Messung auch zeigen? Blödestenfalls hast du keine Säure und stehst dann wie meine Schwester vor dem Problem, dass es sich anfühlt, als ob Säure da wäre (oder noch blöder: du erwischst einen säurearmen Tag wie sie und es wird gemessen und am nächsten Tag ist das Messgerät weg, aber die Säure schießt wieder hoch :? ) oder aber es wird Säure nachgewiesen? - Dann musst du eben PPI weiternehmen und die Option hast du jetzt auch schon; dagegen spricht aber der Befund, der bei vielen ähnlich gelagert sein dürfte wie bei dir. [Hättest du wirklich starke Säureprobleme, hätten Magenschleimhaut und Speiseröhre Meines Erachtens stärker angegriffen sein müssen.]




[highlight=yellow]Hallo Hanno[/highlight]
achja und noch eine Frage hätte ich. Wieso kann man nicht jeden Tag ein Kügelchen raus nehmen. Dann ist das ausschleichen doch noch sanfter.
Das kann bei PPI womöglich gehen. Bei Psychopharmaka geht es nicht, weil die Symptome zeitverzögert einsetzen und man nicht mitkriegt, längst bei einer kritischen Dosis gewesen zu sein.
Angenommen du hast eine Kapsel 20mg Esomeprazol mit 160 Kügelchen, dann wäre in 160 Tagen (also ca. 5 Monaten) ausgeschlichen.
Wenn dir diese Methode sympathisch erscheint, kannst du sie ja mal ausprobieren und berichten.
Ich würde die Methode aber nicht anwenden, wenn ich länger als 2 Jahre auf PPI bin; es erscheint mir dann zu schnell. Wenn du PPI kürzer nimmst, könnte es klappen.
Ich habe 15 Jahre PPI genommen und finde eine Ausschleichzeit von 160 Tagen für mich zu kurz, deswegen bin ich jetzt *naja :roll: * in etwa bei 750 Tagen Ausschleichen angekommen, habe mich aber ohne Rückfälle von 40mg auf 9mg Esomep vorgearbeitet.

Grüße
Jamie :)
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Hanno
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Hanno »

OK, vielen Dank!

Dann versuche ich das mal und berichten. Ich kann euch noch ein paar Tipps zu Nahrungsergänzungen geben, die bei mir extrem gut angeschlagen haben, wenn ihr wollt. Sowas kann sicher auch gut bei Depressionen helfen (kann ich aber nicht sagen, da ich da keine Erfahrungen habe.)

Ich finde das so krass, das die Medikamente so abhäng machen. Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich sie nicht so einfach vom Arzt angenommen. Ich war ja nun mittlerweile bei 3 Ärzten die mir alle voller Überzeugung bestätigt haben dass PPI keine Nebenwirkungen hat und man das ruhig sein ganzes Leben nehmen kann. Schulmediziner halt :-)
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Jamie,

vielen Dank für den Hinweis mit dem "kolloidales Silber".
Kenne ich nicht, hab hier nur hin und wieder gelesen, dass es einige nehmen.
Klingt zumindest gut und einen Versuch ist es alle Male wert.
Hab eben nur mal kurz den Link geöffnet und gesehen, dass es da unterschiedliche Konzentrationen gibt.

Da Du ja Erfahrungen damit hast, welchen würdes Du davon empfehlen ??

Ab heute 16mg Esomeprazol, hoffe es verläuft genauso gut, wie die Reduzierungen davor, bin aber sehr zuversichtlich.
Hatte mich für 1mg alle 2 Wochen entschieden, weil es mir sanfter erschien, als immer direkt 10%, wenn dann auch nur alle 4 Wochen. Werde aber, je nachdem wie es läuft, auch 4 Wochen auf einer Dosis bleiben.
Wenn ich bei 10mg ankomme, wird das dann langsamer gehen, weil ich mir schon einen Plan gemacht habe, der dann beim reduzieren auch in 0,5mg und 0,25mg weiter gehen kann. Bei ca. 8 Kügelchen für 1mg, ist das je simpel zu berechnen :D

Wenn ich überlegen wie ich Mirtazapin abgesetzt habe, vom ausschleichen, im eigentlichen Sinne kann man da wohl kaum sprechen :? Hatte ich scheinbar ziemliches Glück. Auch Zopiclon und Zolpidem, was ich abwechselnd nahm, wann immer die Wirkung geringer wurde (blieb aber immer auf einer halben Tablette, nie mehr genommen, selbst wenn die Wirkung kaum noch spürbar war, dann wieder gewechselt, hatte eine tolle Ärztin die mich unterstützt hat), habe ich zwar langsam abgesetzt, aber in Stückchen... Dafür dass ich das ca. 3 Jahre genommen habe, Mirta länger, bin ich das Alles relativ "einfach" losgeworden.
Aber mein Kopf wollte all diese Medis NIE. Vielleicht hat mir das geholfen.

Nur schlafen im Sinne von schlafen... Das kann ich seit 2006 nicht mehr. Selbst mit den Medis konnte ich es nicht. Ohne Medis schaffe ich nie eine Stunde am Stück, und das eben seit 2006 nicht mehr. Mit Medis waren es vielleicht 1,5, mal knapp 2, aber auch nie mehr.

Bin also eine schlaflose TeaTime :D :D

Liebe Grüße
TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 21.07.2016 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Hanno,

gerne nehme ich Tipps für NEM an, die bei Sodbrennen helfen können. Man sollte alles versuchen, um grade beim Reduzieren nicht wieder hoch gehen zu müssen. Wobei das für den Moment ja dann auch gar nichts bringt, weil die ja erst nach 1-3 Tagen ihre Wirkung entfalten.

Ein Kügelchen am Tag sind quasi 1 mg pro Woche, und das finde ich persönlich ziemlich viel.

Vor allem wenn Du dann immer weiter runter kommst und die Dosis geringer wird.

Ich habe mir kleine Dosen und Leerkapseln in der Apotheke geholt, bereite mir dann immer für 2 Wochen die Kapseln vor, dann muss man nicht jeden Tag zählen. Und packe immer 104 Kügelchen in eine Leerkapsel, so hab ich schon fast 14 Tage mit 13mg, für eine spätere Reduzierung nebenbei gesammelt. Wobei man sich diese Arbeit nicht machen muss, man kann die Kügelchen auch einfach entsorgen und immer nur die reduzierte Kapsel nehmen.

Du hattest auch mal gefragt wann man die PPIs am besten einnehmen soll, morgens oder abends. Denke das musst Du für Dich testen, denn dafür gibts zwar Empfehlungen aber kein "must do".

WIe Du es machst, morgens eine halbe Std vor dem Frühstück, ist wohl die empfohlene Einnahme, weil der Wirkstoff sich so am besten entfalten kann, wobei er ja eben erst 1-3 Tage später wirkt.
Habe meine Tabletten früher immer morgens genommen, aber ich frühstücke nie, deshalb war es dann auch egal.
Nehme sie nun immer abends vor dem schlafen gehen, und das einzig wichtige, man sollte versuchen sie relativ zur selben Zeit zu nehmen, wobei es nicht auf 2 Stunden ankommt.

Meine vorherige (wirklich super tolle) Ärztin hat mir wenig zu den NW der PPIs gesagt, aber als ich vor knapp 2 Jahren wechselte (Ortsbedingt), war mein neuer Arzt von den 40mg, die ich da nahm, alles andere als begeistert.
Er zählte mir sofort die NW auf, jetzt nicht was beim Absetzten passiert, aber eben durch die Einnahme. B12 Mangel, steigendes Osteoporose Risiko, durch verminderte Calcium Aufnahme etc.
Als ich jetzt das Reduzieren ansprach, fand ich sowohl beim Gastroentereologen, als auch beim meinem Hausarzt ein offenes Ohr, und bekam von beiden den Hinweis auf den Rebound Effekt.
Dass ich nun Kügelchen zähle habe ich meinem Arzt auch gesagt und er fand die Idee auch gut.

Viele Grüße,

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
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(Heinrich Heine)
Hanno
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Hanno »

Hallo TeaTime,

danke für deine ausführliche Antwort. Ich nehme gerade zwei Kapseln Esomoprazol mit je 20mg, als insgesamt 40mg. In jeder Kapsel sind 120 Kügelchen drin, also 240 Kügelchen. Wenn sich das alles eingependelt hat, wie viele nehme ich dann erstmal raus und wie lange nehme ich diese Dosis dann?

Vielleicht hat sich das ganze ja auch im Oktober eh erledigt, da ich nach Kassel gehe und mich operieren lassen möchte. Vorher soll alles mögliche durchgecheckt werden. Mal sehen was mir das Ganze bringt. Gibt es von euch jemanden, der sich einer OP unterzogen hat?

Zu den Nahrungsergänzungen. Wichtig ist erstmal OMEGA3 und Vitamin D3 (zusammen mit K2, da es sonst nicht wirkt.) Immer wenn ich das D3 nehme, geht es mir gut (man nimmt das nur alle 3-4 Tage). Ich könnte mir vorstellen, das diese NEMs auch bei Menschen mit Depressionen gut anschlagen. Das wichtigste ist jedoch, gerade bei "PPI Usern", ein Mineralstoffkomplex, der den Knochenbau unterstützt. Das ist auch für "normale Menschen" wichtig. Ich kann hier ja keine Links einsetzten, aber ich könnte euch die Produkte per PN schicken. Da gibt es nämlich extreme Qualitätsunterschiede.

Am meisten hat bei mir eine Darmsannierung (mit Bentonit / Flohsamen und Probiotika) gebracht. Das mache ich aktuell auch noch. Denn alle unsere Probleme kommen aus dem Darm :-)

Dann gibt es noch so kleine Sachen, wie vor dem essen Bitterstoffe oder ein Glas mit zwei Löffel BIO Apelessig. Die meisten haben nähmlich einen Magensäuremangel, nicht Überschuss (ich gehöre auch dazu). Aber das muss man ausprobieren. Das Problem sind ja die PPIs, die man noch gleichzeitig nimmt, die die Magensäure auf Null setzten. Deshalb kann man das mit den Bitterstoffen und dem Apfelessig nur testen, wenn man sie weglässt, sonst tritt man ja auf Gas und Bremse gleichzeitig.

Über allen steht die Ernährung. "Don`t eat Shit" ;-)
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Hanno,

Danke für Deine Anwort.
WIe Du sicher gesehen hast nehme ich die PPIs seit 8 Jahren, zeitweise 40mg einmal täglich, dann 20mg einmal täglich, dann einen Tag mit einen Tag ohne, dann wieder 20mg täglich, dann 2 mal 20mg täglich und dann wieder 20mg täglich. Habe mal Tabs genommen und mal Kapseln, und nur jetzt, beim letzten Wechsel, etwas Probleme gehabt von den Retard Tabletten auf die Kapseln, viellt wirken die Tabletten stärker, haben andere Trägerstoffe, wie auch immer. Nun ist die Umstellung durch und meine Reduktion geht in die 5. Woche.

Von der OP habe ich gehört, weil man mir die bei der ersten Magenspiegelung auch als Option aufzeigte. Überzeugt hat mich das nicht. Aber auch hier kann nur jeder selber entscheiden, wie stark man betroffen ist. DIe Nebenwirkungen dieser OP können heftig sein, aber natürlich auch gut gehen. Man sollte immer Risiko und Nutzen abwägen. Für mich kam das nicht in Frage, weil ich die etwaigen neuen Probleme nicht hinnehmen wollen würde.
Kommt aber auch darauf an, wie alt man ist. Und wie hoch ist der Leidensdruck. Hätte ich mehr Schmerzen, und die Säure meine Speiseröhre sehr angegriffen, so dass daraus ein Krebs entstehen könnte, ja, dann würde ich diese OP ganz sicher machen.
Wenn man operierte Betroffene in Foren liest, ok, meist schreiben die, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, was aber trotzdem ja eine Meinung widerspiegelt, würden viele diese OP rückgängig machen, bzw. sagen, sie wollten, sie hätten sie nicht gemacht. Dauerschmerzen, Blähungen und Co KÖNNEN, müssen aber nicht die Folge sein.
Würde mich da gut beraten lassen, und auch eine Zweitmeinung einholen.
Entscheiden wird das Ganze nur Einer, und das bist Du. Du alleine bestimmst was gemacht wird. Wobei diese OP ja nicht sofort gemacht werden muss, ob jetzt in diesem Jahr oder später.... Auch das ist Deine Entscheidung.

Wenn ich nun, wie Du, wieder zweimal täglich Esom nehmen würde und reduzieren wollte würde ich mir erst einmal überlegen, ob Du das Ganze nicht auf eine einmalige Einnahme legen willst. Ich hatte ja beide Möglichkeiten getestet, und keinen Unterschied wahrgenommen.Wie eben schon geschrieben, die PPI wirken innerhalb von 1-3 Tagen, so dass eine einmalige Einnahme genügen würde.
Meine erste Reduktion habe ich um 10% gemacht, um zu testen wie es läuft. Wollte erst 4 Wochen so bleiben, aber dann habe ich angefangen Mandeln zu kauen, Kartoffelsaft (kleine Menge ist das nur) und Aloe Vera Saft (auch nur eine kleine Menge) zu nehmen. Dadurch klappte das super. Habe dann nach 2 Wochen schon weiter reduziert, aber nicht mehr um 10%, sondern um die 5-6%. Mein Plan ist es, alle 2 Wochen um 1mg zu reduzieren, statt alle 4 Wochen um jeweils 10%. (Also 1,8mg dann 1,6 mg etc) Einfacher erschien es mir es mit einem mg alle 2 Wochen zu testen.
Das mache ich bis ich auf 10mg bin, wenn es mal Probs gibt, gehe ich 0,5 wieder hoch und halte wieder 2 Wochen.
In Deinem Fall kannst Du nun im ersten Schritt auch die 10% reduzieren, wie es hier im Forum auch bei den ADs gemacht wird.
Also 4mg weniger, sprich 24 Kügelchen rausnehmen. Dann würde ich das 2 - 4 Wochen durchziehen, und gleichzeitig eben, wenn Du sie magst, immer mal 3-4 Mandeln ganz breiig kauen und langsam schlucken. Mache ich mehrmals am Tag.
Wenn alles gut geht, dann überleg Dir, ob Du dann mit 2mg Reduktion alle 14 Tage, bis Du bei 20mg angekommen bist, weiter machst, dann neu berechnen, oder 10% alle 4 Wochen weitermachen willst.Musst Du mal für Dich testen.
Die Reduktion 20mg bis 10mg könnte ich so in 4-5 Monaten schaffen. Danach plane ich langsam weniger zu reduzieren, dass ich alleine 26 Wochen bräuchte bis ich auf 2mg ankomme. Aber das ist der Schneckenplan DeLuxe -lol-
Werde mich dann erst mal Richtung 5mg hangeln, wofür ich auch 3-4 Monate eingeplant habe.

PPIs hemmen übrigens die Produktion der Magensäure, ganz zum Erliegen kommt sie bei 20 und 40mg nicht, und nachdem ich etliche Berichte gelesen habe, bleibt auch bei noch höherer Dosierung immer eine kleine Restproduktion.
Letzte Woche habe ich meinen Vtamin B12 Spiegel testen lassen, nach 8 Jahren PPI Einnahme war mir da doch mal eine Untersuchung wichtig. Und, ich bin zwar im unteren Drittel der angegebenen "SOLL" Werte, aber eben noch im grünen Bereich.
Und da der Körper ohne Magensäure kein Vitamin B12 aufnehmen kann, scheint es noch zu reichen.
Apfelessig trinke ich seit geraumer Zeit auch, also 3 EL in ein Glas Wasser, schmeckt auch nicht schlecht.

Liebe Grüße

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am 21.07.2016 16:16, insgesamt 3-mal geändert.
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Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
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Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Noch ein paar Infos dazu, auch zur Magensäureproduktion, hoffe man darf diese Infos hier einsetzen
Nebenwirkungen
Protonenpumpenhemmer (PPI) sind in der Regel gut verträglich und nebenwirkungsarm.
Unter Umständen kommt es vorübergehend zu Oberbauchbeschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen. Gelegentlich treten Müdigkeit, Schlafstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen auf. Versehentliche Überdosierungen erzeugen keine Beschwerden.
Eine gänzliche Hemmung der Säureproduktion ist nicht zu befürchten, da Protonenpumpen ständig neu gebildet werden werden. Ein Drittel aller Protonenpumpen wird pro Tag erneuert. Im Rahmen einer Langzeittherapie stellt sich Frage, ob durch den geringeren Säuregehalt des Magensaftes Krankheitserreger nicht mehr ausreichend abgetötet werden. Ernsthafte Erkrankungen wurden jedoch bisher nicht beobachtet.
Lesen Sie mehr zum Thema: Protonenpumpenhemmer Nebenwirkungen
Nebenwirkung Langezeitanwendung
Die Nebenwirkungen der Kurzzeitanwendung verschwinden bei längerer Einnahme meist wieder. Allerdings kann es zu anderen Problemen kommen, die momentan noch näher erforscht werden. Kritiker hatten angebracht, Protonenpumpenhemmer würden zu viel und zu sorglos verschrieben - die Pharmabranche erzielt jedes Jahr einen globalen Umsatz von 26,5 Mrd. US Dollar (2008) allein mit diesen Medikamenten. Zudem würde die Pharmaindustrie die Medikamente als „Magenschutz“ verkaufen, was beschönigend sei. Man muss sich jedenfalls bewusst sein, dass man immer noch ein Medikament einnimmt, das durch seine Blockade der Protonenpumpen das Milieu des Magens weniger sauermacht. Untersuchungen haben gezeigt, dass >90% der Säureproduktion bei Dauereinnahme gehemmt werden. Natürlich kann das bei einer entsprechenden Erkrankung nützlich sein. Aber eine solche Hemmung birgt auch Risiken. So sollte jeder Arzt genau die Indikation prüfen, ob eine Verschreibung eines Protonenpumpenhemmers gerechtfertigt ist und die Dosierung auch sorgfältig anpassen.
Mögliche unerwünschte Wirkungen können sich beispielsweise manifestieren in einer Störung des Knochenstoffwechsels, einem erhöhten Risiko für eine Darminfektion oder einer Lungeninfektionen.
Quelle: https://www.dr-gumpert.de/html/protonen ... emmer.html

Gruß, TeaTime
Zuletzt geändert von padma am 21.07.2016 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quellenangabe eingefügt
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

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Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Hanno »

Hey TeaTime,

Du bist ja richtig belesen, was das Thema angeht.
Ich habe so eine Barrett Schleimhaut in der Speiseröhre und bin deshalb ein wenig nachdenklich. Der Arzt hier in Hildesheim hat gesagt, dass das alles nicht so schlimm ist, doch die Ärzte hier in Hildesheim kannst du eh alle vergessen. Deshalb werde ich auch nach Kassel ins Marienkrankenhaus gehen. Dort soll ein sehr guter Reflux Arzt sein, sagt man. Dann wird vorher alles durchgecheckt (Nochmal ne genaue Spiegelung und eine 24 Stunden Reflux Messung.) Erst dann wird über eine OP entschieden. Ich würde ja gern dieses LINX Verfahren machen lassen, da dabei nicht so derb geschnippelt wird. Hat einer von euch diesen LINX Ring und kann berichten?

Am allerliebsten würde ich natürlich so von den PPIs runter kommen, was ja zu gehen scheint. Irgendein User soll es ja hier geschafft haben. Meine Frage wäre nur ob es bei jedem klappen kann und wie man sich mit der Ernährung einschränken muss.

Danke für eure Hilfe!
Hanno
padma
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von padma »

hallo Teatime, :)

du darfst gerne Infos einstellen, danke dir, dass du dich so einbringst.

Aufgrund des Urhebersrecht ist es jedoch unbedingt erforderlich die Quelle anzugeben, sonst können wir hier richtig Schwierigkeiten bekommen.

Kannnst du bitte bei deinem zitierten Text oben noch die Quelle angeben? (Sonst sind wir verpflichtet, es zu löschen)

lg padma
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Padma,

schicke Dir den LINK zu, da ich nicht weiß, was genau ich davon angeben darf.

Viele Grüße

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Hanno,

Habe Dir einen LINK zugeschickt, da steht einiges über die Behandlungen bei Deiner Erkrankung drin.

Ich bin ja kein Arzt, aber bei einer Barrett Schleimhaut macht es wohl Sinn dauerhaft PPI zu nehmen, wenn das nichts bringt, oder man das eben nicht möchte, dann operiert man. Aber einfach aussitzen sollte man es wohl nicht, da es schon eine Vorstufe zum Krebs ist, und deshalb auf irgendeine Weise behandlungsbedürftig ist.

Vielleicht kannst Du den PPI auf Dauer etwas verringern, ganz weglassen wirst Du ihn wohl eher nicht können.
Aber man wird Dir in der Klinik ja alle Optionen nennen und Nebenwirkungen etc. Mit den Infos überlegst Du dann in aller Ruhe, und auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen, nicht unter Druck setzen lassen.

Lieben Gruß,

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Gax »

Hallo,

wollte kurz ein Update geben. Hatte die letzen Tage starkes Sodbrennen. Bin jetzt wie Jamie es empfohlen hat
von 10 mg auf 20 mg Omeprazol hochgegangen. Hatte ja anfangs Pantoprazol genommen, jetzt soll sich der Körper erst mal an Omeprazol gewöhnen.
Habe heute 20 mg genommen, aber trotzdem noch Sodbrennen gehabt. Aber wahrscheinlich wirken die nicht sofort, und ich muss paar Tage 20 mg
einnehmen. Sobald das Sodbrennen aufgehört hat, werde ich versuchen erneut mit dem Ausschleichen anzufangen.

Was mich aber wundert, nachdem ich von Panto 20 mg auf Omeprazol 10 mg umgestiegen war. Hatte ich die ersten Tage immer nach den Mahlzeiten
Sodbrennen. Nach ca. 10 Tagen waren hatte ich 2 richtig gute Tage ohne Beschwerden. Aber dann kamen die Beschwerden wieder und wurden sogar
stärker.
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Gax,

das kommt schon mal vor, dass man selbst bei gleichmäßiger PPI Einnahme Sodbrennen bekommen kann. Liegt so ein bißchen daran, was man isst/trinkt, wann man was isst/trinkt und wie man nachts liegt.
Nach Möglichkeit soll man ja den Oberkörper etwas höher legen, wenn ich zB mal woanders geschlafen habe, wo man das am Bett nicht einstellen konnte, hatte ich dann auch schon mal Schmerzen im Brustkorb, was auch etwas dauerte.
Esse abends eigentlich nie eine richtige Mahlzeit, warm schon mal gar nicht. Trotzdem passiert es eben hin und wieder mal, dass ich Schmerzen habe.
Dass Du nicht spät, und abends möglichst nicht viel und auch wenig den Magen belastendes essen solltest, weißt Du ja sicher schon.
Nur wenn Du das Gefühl hast, dass Du nie eine gewisse Stabilität hinbekommst, würde ich mir überlegen ob es an der Dosis oder dem Medikament liegt.
Ganz am Anfang zB. bevor ich das Nexium (Wirkstoff Esmoeprazol) genommen habe, hatte ich Omeprazol zum testen und es hat mir nicht wirklich geholfen. Pantoprazol hat bei mir zu einer extremen Mundtrockenheit geführt, das habe ich mal genommen, als ich unter dem Esomeprazol immer mit Mundtrockenheit zu kämpfen hatte, und mit Panto war es noch schlimmer.
Von dieses 3 PPI komme ich am besten mit Esomeprazol klar, Tabs und auch den Kapseln.

Lieben Gruß,

TeaTime
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[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo,

Teilnehmerin Bartschi ist auch neu und hat massive Probleme mit PPI.
Sie freut sich sicher, wenn ihr mal bei ihr reingucken würdet.
Ich habe sie gebeten nicht hier zu posten, weil sie parallel ein akutes Antidepressivum-Problem hat und es würde Chaos entstehen, wenn die Infos verstreut würden.

Hier ihr Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=11802

sage schon mal lieb danke :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Leon_PPI
Beiträge: 16
Registriert: 28.06.2016 22:17

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Leon_PPI »

Hallo Ihr Lieben,

Ich wollte mal ein Feedback für meinen aktuellen Status geben - meine vollständige Geschichte könnt Ihr etwas weiter zurück lesen. Ganz kurz - Arzt verschreibt ohne Grund Pantoprazol 20mg - ich hatte keine Magenprobleme bis dahin.
Dann gab es Magenprobleme und ich habe es nach 2 Tagen Einnahme abgesetzt - Rebound - schon nach 2 Tagen!!!
Dann sollte ich 40mg nehmen - nach 4 Tagen Einnahme wieder abgesetzt - es wurde immer schlimmer, dachte ich verätze von innen.
Dann Magen- und Speisenröhrenspiegelung - Ergebnis: Reflux und ich soll PPI laut der Gastrologen nehmen.

Kapituliert und gemacht - aber ich habe zum Leid der Gastrologen mich weiter informiert und nicht nachgelassen. Der eine Arzt hat mich aus der Praxis rausgebeten und die anderen waren verwundert, dass ich soviel wusste (mehr als sie - weil sie sich scheinbar nicht weiterbilden).

Also - meine Diagnose lautet: stiller Reflux und den kann man mit PPI nicht behandeln - eher verschlimmern. Einige Gastrologen kennen den nicht einmal oder haben wenig Ahnung davon.
Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt - ohne Umstellung, wird es meiner Meinung nach nicht gehen, da ja irgendetwas den Schließmechanismus beeinträchtigt hat.
Ernährung:
Kein Fett
Kein Zucker
Wenig Kohlenhydrate
Kein Kaffee
Kein Alkohol
Wer raucht - muss aufhören
Keine Schokolade
Nur Pute oder Hähnchen im Backofen oder ohne Fett erwärmen - Haut muss leider ab
Viel Gemüse (kein Knoblauch, keine Tomaten, keine Zwiebel)- im gleichen Verhältnis wie die Kohlenhydrate (Vollkornreis, Kartoffel oder Dinkel- / Vollkornnudel)
Gemüse wie: Karotten, Zuchinni, Mais, rote Bete, Kürbis, Spinat
2 Eier am Tag (gekochte)
Als Käse habe ich nur Parmesan oder Feta genommen
Keine Tomatensauce!
Morgens Quark 0,2% mit Leinsamen (geschrotet) Müsli (auf Inhalt achten) und Milch 0,2 % verrühren, Obst (Bananen, Honigmelone, süße Äpfel, Birne, Nektarine, Aprikose) es sollte aufjeden Fall nicht saueres Obst sein.
Statt Butter - Frischkäse 0,2%
Gewürze - nur Salz
Gemüse kann mit Gemüsebrühe (Bio und ohne Zusätze, zB. Von Alnatura) zubereitet werden
Brot und Brötchen - kein Weizen (ganz wenig geht auch) und ein Tag eingepackt stehen lassen


Trinken - nur stilles Wasser, Fenchel- Ingwer- oder Kamilletee

Nichts zu heißes oder zu kaltes Trinken - Zimmertemperatur!

30- 40 Mal jeden Bissen kauen

5 Mahlzeiten am Tag - nicht vollstopfen und letzte Mahlzeit zwischen 18-19 Uhr

So habe ich es jedenfalls gemacht und behalte es erst einmal bei. Ich habe 8 kg abgenommen und zwar nur Fett!!!
Ich wiege jetzt 70 kg und das Gewicht war in 14 Tagen reduziert - jetzt bleibt es so.

Ich habe viel gelesen und das ist mein Ernährungsfazit bisher - wenn jemand weiter Empfehlungen hat - gerne.

Gut ist der Bericht bei NDR von den Ernährungsdocs über eine Frau die den Barrett-Syndrom hat

Hier auch eine Info von einem Gastrologen, der scheinbar nicht blind und taub ist:

http://www.tellmed.ch/include_php/previ ... e_id=15032

Wie habe ich PPI abgesetzt?
(Hat jedenfalls bei mir funktioniert - jeder Magen ist etwas anders)

3 Wochen 2x 40mg - morgens und abends - immer zur selben Zeit ca. 45 - 60 min vor dem Essen
Dann
2 Wochen 2x 20mg - wie oben
Dann
2 Wochen 1x 20mg - abends
Dann
0mg
Und seit heute 2 Wochen clean

Wie war der Entzugsverlauf:
Die ersten 3 Tage nach einer Verringerung waren unauffällig - dann aber fing die Magensäure an wieder zu kommen (würde ja künstlich zurückgehalten) - ein merklicher Anstieg war spürbar - Hals- und Zungenbrennen.
Das ging dann ca. 4-5 Tage, ich habe mir mit Gaviscon und Heilerde geholfen wenn es schlimm war.
In dieser Zeit werden die meisten vermutlich wieder Rückfällig - wäre ich auch fast, weil keiner einem sagen kann was dann kommt und welche Schäden entstehen können - niemand sagt einem was, auch nicht die Ärzte. Man ist ganz allein und Kopfkino kann einem echt zusetzen. Am besten sich ablenken - nicht daran denken - Gartenarbeit oder sonst etwas.
Auf jeden Fall wurde es dann besser und nach 14 Tagen war es ziemlich ok, dann habe ich den nächsten Schritt gewagt.
Jamie - ich weiß - meine Schritte sind etwas hoch, aber mit Pantoprazol geht es ja nicht anders und ich wollte kein Experiment mit einem anderen Mittel wagen. Sieh es mir bitte nach ;)
Ich habe dann immer weiter reduziert und bin jetzt bei NULL!!!!

Wissenswertes: (mein Wissen - nicht medizinisch Belegt!)
Unmittelbar nach dem ich Pantoprazol genommen habe wurde mein Stuhl Ocker oder Dunkelgrün - das war es vorher nicht!
Kein Arzt hat auf meine Aussage reagiert, nur einer meinte ich würde mich so innerlich aufregen und deshalb ist es grün - haha
:frust:

3 Tage nach dem Absetzen - hat es wieder die normale Farbe :party2:

Bei mir ist es wohl so:
PPI kommt in den Körper und meine Magensäure wird künstlich gebremst - Körper ist nicht dumm und inaktiv - also wird Gastrin und Histerin vermehrt gebildet - damit der Säurepegel wieder für meinen Magen ok ist. Das sehe ich dann im Stuhl - Dunkelgrün oder Ocker.
Wenn man dann die PPI weglässt kommt die normale Magensäure zurück und Gastrin und Histerin wird immer noch als vorheriger Ersatz gebildet - Fazit: Zuviel Säure und dann wirft man wieder den Mist (PPI) ein.
Nach einer Woche lässt mein Körper das mit dem Gastrin und Histerin sein und der Säuregehalt ist wieder OK.
Damit meine Magensäure aber möglichst niedirig ist, habe ich die Ernährung umgestellt. Es dauert etwas bis der Körper darauf reagiert - geht nicht von heute auf morgen.
Jetzt gilt es "nur" noch darum den Reflux wieder in den Griff zu bekommen und das geht auch mit der Ernährung.

Gestern habe ich 3 Pizzastücke gegessen und am Abend dann direkt gemerkt - also langsam angehen !!!

Zum Schlafen nehme ich auch weiterhin 3 Kopfkissen und versuche links zu schlafen

Und jeden Tag ein paar Kilometer gehen !!!

So - ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Bitte bedenkt - es sind meine Erfahrungen, die ich mit meinem Körper gemacht habe - jeder Jeck ist anders, aber vielleicht helfen meine Erfahrungen euch etwas weiter.

Ich drück euch die Daumen - das ihr es auch schafft - und wenn ich mehr über meinen Reflux weiß, schreibe ich wieder.

Und nochwas - die Nahrungsumstellung ist ebenfalls ein Entzug - kein Zucker ist schon hart. Wie gerne würde ich jetzt zum Kiosk und mir ein kaltes Pingui reinziehen und ein Mars oder Schnickers, Eis oben drauf und und ....
Aber ehrlich - was ist wichtiger????
Und als Bonus - der Geschmack für Nahrungsmittel wird viel besser, der Stuhl ist perfekt weich (ja ich weiß , darüber redet man eigentlich nicht), aber es ist wichtiger als man denkt und gehört zum Alltag - Schei$drauf :D

Und jetzt noch das Letzte:

Für alle Smartphonenutzer - eine Sinnvolle App ist: Checkcode

Scannt eure Nahrungsmittel und Kosmetikartikel - ihr werdet geschockt sein! Fast alle Zahnpasta sind bei Tieren krebserregend.
Die Nahrungsmittelindustrie wird reicher und wir alle werden krank und dann verdient auch noch die Pharmaindustrie an den Kranken - toller Kreislauf!!! Man sollte entsprechende Aktien kaufen.

Lasst euch nicht an der Nase herumführen - wir sind Erwachsen und wir können bestimmen was in und auf uns kommt (z.B. Erdöl in Körperlotion) und was dann auch wieder rauskommt ;)

Liebe Grüße

Leon (ist natürlich nicht mein Name)
TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime »

Hallo Leon,

also dass das nicht Dein echter Name ist, schockiert mich ein wenig ;o))))
Spaß beiseite -gg-
Vielen Dank für Deinen tollen Erfahrungsbericht. Auch "Hut ab", dass Du Deine Ernährung so konsequent und erfolgreich umgesetzt hast. Vor allem "Glückwunsch" , dass Du von dem PPI weg bist.

Ja diese PPIs haben immer ein "Pro und Contra".

Also ich persönlich habe das Medikament immer als Hilfe für mich gesehen, eine medizinische Indikation gibt und gab es. Allerdings liest man eben immer wieder, dass viele Ärzte es einfach auch bei kleinen Problemen gerne in größeren Mengen verschreiben und viele Patienten, die dann merken, dass sie damit prima klar kommen, bleiben dann dabei.
Ist wohl nicht viel anders als bei den ADs, man bekommt etwas, weil es schnell gehen soll, es hilft, man bleibt dabei und wenn man dann ohne klar kommen will, gehts leider nicht so schnell, wie es geholfen hat.
Und manche Ärzte klären wohl nicht umfangreich genug auf, oder man hört nicht richtig hin, wie auch immer.

Ich habe und werde die PPis nie verteufeln, denn der Grund warum ich sie genommen habe und nehme, ist eben nach wie vor gegeben. Aber aufgrund der Nebenwirkungen, von denen ich bisher verschont geblieben bin, die aber auf längere Sicht noch kommen können, möchte ich reduzieren.

Und ich habe vielleicht Glück, dass ich Nichtraucher bin, keinen Alkohol trinke, Kaffee nicht mag, so gut wie fleischlos lebe, wenig Fett konsumiere (natürlich gibts da auch mal die leckere Ausnahme)
Allerdings trinke ich sehr viel schwarzen Tee, esse Süßkram wie Schoko und Eis und Kekse, Obst und Gemüse, Weizenmehl auch.
Mir ist schon klar, dass man das alles meiden soll, aber ehrlich gesagt, ich brauche das. Eier esse ich nämlich auch keine und deshalb könnte ich nicht auf Eier und Geflügel umstellen ;o)

Dafür esse ich nicht nach 18 Uhr, laufe jeden Tag einige Kilometer mit meinem Hund, schlafe mit dem Oberkörper erhöht.

Du hast Dich schon recht schnell von den PPIs verabschiedet, und mit ein paar kleinen Hilfsmitteln kann man ja durchaus arbeiten, dass muss man sogar, wenn man sich nicht selber foltern will.
Meine persönliche Vorgehensweise ist eine langsamere, vielleicht ginge es sogar schneller, von 40mg auf 20mg bin ich problemlos von einem auf den anderen Tag gekommen. Auch einen Tag auslassen hat prima geklappt.
Aber ich habe im Moment nicht das Bedürfnis das "Ratz Fatz" durchzuziehen.

Nochmals, TOLL dass Du es so super schnell geschafft hast, Deine Ernährungsumstellung verdient Respekt !!

Lieben Gruß
TeaTime
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Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
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*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
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:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Leon_PPI »

Mit Sicherheit ist es ratsamer langsam auszuschleichen - so wie Jamie es empfohlen hat.
Und PPI wirken bei jedem anders - somit muss man sehen wie der Körper darauf reagiert.
Bei mir war es nur so, dass jedes Mal nach der Einnahme - etwas später - ein Säureanstieg spürbar war.
Mag sein, dass es Einbildung war oder mentale Einwirkung - aber ich habe versucht recht neutral den PPI gegenüber zu sein um differenzieren zu können.
Und bei normalem Reflux mag es auch vorübergehend eine Lösung sein, aber nicht bei einem stillen Reflux oder einfach nur bei Verdacht vom Arzt ohne weiteren Hinweis verschrieben zu bekommen.

Also - allen viel Erfolg - drück euch Daumen und achtet auf eure Gesundheit - man hat nur ein Leben....
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