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PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

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Jenel
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Dienstag, 25.04.17, 16:46

Liebe Juna,

Danke für die rasche Antwort. Ich habe mir das gaviscon Dual jetzt auch besorgt, für Notfälle. Und alles weitere hoffe ich mit Linusit, Kuzu und Co in den griff zu kriegen. Natron möchte ich ehrlich gesagt auch nicht mehr nehmen, werde die Dosis jetzt reduzieren und dann aufhören.
Habe noch immer das Brennen im Brustbereich, dann beginnt normalerweise das Halsweh und dann das Zungenbrennen. Ist so meine Abfolge, wenigstens das hab ich schon rausgefunden. Manchmal sticht es auch ordentlich im Oberbauch unter den Rippen.
Meine Ernährung läuft seit Wochen gleich ab, trotzdem kommen die Symptome zu unterschiedlichen Zeiten. Glaube auch an eine psychosomatische Komponente wie @Jamie.
Möchte mich mal für alles bedanken.
Ich melde mich wieder, sollte ich euch nicht allzu viel nerven :(
2013 akute Gastritis, Pantoloc 40mg täglich 4 Wochen lang, danach 4 Wochen alle 2 Tage
anschließend über 9 Monate immer wieder Magenbeschwerden, Völlegefühl, Schmerzen, Übelkeit

zusätzlich nach der PPI Einnahme Darmprobleme - Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung

3 Jahre lang Verhaltenstherapie
2 Magenspiegelungen 1 Darmspiegelung, die leichte Entzündungen zeigten, aber kein Befund
Beschwerden hielten an

Privatarzt konsultiert, Probiotica Einnahme, leichte Besserung

Seit Herbst 2015 Herzrasen nachts nach Alloholkonsum, Umstellung der Ernährung auf HI arm, kaum Alkohol
HI nie wirklich seitens Arzt bestätigt worden

2017 erneuter VeRauch nach langer Verstopfungsphase den Darm wieder herzustellen, neuer Arzt der Magnesiumcitrat empfiehlt - nach 3 wöchiger Einnahme Sodbrennen, brennen im brustbereich

40mg Esomeprazol bringen 1 Woche etwas Besserung, nach falschem Essen Rückfall - seither strenge diätetische Masnahmen, Esomeprazol 40mg noch eine weitere Woche, dann auf 20mg reduziert - Schmerzen nach wie vor da, zusätzliches Auftreten von Zungenbrennen und Halsschmerzen

Internisten konsultiert, dieser rät zum Absetzen der PPI
Nach 1 Woche keine Besserung, Allgemeinmediziner gegen PPI, rät zu Natron
Seit 3 Wochen Natroneinnahme, zeitweise etwas besser
Magenspiegelung

Arztbrief mit Befund geringgradige Antrumgastritis
Histologie noch ausständig

Nach 3 Wochen voller Beschwerden ohne PPI Einnahme
seit 27.4.17. morgens 20mg Esomeprazol

Stand 11.5: nach 2 Wochen 20mg Esomeprazol noch immer Zungenbrennen und Halsschmerzen

Gastro am 10.5 zeigt Entzündung am Magenschliesser
Histologie ausständig

Verhaltenstherapie am 08.05 begonnen, psychisch am Boden

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Dienstag, 25.04.17, 16:54

Hallo Jenel,

kannst du eine Signatur anlegen? Danke.

Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht sollte dein Magenproblem doch erst mal mit einem PPI behandelt werden (?)
Deine Beschwerden klingen nach Entzündung. Ich hoffe, dass du bald die Ergebnisse der Magenspiegelung hast und man dann reagieren kann.
Ich würde dir dann auch nicht Pantoprazol, sondern Omeprazol oder Esomeprazol empfehlen, weil man diese beiden Substanzen ausschleichen kann.
Ich schleiche jetzt seit 3 Jahren Esomeprazol aus, man kann es nicht glauben, was das dauert.... :o
Aber egal, hab mich von 40mg auf 5,xxmg vorgeschneckt.... :schnecke:

Auch von mir willkommen im Thread der Magenkranken :)

Und falls du Probleme mit Rülpsen und Aufstoßen hast, darfst du gerne in den neuen und spontan gegründeten "Erdferkel-Club" kommen :rotfl:

PS. du nervst nicht! :group:

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Dienstag, 25.04.17, 17:57

Huhu,

pruuuuuuuuuuust :rotfl: :rotfl: :rotfl: , nein, hier nervt keiner, lach, der "Erdferkel- Club", noch mehr prust.

Jaa, das Linusit hat mir die Ernährungstante auch empfohlen, wie gesagt, brr, nee, ich würde es nicht runter bekommen, oder mein Magen schneller wieder raus, als mir lieb ist.

An die psychosomatische Komponente glaube ich auch volles Pfund, wenn ich zusätzlichen Stress habe oder noch mehr "abkacke", dann geht es mir vom Magen und vom Darm auch noch schlechter. Allerdings hängt bei mir tatsächlich auch viel von Lebensmitteln ab.
Faszinierenderweise habe ich mit gekochten Eiern (meistens) kein Problem, mit so nem frisch gekochten Frühstücksei aber hin und wieder schon und ein Spiegelei kann ich nur sehr selten essen und die Wahrscheinlichkeit, dass ich es vertrage ist recht gering, mit Rührei habe ich allerdings gar keine Probleme.

(Das herzlich Willkommen habe ich übrigens schlichtweg überplappert :fly: ^^ auch von mir natürlich herzlich Willkommen :) )
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Dienstag, 25.04.17, 20:47

Hallo Juna, Mona, TeaTime und alle anderen Interessierten, :)

es hat mich vorhin der Frust gepackt und ich habe mich an meinen Indienaufenthalt erinnert.
Es muss doch einfache und natürliche Methoden und Mittel geben, eine lahm liegende Verdauung anzukurbeln!?
Ich spreche jetzt vor allem von dieser extremen Magen-Trägheit und dass da stundenlang Essen drin rumdümpelt und nicht weiter rutscht.

In Indien praktiziert man ja Ayurveda und diese Medizin ist sehr sanft und natürlich. Da habe ich dann mal recherchiert.
Also - wer eine schwache Verdauung hat, der hat zu wenig Feuer (Agni).
Wenn man dieses stimuliert, kommt auch die Verdauung auf Trab.
Und das kann man mit zwei denkbar einfachen Mitteln erwirken: schluckweise heißes Wasser trinken und immer mal wieder Ingwer-Scheibchen kauen.
Beides habe ich zuhause, wurde auch sofort umgesetzt und was soll ich sagen? - hat mir gut getan. Vor allem auch das schluckweise Trinken des heißen Wassers.

weitere Infos hier: http://wiki.yoga-vidya.de/Verdauung_anregen
(Rechtschreibung kann man ignorieren) :roll:

Zum heißen Wasser. Es wirkt besser, wenn an es nicht mit dem Wasserkocher erhitzt, sondern sich die Zeit nimmt es auf dem Herd in einem Kochtopf zu erhitzen und einige Minuten köcheln zu lassen. Es scheint einen Unterschied zu geben, ob Wasserkocher oder Topf. Topf scheint besser zu sein, das habe ich auch früher schon mal interessiert gelesen. - gut, ist minimal umständlicher, aber auch kein Thema.

Ob man diese Methode auch machen kann, wenn man akuten Säureüberschuss hat / Sodbrennen, das weiß ich nicht. Das scheint mir dann eher zuviel Feuer / Agni (ist nur ne Spekulation) und dann müssen da kühlende Speisen konsumiert werden.

LG
Jamie
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Jenel
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Dienstag, 25.04.17, 21:45

Hallo Jamie,

ja hab ich mir auch schon gedacht, dass ich eventuell wieder zu den PPI zurück muss :?
Aber gibt es denn keine Hoffnung, dass man eine Entzündung auch so hinkriegt? Gibt es da keinerlei Wahlmöglichkeiten? Hat irgend jemand schon eine Entzündung ohne PPI wegbekommen? Und wenn ja, wie lange kann das dauern?

Fühle mich geehrt auch ein Erdferkel sein zu dürfen :party2:

Schönen Abend Jenel
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anschließend über 9 Monate immer wieder Magenbeschwerden, Völlegefühl, Schmerzen, Übelkeit

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Beschwerden hielten an

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TeaTime
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime » Dienstag, 25.04.17, 22:11

Liebe Jamie und alle anderen Erdferkel...ööhhhh....PPIler und Leidende,

also mit Darmträgheit hatte ich nie Probleme. Und auch mit oder ohne Stress merke ich keinen Unterschied. (Also das ist doch zumindest mal was positives).

Und jetzt wo ich von 20mg täglich auf 3mg alle 2 Tage bin, alles gleich.
Hatte zwar mit dem Darm mal Probleme, aber das hatte eine andere Ursache.

Nun nehme ich den PPI ja schon über 8 Jahre, und hatte zumindest damit eben keine Probs. Auch keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Habe immer gleich gegessen, vor dem PPI mit dem PPI und auch jetzt.
Allerdings eben früher auch Fleisch, wenn auch in geringen Mengen.

Jamies Idee klingt aber schlüssig, ich finde immer man sollte alles versuchen, was keinen Schaden anrichten kann.
Ingwer ist ja ohnehin sehr gesund.

Dann mal viel Erfolg !!!!

Lieben Gruß,

TeaTime

P.S. Juna...Du mal wieder........ "überplappert" :rotfl: :rotfl:........ das ja mal ein Wort :D
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"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Dienstag, 25.04.17, 22:39

Huhu ihr Erdferkelchen :)

Grins, es freut mich doch immer wieder, Dich zu erheitern Tea- Time, fg

Jetzt hast DU mich aber erheitert, kicher, es geht nicht um Darm- Trägheit, DAMIT habe ich wahrlich kein Problem, grins, auch wenn ich momentan schon mal das Gefühl bekomme, wenn dann mal Tage ohne Verdauung sind ;) Netterweise hat der DF mich aber daran erinnert, dass es ihn noch gibt, gibbel, nee, Spaß beiseite, es geht tatsächlich um eine Magen- Trägheit. Das Essen bleibt im Magen, wollte gerade schreiben bis zum erbrechen, allerdings stimmt das nicht, zumindest bei mir und dieses Erbrechen gönne ich keinem, das Essen liegt dann nämlich locker schon mal 12 Stunden im Magen.
Das mit dem Wasser werde ich ausprobieren, DANKE Jamie, mit dem Ingwer das bekomme ich nicht hin, *die Augen verdreh, ich mag ihn nicht, wollte mir in nem Essen mal etwas "gutes" tun und habe das Essen mit Ingwer gegessen, jaaaa, meinem Magen gefiel es nicht....

Mein Schatzi trinkt sogar Inwertee, der soll auch innerlich wärmen und "schlechtes" austreiben, ich bekomme schon nen Schüttelreiz, wenn ich den kochen "darf".

Ich bin mal gespannt, ob das heiße Wasser das Essen weiterträgt, wenn es mal wieder meint liegen bleiben zu müssen, literweise Flüssigkeiten bei Zimmertemperatur habt ihr bestimmt auch schon durch, wobei ich das dann auch immer recht heikel finde, da ich halt das Gefühl habe, dass der Mageninhalt halt wirklich "steht" und dann alles darauf nur "stopft" und alles ansteigen lässt. (Wenn ich mich so schreiben sehe, denke ich mir doch auch immer wieder mal, menno, habe ich nen Knall und nen komischen Kopf, der sogar den Magen mit mitbestimmen lässt).

Gutes Nächtle,
Juna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 26.04.17, 10:08

Hallo Juna, :)

bei mir ist es genau so. Das Essen liegt Stunden, gerne auch mal 10-12 Stunden, im Magen und rutscht nicht weiter.
Es ist so unangenehm :(.

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Hallo Jenel :)
ja hab ich mir auch schon gedacht, dass ich eventuell wieder zu den PPI zurück muss :?
Aber gibt es denn keine Hoffnung, dass man eine Entzündung auch so hinkriegt? Gibt es da keinerlei Wahlmöglichkeiten? Hat irgend jemand schon eine Entzündung ohne PPI wegbekommen? Und wenn ja, wie lange kann das dauern?
Jetzt müssen wir erst mal wissen, was mit deinem Magen los ist.
Ich finde es etwas befremdlich, dass du immer noch nicht weißt, was da los ist. Wann kommt denn das Ergebnis?

Leichte bis mittlere Magenschleimhautentzündung kann man sicher auch versuchsweise ohne PPI behandeln, aber bei einer schweren bin ich mir nicht sicher.
Außerdem kann es ja auch sein, dass du einen Helicobacter Pylori Befall hast - dann sind neben PPI auch Antibiotika fällig.
Falls du ein Magengeschwür haben solltest, würde ich auch nicht zögern und mal 2,3 Wochen ein PPI nehmen.

Wenn du solche Entzündungen ohne PPI wegbekommen willst, wird die Therapie vermutlich Monate dauern. Ich denke aber, es ist prinzipiell möglich.
Du müsstest dich von einem guten Heilpraktiker beraten lassen oder auf alternativen Gesundheitsseiten checken, welche Therapiemöglichkeiten es gibt.
Ich bin da auch sehr aufgeschlossen.

Die klassischen nicht-PPI Methoden sind Rollkuren, Schonkost und Ruhe. Ggf Tees mit Schleimstoffen (kleiden die Magenwand etwas aus) und eben die tausend Hifsmittelchen, die du in diesem Thread findest.

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Mittwoch, 26.04.17, 11:51

Hallo Jamie,

bekomme nächste Woche Dienstag den Befund, mein Internist hat diese Woche frei.
Heute geht's mir wieder schlechter, bereits der Tee anm Morgen hat leichtes Sodbrennen ausgelöst, nach dem Frühstück war es ganz schlimm. Trotz Gaviscon hab ich jetzt noch immer ein Brennen und Stechen im Magen, auch Hustenreiz.
Heilpraktiker gibt es in Österreich so nicht, daher sehe ich da keine Möglichkeiten. Und der Allgemeinmediziner, bei dem ich bin, hat eine Zusatzausbildung - eben der hat mir das Natron empfohlen.

Muss für mich eine Lösung finden kurzfristig, da ich vonn Freitag bis Montag auf einem Seminar bin.

Unglaublich wie belastend das Sodbrennen und die anderen Symptome für mich sind.

Da ich seit 3 Wochen ohne PPI immer noch so herumdümple, überlege ich mir ab morgen Esomeprazol 20mg morgens einzunehmen, und zu beobachten, wie es mir bis zur Befundbesprechung damit geht.

Was sagt ihr dazu?
Lg
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Mittwoch, 26.04.17, 12:08

Huhu Jenel,

vielleicht solltest Du es erst einmal mit 10 mg ausprobieren? Um das dann, je nach Befund auch wieder auszuschleichen?
Keine Ahnung was die anderen sagen, das ist einfach das, was mir gerade durch den Kopf geistert und...wie Jamie schon mal iwo schrieb, bei PP´s dosiert man noch mal klein ein, warum sollte man PPI nicht genauso behandeln.

Es tut mir leid, wie sehr Du leidest, ich weiß wie grauenvoll Sodbrennen ist und wie sehr man darunter leidet, wenn man innerlich verbrennt.
Was für Tee hast Du getrunken?
Pfefferminztee z.B. ist bei Sodbrennen absolutes Gift, brennt wie Feuer und liegt genauso quer im Magen.
Hast Du das Linusit schon getrunken?

Was hast Du gefrühstückt? Isst Du momentan rigorose Schonkost?
Vielleicht solltest Du mal, wenn Du es nicht tust und es kannst, Haferflocken mümmeln, Mikroportionen und davon dann halt lieber ein paar mehr am Tag.

Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung,
GLG
Juna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Mittwoch, 26.04.17, 13:31

Hi,

grad ein Arztbrief herengeflattert:
Ergebnis der Spiegelung - geringgradige Antrumgastritis, Histologie wird bei einem Termin nach dem 2.5 besprochen

Antrumgastritis heißt PPI ja oder nein?
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 26.04.17, 13:35

Hallo, :)

geringgradig ist gut! Das heißt, dass man es evtl. ohne PPI hinbekommen kann.
Gastritis = Magenschleimhautentzündung
Antrum = in der Nähe des Mageneingangs, spezielle Form der Gastritis

Wenn du Glück hast und es alternativ probieren willst, kann es sein, dass das bei so einem Befund gut klappen könnte.
Ich würde aber trotzdem mal abwarten, was der Arzt dazu sagt.

Wie würdest du es denn "alternativ" angehen wollen? Schon Ideen?

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 26.04.17, 13:39

Ergänzung:

Habe deinen ersten Beitrag überlesen.
Also wenn das schon heftiger ist und du auch einen Workshop wuppen musst, dann ist zu überlegen, ob du nicht noch mal 10 Tage ein PPI probierst.

Omeprazol und Pantoprazol bekommt man in Deutschland rezeptfrei bis 14 Stück, Esomeprazol glaube ich auch (Nexium control).
Es wäre Esomeprazol (Ärzte sagen, es wäre etwas stärker als normales Omeprazol, aber das ist von Mensch zu Mensch variabel) oder Omeprazol vorzuziehen, da es das in Kapselform mit Kügelchen gibt und man das später ausschleichen kann, aber wenn du nur Pantoprazol hast, tut es das auch.
Da muss man dann schauen, ob es so geht oder du umstellen musst, wenn du es ausschleichen willst.

Vielleicht hat TeaTime :) dazu auch noch eine Meinung / Idee?

Viele Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 26.04.17, 13:44

TeaTime :) die fleißige Biene (und ich in Ergänzung) haben an einem Paper zu Magenproblemen und PPI gearbeitet.
Es ist layoutmäßig noch nicht der Knüller, aber da sind alle wichtigen Infos drinnen.

-----



PPI (Protonenpumpeninhibitoren / Protonenpumpenhemmer)
vereinfacht: Magensäureblocker

(Wirkstoffe: Omeprazol/Esomeprazol/Lansoprazol/Dexlansoprazol/Pantoprazol/Rabeprazol)


Was ist ein PPI und wie wirkt er ?

PPI ist die Abkürzung für ProtonenPumpenInhibitor.
Verständlich gesagt sorgt ein PPI dafür, dass im Magen die Protonenpumpen/Belegzellen, die für die Produktion der Magensäure zuständig sind, gehemmt werden.
Dadurch soll die Sekretion der Magensäure gedrosselt werden; Sodbrennen soll dadurch zurückgehen, eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) abklingen und ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (sog. Reflux) verhindert werden.

Protonenpumpenhemmer sind säureempfindlich und werden erst im Dünndarm resorbiert .
Das bedeutet, sie wirken nicht direkt im Magen, sondern der Wirkstoff wird erst im Dünndarm aufgenommen.
Damit die Tablette sich nicht im Magen auflöst und die Säure den Wirkstoff zerstört, ist sie mit einem speziellen magensaftresistenten Film überzogen.

Die Wirkung selber tritt nach der Ersteinnahme nach ca. 24-48 Stunden ein und hält im Schnitt 1-3 Tage, die Wirkung selber wird aber immer geringer, deshalb nimmt man den PPI meist alle 12 oder 24 Stunden ein.
Um z.B. eine Gastritis ausheilen zu können, sind schon circa 2 Wochen Einnahme nötig, damit zum einen die Magensäureproduktion gedrosselt wird und zum anderen der Magen die Gelegenheit erhält seine angegriffene Schleimhaut zu regenerieren.


Wieso kann PPI-Absetzen problematisch werden?
Wenn man ein PPI einige Zeit genommen hat und diesen dann spontan weglässt, dann kann es zu einem sogenannten Rebound kommen, was bedeutet dass die Probleme, weswegen man ein PPI einnahm, akut und heftig zurückkommen kommen und das oft schlimmer, als sie jemals waren.
Warum ?? Ganz einfach, es bilden sich nun Belegzellen und zwar rasant und in größerer Anzahl als jemals zuvor.
Sie produzieren dementsprechend mehr Magensäure als vorher... das Sodbrennen beginnt erneut.
Sie einfach weglassen geht daher meistens nicht gut !


Wie kann man reduzieren ?

Es gibt PPI als Kapseln und Tabletten und als sogenannte MUPS -Tabletten (MUPS = Multiple Unit Pellet System).

Diese Medikamente haben alle eine Spezialbeschichtung, also einen Film, der sie magensaftresistent macht, denn ohne diesen Schutz würden sie schon im Magen ihre Wirkung verlieren.

Und damit deutet sich schon ein Problem an; will man die PPI langsam ausschleichen, so ist das nicht einfach möglich, denn teilt man eine Tablette, wird der magensaftresistente Schutzfilm beschädigt und die Tablette verliert ihre Wirksamkeit, da die aggressive Salzsäure (Magensäure) den Wirkstoff zerstört.
(Auf die sehr aufwendige Möglichkeit Pantoprazol zu reduzieren kommen wir ganz zum Schluss)

Ausnahme sind die MUPS- Tabletten. Diese Tabletten sind ähnlich wie eine Kapsel, in der sich viele kleine Kügelchen / Pellets befinden. In den MUPS - Tabletten sind diese magensaftresistenten Kügelchen auch, allerdings in einen festen Stoff eingebunden.
Theoretisch kann man sie also teilen, aber diese Kügelchen verteilen sich niemals zu 100% gleichmäßig, so dass man nie wirklich 50% des Wirkstoffs erwischen würde.

Die beste Möglichkeit ein PPI zu reduzieren ist das Umsteigen auf Kapseln, z.B. Esomeprazol.
Dafür muss man ggf. einen Medikamentenwechsel erwägen, der eigentlich problemlos verläuft, weil die Wirkweise die gleiche ist, allerdings die Wirkstärke nicht.
Es gibt Vergleiche, bei denen z.B. 20mg Omeprazol nicht unbedingt 20mg Esomeprazol entsprechen.
Man muss also bei einem Wechsel evtl. einkalkulieren, dass es etwas dauern kann, bis man die gleiche Wirkung erzielt. Das kann sein, muss aber nicht sein.
(ganz unten ist dazu ein LINK eingestellt)

Die Kapselhülle selber ist nicht beschichtet, man kann sie also vorsichtig auseinanderziehen und die Kügelchen z.B. auf einen kleinen Teller rieseln lassen und muss nun diese Kügelchen einmal durchzählen.
Sie sind in etwa gleich groß, kleine Abweichungen kann man ignorieren.
Das Ganze sollte man mit etwa 3 Kapseln machen, dann einen Mittelwert nehmen, denn es gibt immer kleine Unterschiede von ein paar Kügelchen.

Bei Esomeprazol 20mg Kapseln kamen wir bei der Firma ratiopharm (nur als Beispiel) auf etwa 165 Kügelchen, zum Rechnen nahmen wir als Grundlage 160 Kügelchen. 8 Kügelchen entsprechen also somit 1 Milligramm.
Achtung! Von Charge zu Charge kann die Kügelchenzahl schwanken, deswegen muss man bei jeder neuen Packung (Charge) erneut 3 Kapseln auszählen und einen Durchschnitt bestimmen.

Die Reduktion kann beginnen.

Je nachdem wie lange man den PPI genommen hat und wie stark die Probleme waren, kann man etwas mehr oder weniger reduzieren.

Bei 20mg würde man mit einer 2mg Reduktion beginnen. Diese erste Reduktion sollte man für 2-4 Wochen halten, wenn überhaupt keine Probleme auftreten, dann 2 Wochen, ansonsten eben 4 Wochen.
Sollten schon jetzt die Probleme länger dauern, dann wieder 1mg hoch gehen. Und dann auch wieder 2-4 Wochen testen.

Also Kapsel öffnen, 16 Kügelchen abzählen und in den Restmüll verwerfen oder zur weiteren Verwendung aufheben, Kapsel verschließen.
Da es etwas Zeit kostet sollte man direkt die Kapseln für 2 Wochen vorbereiten.
Je nach Übung und Geschick dauert das 10-20 Minuten.
Bitte die so präparierten Kapseln dicht verschlossen in einem trockenen Gefäß vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Ferner kann man sich Leerkapseln in der Apotheke oder in online-shops besorgen und die entfernten Kügelchen da schon wieder einfüllen und sich so schon für später Kapseln vorbereiten. Oder man entsorgt sie.

Im zweiten Schritt dann 1mg oder 2mg entnehmen, das hängt immer am Befinden des Einzelnen, wie man mit der Reduktion klar kommt. Aber eben immer 2-4 Wochen halten und auch da immer beobachten, wie man zurecht kommt. Bei Problemen immer wieder etwas hochgehen, bis die Beschwerden weg sind, dann halten und dann wieder reduzieren.
Idealerweise reduziert man so langsam und kleinschrittig, dass man seine Absetzschritte nicht permanent revidieren muss. Dies bedeutet aber auch, großzügig circa 1 Jahr (oder mehr) für das PPI-Ausschleichen einzukalkulieren.


Was mache ich, wenn ich Sodbrennen oder andere Probleme bekomme ?

Nun kommt die Frage, was mache ich, wenn ich schon reduziert habe und Probleme auftreten und ich nicht wieder aufdosieren möchte?
Also wenn das bereits am Anfang des Absetzens passiert, so ist das Hochdosieren in kleinen Mengen sinnvoll und ggf. muss man abwarten, bis sich evtl. eine Situation ergibt, in der es sich besser ausschleichen lässt. Stress und andere ungünstige Lebensumstände machen es manchmal unmöglich sich dem Absetzen zu widmen; dann lieber etwas warten, bis sich die Wogen geglättet haben.
Wenn man aber schon einige Schritte voran gekommen ist und das Aufdosieren vermeiden möchte, gibt es zum einen weitere Magenmedikamente, aber zum anderen auch einige sehr gute Hausmittel.


Die Magenmittel:

Die Mittel der ersten Wahl:

Antacida, sie wirken schnell aber nicht sehr lange (20-60 Min). Hier gibt es z.B. Hydrotalcit/Talcid, Maaloxan, Rennie, Magaldrat/ Riopan.

Antacida binden und neutralisieren die Magensäure. Sie helfen bei akuten Schmerzen und wirken sofort.
Da es sie teilweise auch flüssig gibt, legen sie sich wie ein schützender Film über die Speiseröhren- und Magenschleimhaut, was zu bevorzugen ist. Sie sind in der Apotheke frei verkäuflich.


Alginate; sie wirken auch schnell, und auch länger (2-4 Std). Hier gibt es Gaviscon Dual und Gaviscon Advance. Das Dual bildet eine Schutzschicht und neutralisiert die Magensäure, das Advance bildet einen stärkeren Schutzfilm, neutralisiert aber die Magensäure nicht. Sie helfen bei akuten Schmerzen und sind ebenfalls in flüssiger Darreichungsform und ohne Rezept erhältlich.

Die stärkere Alternative:

H2 - Blocker blockieren die Produktion der Magensäure. Wirken also ähnlich wie ein PPI.
Sie wirken nach ca. 30 Minuten und haben mit bis zu 8 Stunden die längste Wirkung.
Hier gibt es z.B. Ranitidin, Nizatidin, Famotidin, Cimetidin, Roxatidin.

Sie verhindern auch die Produktion der Magensäure (allerdings durch einen anderen Wirkmechanismus als PPI), wirken aber im Magen und helfen bei akuten Schmerzen, im Gegensatz zu einem PPI.
Ranitidin ist in einer Stärke von 75mg ohne Rezept in der Apotheke erhältlich; höhere Dosierungen sind rezeptpflichtig.


Der Unterschied zwischen einem PPI und einem H2 - Blocker

Info ------->“Bereits in einer niedrigen Dosierung bewirkt Ranitidin, dass die Aktivität der Magen-Belegzellen nachlässt. Dies führt zu einer geringeren Freisetzung von Salzsäure innerhalb des Magens, wodurch die Beschwerden zurückgehen. Allerdings fällt die Wirkung von Protonenpumpeninhibitoren deutlich stärker aus. So können diese bis zu 90 Prozent der Magensäurebildung hemmen, während Ranitidin maximal 50 Prozent erreicht.“
Quelle: http://symptomat.de/Ranitidin

***********************************************************

Sollten also beim Absetzen Probleme aufkommen, kann man erst einmal mit einem Antacidum oder einem Alginat testen, ob man es damit in den Griff bekommt.
Es sind relativ sanfte Mittel, die nicht / kaum schaden, und immer einen Versuch wert.

Wenn das nichts bringt, dann kann man auf einen H2-Blocker zurückgreifen, der aber schon wieder stärker wirkt. Es sind hier auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten!
Je nachdem wo man bei der Reduzierung steht, ist zu überlegen den PPI wieder hochzudosieren, wenn nichts greift, weil dies dann sinnvoller ist.

Als Beispiel:

Man nimmt im Normalfall 20mg Esomeprazol und hat es auf 17mg geschafft, Sodbrennen stellt sich ein. Antacida/Alginat hilft kaum.
Dann lieber wieder auf 18mg gehen, warten bis es wieder stabil ist dann wieder auf 17mg.

Sollte man aber z.B.bei 10mg sein, und ein Antacida/Alginat/Hausmittel hilft nicht, könnte man einen H2Blocker nehmen (75mg). Und zwar immer dann, wenn Schmerzen aufkommen. Aber max. 2 mal am Tag.
Aber wenn das nicht funktioniert, also man dann täglich zwei H2-Blocker nehmen muss, dann auch lieber wieder 0,5mg des PPI aufdosieren und auch wieder warten bis man sich stabilisiert hat.


Die Hausmittel bei Sodbrennen
Kartoffelsaft---- (nur eine kleine Menge), schmeckt scheußlich, hilft aber.
Rohe Kartoffel--- lange kauen und langsam schlucken
(Achtung: Rohe Kartoffeln sind giftig, nur kleine Mengen verzehren)
Aloe Vera Saft---recht geschmacksneutral
Heilerde --- am besten Kapseln (mikrofein oder magenfein)
Quark -- 2 EL mit oder ohne Haferflocken
Mandeln--3-4 Stk lange kauen, langsam schlucken
Mandelmilch -- kann ein Glas sein
Retterspitz innerlich

Das alles bindet Magensäure und/oder beruhigt.

**Im Moment testet Teilnehmerin Teatime noch eine Schüssler Salz Kombination, JSO Bicomplex 16, diese ist u.a. gegen Sodbrennen, sie nimmt diese 1-3x am Tag ein, begleitend. Als akut Medikament hat sie es noch nicht getestet, aber ihre Reduktion funktioniert momentan sehr gut, und vielleicht liegt es auch daran**


Was kann man selber ändern?

Und nun kommen noch Verhaltensweisen und auch die Ernährung ins Spiel.
Der PPI lässt einen ja, wenn man gut eingestellt ist, eigentlich nahezu normal leben und somit auch essen. Beim Reduzieren ändert sich das oft. Es muss nicht sein, kann aber sein.

Zusätzlich, zu allen Hilfsmitteln, sollte man also die Ernährung anpassen.

-Man sollte nach Möglichkeit Fettes, Süßes, Scharfes in Maßen genießen. (Nicht in Massen !)
-Alkohol belastet, ebenso wie das Rauchen.
-Spätes Essen meiden, abends nur kleine und wenig belastende Mahlzeiten zu sich nehmen. Achtung : Salate / Rohkost sind abends NICHT angesagt.
-keine zu großen Portionen essen, lieber mehrere kleine Mahlzeiten
-nach Möglichkeit den Kopfteil am Bett etwas hochstellen


Das Ziel

Das Ziel sollte sein, ohne PPI klar zu kommen.
Als Notfall Mittel immer auf ein Antacidum oder Alginat, ggf. auf einen H2Blocker zurückgreifen.

Den H2Blocker aber nicht zur Gewohnheit werden lassen, er verliert im Laufe der Zeit, bei regelmäßiger Einnahme, zumeist seine Wirkung.

Info ---->“Die Plasma-Halbwertzeit beträgt 2-3 Stunden. Bereits nach 7-14 Tagen kann durch eine Toleranzentwicklung eine Wirkungsabnahme eintreten.“

Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Ranitidin

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Als Notfallmedikamente, sprich, bei Schmerzen, sind aber alle diese Mittel und Hausmittel anzuraten.

Zur Dauermedikation sind diese Mittel alle nicht gedacht, der PPI übrigens auch nicht !!


Die aufwendige Möglichkeit Pantoprazol zu reduzieren

Und nun kommt eine Möglichkeit, die allerdings sehr aufwendig ist.
Man kann Pantoprazoltabletten theoretisch teilen und in Kapseln füllen.
Allerdings müssen diese Kapseln ganz speziell bearbeitet sein (retardiert), und komplett versiegelt, damit sie eben nicht von der Magensäure zersetzt werden.
Und dafür muss man sich eine Flüssigkeit kaufen, in die man dann diese Leerkapseln nach dem Befüllen tunkt. (Apotheke / Internet-shops)
Es gibt wohl auch retardierte Kapseln, die man nur an der Teilungsnaht versiegeln muss.
In der Apotheke bekommt man sie nicht.
Als Teatime anfing Esomeprazol zu reduzieren, hat sie sich im Internet hoch und runter gesucht.
Sie glaubt bei Amazon gab es dann solche retardierten Kapseln (also magensaftresistente), aber wie gesagt, man muss sie dann an der Stelle, wo man sie wieder zusammenschiebt zukleben, natürlich nicht mit Uhu sondern einem speziellen Kleber.
Trotzdem müsste man sich dann auch noch eine Feinwaage besorgen, damit man auch Milligramm für Milligramm abwiegen und reduzieren kann.

Einfacher ist ein Wirkstoffwechsel, wie bereits zu Beginn besprochen.
Zum Beispiel von Pantoprazol auf Omeprazol, Esomeprazol oder andere.
Omeprazol und Esomeprazol gibt es nämlich in der praktischen Kapsel-Version.


Welche Medikamente gibt es sonst noch?

Sucralfat

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sucralfat

Es ist ein verschreibungspflichtiges Granulat bzw. es gibt es auch flüssig und als Tablette.
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Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Info -------> „Der Wirkstoff bildet im sauren Milieu des Magens einen zähflüssigen Schleim, der die gesamte Magenschleimhaut bedeckt. Er schützt sie vor aggressiven Verbindungen wie Salzsäure, Verdauungsenzymen oder Gallenflüssigkeit. Vorhandene Entzündungen und Geschwüre heilen dadurch schneller ab.“

Quelle: http://www.aponet.de/wissen/arzneimitte ... rkung.html
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Was Teatime noch aus eigener Erfahrung empfehlen kann, und zwar als akutes Schmerzmittel, ist Tepilta.

Es ist verschreibungspflichtig.
Dies ist eine schmerzstillende Flüssigkeit in kleinen Portionspackungen. (Kein Gel)
Es enthält tatsächlich ein oberflächlich wirkendes Lokalanästhetikum. Man sollte es als Notfallmittel nehmen, wenn der Magen stark brennt und schmerzt.
Dabei den Kopf weit nach hinten legen, so dass die Suspension wirklich in den Rachen läuft, ansonsten ist kurzzeitig der Mund innen leicht betäubt. Das ist nicht schlimm, vergeht recht schnell, kann aber als unangenehm empfunden werden.
http://www.medapharma.de/fileadmin/user ... 2-2015.pdf



Zuguterletzt: Warum ein PPI absetzen, wenn es doch so gut hilft?

Lange Zeit wurden PPI als sogenannter „Magenschutz“ großzügig verordnet und als harmlose und gut verträgliche Medikamente beworben.
Doch nun sind sie einige Zeit auf dem Markt und damit steigen auch die Langzeiterfahrungen mit dieser Substanzgruppe.
Hier zeigt sich, dass PPI mitnichten so unproblematisch sind wie angenommen.

Zum einen ist es mittlerweile klar, dass diese bei langfristigem Gebrauch zu einer PPI-Abhängigkeit führen.
Dies zeigt sich in den Rebound-Phänomenen und in den Schilderungen der Patienten, die angeben, einfach nicht von ihrem Medikament loszukommen, da dann sofort wieder Magenprobleme anfangen.
Zum anderen gibt es Studien, die belegen, dass selbst gesunde Probanden, die ein PPI testeten und zuvor keine Magenprobleme hatten, nach dem Absetzen plötzlich über Magenbeschwerden klagten.

Ferner ist zu beachten, dass PPI einige sehr bedenkliche Nebenwirkungen haben können.
Im Langzeitgebrauch (länger als einige Wochen oder wenige Monate) können sie zu einem Vitamin B12- Mangel führen, ebenso zu einer Eisen-Malabsorption und vermutlich auch zu einem latenten Kalcium – und /oder Magnesiummangel.
Insbesondere ein Vitamin B12-Mangel ist nicht zu unterschätzen, da er unbehandelt irreversible Schädigungen nach sich ziehen kann.
PPI beeinflussen auch den Knochenstoffwechsel und können das Frakturrisiko erhöhen.
Es werden auch vermehrt Nierenschädigungen und ein erhöhtes pulmonales Infektionsrisiko bei langfristiger PPI-Einnahme beschrieben.

Des weiteren führt der Mangel an Salzsäure im Magen dazu, dass die Nahrung nicht mehr richtig aufgespalten wird, was zu mannigfaltigen Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelintoleranzen führen kann.
Der Darm bekommt Nahrung zugeführt, die weder korrekt aufgeschlüsselt noch vorverdaut ist; die Folge sind Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl, Übelkeit u.v.m.

Oft ist zu beobachten, dass PPI erst einmal sehr gut wirken und dann irgendwann selbst eine Reihe von Problemen auslösen, die der Betroffene zuerst einmal gar nicht richtig zuordnen kann.
Alleine deshalb ist jedes Milligramm weniger an PPI bereits ein Erfolg und ein erster Schritt, den Körper wieder an „normale“ Verdauungsprozesse heranzuführen.

Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, dass durch den Magensäuremangel gewisse Keime nicht mehr abgetötet werden, die sich dann im Darm ansiedeln und dort zu Problemen führen können (zumeist Clostridium difficile – Infektionen).
Hierzu eine Anekdote von Jamie: Auf ihrer Indien-Reise ist Jamie als Einzige von 15 Gruppenmitgliedern an einer akuten schweren Lebensmittelvergiftung erkrankt, obwohl sie das Gleiche aß wie die anderen.
Der Unterschied war nur, dass sie die einzige war, die ein PPI nahm – es steht zu vermuten, dass die fehlende Säure die ungewohnten Keime nicht abtöten konnte.


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Mehr Infos hier:
http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/ ... px?SN=6865


Und hier sind noch einige informative Seiten


http://www.ikph.uniklinikum-jena.de/ipt ... Schulz.pdf

(Sehr guter Überlick der Probleme, der Medikation ,und der Wirkung ,
der Medikamente

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https://de.m.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer
http://flexikon.doccheck.com/de/Protonenpumpenhemmer


(Infos zur Wirkweise eines PPI)
****************************************************************
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ranitidin
http://medikamente.netdoktor.de/wirkstoffe/ranitidin/
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36500
http://www.gesundheit.de/medizin/wirkst ... /ranitidin
http://www.netdoktor.de/medikamente/ranitidin/

(Infos zur Wirkweise /Wirkdauer/Nebenwirkungen) eines H2Blockers,
in dem Fall Ranitidin)
*****************************************************************
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer

(Infos zur Halbwertzeit und Wirkdauer eines PPI)
*******************************************************************
http://www.gaviscon.de/

(Wirkung Alginat)
********************************************************************
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Algins%C3%A4ure

(Info was ein Alginat ist)
***********************************************************************
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/s ... er-ia.html

(Nebenwirkungen eines PPI, die man nicht unbedingt im Beipackzettel findet, aber neben dem Nutzen auch das Risiko anzeigen)

************************************************************************
https://www.online-zfa.de/article/vergl ... m/y/m/1067

(Ein Vergleich der unterschiedlichen PPI in ihrer Stärke, dafür etwas nach unten scrollen)

Jenel
Beiträge: 18
Registriert: Montag, 24.04.17, 21:57

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Mittwoch, 26.04.17, 14:05

Liebe Jamie,

vielen lieben Dank - du und auch alle anderen hier ihr seid der Knüller :group:
Ich bin so dankbar diese tolle Gruppe gefunden zu haben und ihr helft mir so unglaublich weiter!

Da ich jetzt nach 3 Wochen Diät, Hausmittel (Mandeln, Kartoffelsaft, Heilerde, Linusit, Kuzu, Mandelmilch) keine Besserung eingestellt hat, werde ich morgen mal die 20mg Esomeprazol nehmen - in Österreich laufen diese unter den Namen Durotiv. Habe jetzt nur mahensaftresistebte Tabletten, werde mir aber beim termin mit dem Internisten nächste Woche die Kapseln verschreiben lassen. Werde die 20mg mal 2Wochen nehmen, außer der Internist rät was anderes. Und dann reduzieren.
Hoffe das funktioniert und ich bin bald beschwerdefrei - an das Diätessen hab ich mich ja schon gewöhnt, Haferflocken liebe ich mittlerweile.

Denkst du das sollte so klappen Jamie?

Lg Jenel
2013 akute Gastritis, Pantoloc 40mg täglich 4 Wochen lang, danach 4 Wochen alle 2 Tage
anschließend über 9 Monate immer wieder Magenbeschwerden, Völlegefühl, Schmerzen, Übelkeit

zusätzlich nach der PPI Einnahme Darmprobleme - Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung

3 Jahre lang Verhaltenstherapie
2 Magenspiegelungen 1 Darmspiegelung, die leichte Entzündungen zeigten, aber kein Befund
Beschwerden hielten an

Privatarzt konsultiert, Probiotica Einnahme, leichte Besserung

Seit Herbst 2015 Herzrasen nachts nach Alloholkonsum, Umstellung der Ernährung auf HI arm, kaum Alkohol
HI nie wirklich seitens Arzt bestätigt worden

2017 erneuter VeRauch nach langer Verstopfungsphase den Darm wieder herzustellen, neuer Arzt der Magnesiumcitrat empfiehlt - nach 3 wöchiger Einnahme Sodbrennen, brennen im brustbereich

40mg Esomeprazol bringen 1 Woche etwas Besserung, nach falschem Essen Rückfall - seither strenge diätetische Masnahmen, Esomeprazol 40mg noch eine weitere Woche, dann auf 20mg reduziert - Schmerzen nach wie vor da, zusätzliches Auftreten von Zungenbrennen und Halsschmerzen

Internisten konsultiert, dieser rät zum Absetzen der PPI
Nach 1 Woche keine Besserung, Allgemeinmediziner gegen PPI, rät zu Natron
Seit 3 Wochen Natroneinnahme, zeitweise etwas besser
Magenspiegelung

Arztbrief mit Befund geringgradige Antrumgastritis
Histologie noch ausständig

Nach 3 Wochen voller Beschwerden ohne PPI Einnahme
seit 27.4.17. morgens 20mg Esomeprazol

Stand 11.5: nach 2 Wochen 20mg Esomeprazol noch immer Zungenbrennen und Halsschmerzen

Gastro am 10.5 zeigt Entzündung am Magenschliesser
Histologie ausständig

Verhaltenstherapie am 08.05 begonnen, psychisch am Boden

TeaTime
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Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von TeaTime » Mittwoch, 26.04.17, 18:19

Ein Hallo an alle Lesenden,

Jamie, ich würde es an Jenels Stelle auch direkt mit Esomeprazol versuchen, Omeprazol soll ja mehr Nebenwirkungen haben. Und jetzt wieder Pantoprazol nehmen um dann ggf später umzusteigen......hmm...... eher nicht.

Zumal man mit Esom die Einnahme auch schnell verringern kann, wenn die Beschwerden weniger werden. Sprich vielleicht nun
2 - 4 Wochen wieder 20mg nehmen, dann auf 10 oder 15mg umsteigen und sehen ob es funktioniert.

Wenn man dann erst Panto nimmt und dann wechselt, muss man erst wieder warten ob alles klappt bevor man reduzieren kann.

Das wäre meine Idee, wenn die Gewebeproben nun einen Keim ergeben haben, muss man natürlich anders vorgehen.

Lieben Gruß,

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am Mittwoch, 26.04.17, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 26.04.17, 18:23

Okay dokay, dann sehen wir es ja alle gleich :).

Schönen Abend, ich versuche der Enterung des Forums durch Neulinge entgegenzuwirken; heute ist ja die Hölle los. :o :D
So viele Neuanmeldungen und Fragen....

----------- keep calm and carry on
Jamie -----------------------------------------

Jenel
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Registriert: Montag, 24.04.17, 21:57

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jenel » Mittwoch, 26.04.17, 20:01

Freut mich zu hören, dass ihr meiner Meinung seid!
Das gibt mir enorme Sicherheit, von euch unterstützt werden. Werde euch weiter berichten.
Alles Liebe
Jenel
2013 akute Gastritis, Pantoloc 40mg täglich 4 Wochen lang, danach 4 Wochen alle 2 Tage
anschließend über 9 Monate immer wieder Magenbeschwerden, Völlegefühl, Schmerzen, Übelkeit

zusätzlich nach der PPI Einnahme Darmprobleme - Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung

3 Jahre lang Verhaltenstherapie
2 Magenspiegelungen 1 Darmspiegelung, die leichte Entzündungen zeigten, aber kein Befund
Beschwerden hielten an

Privatarzt konsultiert, Probiotica Einnahme, leichte Besserung

Seit Herbst 2015 Herzrasen nachts nach Alloholkonsum, Umstellung der Ernährung auf HI arm, kaum Alkohol
HI nie wirklich seitens Arzt bestätigt worden

2017 erneuter VeRauch nach langer Verstopfungsphase den Darm wieder herzustellen, neuer Arzt der Magnesiumcitrat empfiehlt - nach 3 wöchiger Einnahme Sodbrennen, brennen im brustbereich

40mg Esomeprazol bringen 1 Woche etwas Besserung, nach falschem Essen Rückfall - seither strenge diätetische Masnahmen, Esomeprazol 40mg noch eine weitere Woche, dann auf 20mg reduziert - Schmerzen nach wie vor da, zusätzliches Auftreten von Zungenbrennen und Halsschmerzen

Internisten konsultiert, dieser rät zum Absetzen der PPI
Nach 1 Woche keine Besserung, Allgemeinmediziner gegen PPI, rät zu Natron
Seit 3 Wochen Natroneinnahme, zeitweise etwas besser
Magenspiegelung

Arztbrief mit Befund geringgradige Antrumgastritis
Histologie noch ausständig

Nach 3 Wochen voller Beschwerden ohne PPI Einnahme
seit 27.4.17. morgens 20mg Esomeprazol

Stand 11.5: nach 2 Wochen 20mg Esomeprazol noch immer Zungenbrennen und Halsschmerzen

Gastro am 10.5 zeigt Entzündung am Magenschliesser
Histologie ausständig

Verhaltenstherapie am 08.05 begonnen, psychisch am Boden

dragon4277
Beiträge: 431
Registriert: Mittwoch, 24.09.14, 1:29

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 26.04.17, 21:21

Hallo allerseits,

kurze zusammen fassung.
Ich hab 150 mg amisulprid genommen. 2x500mg paracetamol und 1x 20mg Omeprazol. Nach vielem expreimentieren. Nehm ich jetzt seit 1,5 Wochen 200mg Amisulprid kein Omeprazol und kein Pantoprazol.

Aktuell hab ich ein extremen Völlegefühl Blähungen und mein Bauch ist ganz dick angeschwollen als ob es platzen würde. Ist das eine Absetzsymptomatik?

LG Dragon
2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose
10/2019 125 mg Amisulpird (100mg + 1/2 50mg)

Juna
Beiträge: 813
Registriert: Sonntag, 10.04.16, 13:00

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Mittwoch, 26.04.17, 22:11

Huhu,

Hi Dragon, meiner Meinung nach kann das sehr wohl davon kommen, wenn Du den PPI einfach so weggelassen hast. Ich würde wieder etwas eindosieren und dann langsam runter gehen.

Mal etwas anderes, für alle, guckt mal, was ich gerade gefunden habe
http://www.mri.tum.de/node/1764

Darf ich das hier posten? Vielleicht ist da ja für den einen oder anderen etwas bei, über die Qualität kann ich nicht wirklich etwas sagen, "nur" über die Quantität, es wird viel aufgelistet. Ich weiß von einigen, dass denen Ernährungsformen von dieser Seite, "speziell für deren Problem" schon ganz gut geholfen haben.

Wenn das so nicht okay ist, bitte löschen oder Bescheid sagen, Danke euch und sry für die zusätzliche Arbeit.

LG
Juna

Edit: Habe das gerade mal so ein bisschen durchgewühlt, so ganz überzeugt bin ich davon nicht, die Infos´s sind teilweise spärlich und meiner Meinung nach stehen da auch teilweise Halbwahrheiten drin, bzw. werden anderen (meiner Meinung nach) wichtige Faktoren nicht mit bedacht.
Ggf. denke ich das auch nur, da ich mir bzgl. des Themas Ernährung wg. meinem Magen und meinem Darm schon so einiges angeeignet habe.
Mein Thread:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=11366



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In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzdoc
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