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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Fluctin, stimmt es...

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Lillith
Beiträge: 12
Registriert: 18.03.2004 20:46

Fluctin, stimmt es...

Beitrag von Lillith »

...dass dieses AD keine Gwichtszunahme als Nebenwirkung verursacht?

Bei mir ist es ja so dass ich immer so Phasen habe im Leben, schlank und relativ glücklich, dick und todunglücklich-keine Lust mehr zu leben.
Es ist mir noch nicht gelungen diese Phasen zu unterbrechen.

Es wäre natürlich äußerst ungünstig wenn ich zunehme. Darüber wird sich wohl niemand freuen, aber mein Gehirn hat meiner Figur eine mords-Lobby eingerichtet, ich halte meine Figur zur Zeit echt kaum aus, hab' schon Panik vorm Sommer, jeder Sonnenstrahl grad wirft mich noch tiefer in mein Loch...


Danke für Antworten, und entschuldigt wenn ich ständig so viel frage... :oops:
noch keine, nur selten Diazepam
Hippo
Beiträge: 95
Registriert: 21.10.2003 17:16
Danksagung erhalten: 3 Mal

Beitrag von Hippo »

Hallo Lillith,

wenn Du Dein Problem schon so gut erkannt hast, würde es sich aber auch rentieren, daran zu arbeiten, Deine "Figurlobby" zu bekämpfen...

Ciao
Hippo
Lillith
Beiträge: 12
Registriert: 18.03.2004 20:46

Beitrag von Lillith »

Hallo Hippo,

ja, das will ich ja, ist echt dringend nötig um wieder (hatte ich es jeh'?) ein freies Leben führen zu können. Das Problem ist nur, dass ich schon so vieles probiert habe, seit ich 16 bin (jetzt 23), von Diäten über Ernährungsberatern zu Psychologen, nichts hat geholfen, auf Dauer. Für einen bestimmten Zeitraum kann ich mich zusammenreißen, nicht aber auf Dauer.

Naja, mal sehen. LG! :)
noch keine, nur selten Diazepam
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hallo Lillith,

das mit der "Figur-Lobby" kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es ganz genau so: wenn ich ein paar Kilo zunehme, fühle ich mich total mies und bin totunglücklich. Wenn ich ganz schlank bin, fühle ich mich gut. Zu Fluctin kann ich aus eigener Erfahrung leider nichts sagen, aber gelesen habe ich das auch schon, dass sich die "Fressanfälle" mit diesem Medi in Grenzen halten sollen.

Hallo Hippo,

natürlich muss man so ein Problem angehen - das fällt ja auch mit unter "Eßstörungen", und es ist ein Zeichen mangelnden Selbstwertgefühls, wenn das Selbstbewusstsein damit steht und fällt, ob man zu- oder abnimmt. Aber das halt ein typisches Symptom. Ich habe auch schon einige Therapien gemacht und war auch schon 3 Monate in einer Klinik, aber gerade dieses Problem habe auch ich bis heute nicht in den Griff bekommen. So einfach lässt sich so eine "Figurlobby im Kopf" scheinbar nicht therapieren...

Liebe Grüße, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Candy und Lilith,

ich kann es ein wenig nachvollziehen. Heute identifitziert man schlank mit stark und erfolgreich und etwas dicker mit faul und undiszipliniert. Hinzu kommt, das man in Medien mit Traumkörper übersättigt wird. Aber man muß da zweierlei bedenken. Erstens sind wir alle irgendwo ein bischen häßlich. Keiner ist wirklich mir sich zufrieden, egal wie hübsch oder attraktiv er ist. Und zweitens: Die Photos die man sieht sind oft stundenlang nachbearbeitet. Photografen können zaubern.

Wirklich betörend finde ich bei Frauen ein unendliches Selbstbewußtsein. Ich persönlich kenne zwei Frauen deutlich jenseits der 90 kg die eine unglaubliche Austrahlung haben. Auf ein paar kilo kommt es wirklich nicht an. Das Leben ist viel zu schön um es mit so einem Scheiß zu verplempern...
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hallo Werni,

du hast natürlich vollkommen Recht. Ich sehe das ja eigentlich genau so und kenne auch Leute jenseits ihres Idealgewichts, die ich absolut bewundere, weil sie eben eine tolle Ausstrahlung haben!

Es ist halt schwierig, aus einer "Schiene" wieder rauszukommen, die einem von klein auf vorgelebt und anerzogen wurde. Meine Mutter hat immer Diäten gemacht, nie mit uns an einem Tisch gegessen, jedes Pfund mehr war für sie eine Katastrophe - und so bin ich eben aufgewachsen. Ausserdem hat sie mir immer vorgelebt: nur, wer viel leistet, ist was wert. Und so hat sie immer wie ein Tier geschuftet und geputzt, etc.
Das ist insofern das selbe, was du über die Medien sagst: schlank bedeutet leistungsfähig - nur, wer leistet, ist was wert.
Wobei ich eben den Nachteil habe, dass ich mit solchen "falschen Werten" aufwachsen musste und ich deshalb da jetzt so schwer wieder rauskomme. Zumindest meine Zwangsneurose mit dem "Putzwahn" konnte ich schon ablegen....... An allem Anderen, was diese Frau mir "angetan" hat, arbeite ich noch.........

Aber du hast natürlich Recht: das Leben sollte zu schön sein, um es mit so was zu verplempern................ Ich hoffe, da komme ich irgendwann mal hin!

Liebe Grüße, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Candy,

Du sagst etwas ganz entscheidendes. Man strebt lange Zeit nach falschen Werten, und irgendwann erwacht man. Mir ging es ähnlich, allerdings auf anderem Gebiet. Ja, mit der Erziehung kann man seinen Kinder wirklich etwas "antun". Das bedarf keiner körperlichen Gewalt.

Machst Du Sport?
Lillith
Beiträge: 12
Registriert: 18.03.2004 20:46

Beitrag von Lillith »

Hallo Werni,

ja, in der Tat, auch ich finde, dass die Ausstrahlung mehr wert ist als die Figur alleine. Ich möchte auch auf keinen Fall so sein wie die Models in den Heftchen, mit diesem Gewicht kann man echt gar nichts mehr essen,und das ist definitiv nicht mein Ziel! Denen springt der Hunger aus den Augen... Auch ich war mal so dürr, hab' mich zwar am Stand wohlgefühlt, aber in mir drin herrschte ein Sturm, nein, ein Orkan!! Es war schrecklich...

Was ich möchte ist "nur" ein normales Essverhalten, und eine normale Figur. Nicht dürr, denn ich will nicht, dass sich mein Wesen verändert, aber schlank, so dass ich viel essen kann (gesundes, normales).

Nur meine Ausstrahlung im Moment ist fast genauso beschissen wie damals als ich so dünn war. Unzufriedenheit pur. Ätzt mich so richtig an. Und wie geasagt, ich habe Panik vor dem Sommer....
noch keine, nur selten Diazepam
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hi Werni,

du hast so Recht: es bedarf keiner körperlichen Gewalt (obwohl: auch das war meiner Mutter nicht fremd), um jemanden runter zu machen, und gerade Eltern haben so viel Macht darüber, ob ihr Kind ein Selbstwertgefühl entwickeln kann oder eben nicht. Warum Menschen mit Wertvorstellung wie sie meine Mutter hat, Kinder in die Welt setzen, verstehe ich wirklich nicht. Einerseits hat sie immer behauptet, sich ein Mädchen gewünscht zu haben, andererseits hat sie mir von klein auf geprädigt: "Als Frau bist du nur gear...t im Leben!" Echt, sie hätte Kobras erziehen sollen und keine Kinder (Zitat aus "Herr der Gezeiten").

Ich habe jetzt schon lange keinen Sport mehr gemacht, davor bin ich jeden Morgen laufen gegangen. Ich will mir jetzt aber ein Trekking-Bike kaufen und regelmässig Rad fahren, überlege, auch wieder mit dem Laufen anzufangen. Ich muss da nur vorsichtig sein, weil ich dazu neige, alles zu übertreiben (nicht, dass das wieder völlig ausartet), was dann ja auch wieder nicht mehr gesund ist. Aber auf jeden Fall will ich jetzt wieder durchstarten. Ich habe hier im Forum ja auch schon öfter gelesen, wie gut das tut bei Depris.

Liebe Grüsse
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo ihr beiden,

Sport ist vor allem gut für ein gutes Körpergefühl. Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, das man "sich auf seinen Körper verlassen kann". Was meinst Du mit übertreiben, Candy. Was ist für Dich übertreiben?

Und Lillith, worüber reden wir denn. Du warst früher dürr und bist heute Normalgewichtig. Oder wie muß ich das sehen?
Candy
Beiträge: 91
Registriert: 21.03.2004 19:19

Beitrag von Candy »

Hi Werni,

ich denke, genau da liegt ja mein Problem: ich habe entweder gar keinen Bezug zu meinem Körper oder aber ich bin total unzufrieden mit ihm. Von daher wird es mal wieder Zeit, zu lernen - wie du sagtest - dass ich mich auf diesen Körper verlassen kann, und dass er sogar im Stande ist, die Depris durch Sport erträglicher zu machen.
Mit "übertreiben" meinte ich folgendes: mir ist damals in der Klinik Suchtverhalten bescheinigt worden, d. h. nicht unbedingt in Bezug auf Drogen o.ä. (obwohl ich auch das hinter mir habe), sondern die Sucht, alles perfekt machen zu müssen: die perfekte Sekretärin, die perfekte Mutter, die perfekte Ehefrau, die perfekte Hausfrau, ....Tochter, usw. usw.
Vor Jahren habe ich Sport bis zum Umfallen betrieben, da hat sich dann da mein "Suchtverhalten" manifestiert: 3 x die Woche Krafttrainig, jeden Morgen Laufen, 1 x die Woche Aerobic, 1 x die Woche Squash und jeden Abend noch Stretching und Gymnastik zu Hause. Ich habe fast nichts anderes mehr gemacht, bis ich so "übertrainiert" war, dass ich nicht mehr essen und nicht mehr schlafen konnte. Da bin ich dann fast zusammengebrochen......
Nicht zu übertreiben, heisst bei mir, die richtige Dosis einzuhalten, damit ich mir nicht mehr schade als nutze! Habe letztens irgendwo gelesen, dass es gar nicht gut sein soll, JEDEN Tag zu laufen - wie ist denn nun die "richtige Dosis"?

Hallo Lillith,

ich verstehe dein Problem im Moment so, dass du absolut unzufrieden mit deiner Figur bist (Angst vor dem Sommer), weil du dich zu dick findest (ich drücke das bewusst so aus). Du warst reizbar und übellaunig, als du dürr warst (logisch, wer ist das nicht, wenn er ständig Hunger hat - ich kenne das!), und jetzt meinst du, eine "beschissene Ausstrahlung" zu haben, weil du dich zu dick findest und deshalb kein Selbstwertgefühl ausstrahlen kannst und unzufrieden mit dir bist! So in etwa richtig?

LG an euch, Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Lillith
Beiträge: 12
Registriert: 18.03.2004 20:46

Beitrag von Lillith »

Hallo Werni,

nein, ich bin nicht Normalgewichtig, das ist das was ich anstrebe! Ich habe deutliches Übergewicht und fühle mich nicht damit wohl.

Hallo Candy,

ja, das stimmt alles so! Ich finde halt, und auch meine Umwelt, dass ich aufgrund dieser inneren Unzufriedenheit gar nicht mehr Lebensfreundig bin, eher so apathisch, ich funktioniere halt. Wenn ich mich in meinem Körper wohl fühle (das ist, wenn ich grad am abnehmen bin, bzw. schlank bin) , strahle ich Lebensfreude aus und mir macht alles Spaß, sogar die Schule, bin halt einfach ein fröhlicher Mensch.Bis dann halt wieder die Talfahrt kommt, dann nehme ich wieder zu, und alles beginnt wieder von vorne..

LG an Euch! :)
noch keine, nur selten Diazepam
Gesperrt