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Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

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PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

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strwberry
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Sonntag, 13.05.18, 17:41

Hallo Jamie,

danke für deine Antwort.
Ja ein Rebound macht mir psychisch und physisch sehr zu schaffen.. Meine Lebensqualität leidet enorm darunter, weshalb ich dies nun weitestgehend vermeiden möchte- deshalb auch der Wechsel zu Omeprazol.

Danke für deinen Vorschlag. Ich habe nur so sehr Angst, dass es zu überstürzt ist und ich mir dadurch wieder eine Gastritis zuziehe und ich mit einer Hammerdosis wieder von vorn beginnen muss. [Ich nehme es für meine Verhältnisse schon sehr lange (sind jetzt ja ca. 9 Monate lang meistens 40 mg und phasenweise 20 bzw 80 mg gewesen)]

Das Problem ist nämlich, dass sobald ich wieder stärkere Reboundbeschwerden bekommen sollte, mein Kopf riesige Panik schiebt und ich durch den so erzeugten Stress das Problem noch verstärke.
Nehme seit drei Wochen, um meine Psyche zu stabilisieren daher auch 25-0-0-50 mg Opipramol. Darüberhinaus mache ich seit 3 Jahren Psychotherapie.

Das mit dem Stress ist eben so eine Sache; ich bin nämlich innerlich sehr angespannt, wenn ich merke,dass mein Magen wieder Probleme macht, will aber gleichzeitig nicht dauerhaft PPI nehmen müssen.. Entspannungstechniken versuche ich regelmäßig zu machen und gehe auch 3 x pro Woche Laufen.

Ernährungstechnisch weiß ich kaum noch Rat.. Esse meist Kartoffeln, gekochtes Gemüse, Reis,Bananen, Haferflocken.. wenn es mal wieder eine akute Gastritis ist, bekomme ich hierbei jedoch auch massives Sodbrennen. Übliche Verdächtige wie Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee konsumiere ich sowieso nie. Verzichte darüberhinaus eben auf Hülsenfrüchte, saure Speisen, Zucker und fettreiche Speisen.

Das Problem ist auch, dass ich wenn ich nur oben genannte Dinge esse, nur sehr wenig Kalorien aufnehmen kann, weil diese Lebensmittel eben viel Volumen und wenig Nährwert im Sinne von Kcal haben. Darüber mache ich mir dann auch oft Gedanken, da ich mich ja nicht wochenlang einseitig und damit in gewisserweise mangelhaft ernähren kann. Also zB vertrage ich Milchprodukte, Soja gerade eher nicht, bin aber Vegetarier und Hülsenfrüchte gehen gerade auch nicht gut. ->weiß gerade nicht wie ich meinen Eiweissbedarf decken soll..
Mache mir in diesem Bezug aber auch vielleicht unnötige Sorgen (habe nämlich in der Vergangenheit unter Anorexie gelitten.)

Entschuldige, Wollte nicht so viel jammern eigentlich, aber ich fühle mich mit der Situation sehr überfordert und will einfach nur raus aus diesem Teufelskreis..

Beste Grüße
strwberry

Blumenwiese
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Blumenwiese » Sonntag, 13.05.18, 18:30

Hallo strwberry,

Wenn du so Probleme mit der Ernährung hast, hast du mal bei der Krankenkasse nach einer Ernährungsberatung gefragt? Die sollte die Kosten für sowas eigentlich übernehmen. Du könntest dir vorher ein Attest vom Arzt holen, dass die Ernährungsberatung notwendig ist, dann gibts bei der Finanzierung keine Probleme. Hab ich auch so bekommen und ich fand die Ernährungsberatung sehr hilfreich. Erwähne auf jeden Fall die Anorexie.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
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strwberry
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Montag, 14.05.18, 10:03

Hallo zusammen,

Werde es nun mal nach Jamies Vorschlag versuchen loszuwerden und decke mich mal zur Sicherheit mit Gaviscon/Riopan ein.

Die aktuelle Dosis von 80 mg werde ich aber wohl noch 2-3 Tage halten, da ich noch nicht beschwerdefrei bin.

Bei nächsten Arztbesuch werde ich auf jeden Fall mal nach Ernährungsberatung fragen, danke für den Tipp!

LG strwberry

Lalelu
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 12:16

Hallo :)
Ich hab auch so meine Erfahrung mit Omeprazol und Histaminintoleranz gemacht, würde das erne hier beschreiben!
Vor 2 Monaten hatte ich nach einer histaminreichen Malzeit sehr starke Beschwerden. Bin zum Arzt, der meinte dann: Magenschleimhautentzündung und hat mir Omeprazol verschrieben. Normalerweise gehen bei mir die Beschwerden von alleine wieder zurück, wenn ich wirklich darauf achte, was ich esse. Habe mir von Omeprazol aber eine schnellere Wirkung erhofft. Habe es also eingenommen und es ging mir auch sofort besser. Nach 4 Tagen abgesetzt. Danach war erst mal Ruhe, aber zum ersten mal hab ich dann diesen Reflux auch bei Nahrungsmitteln die ich sonst vertrage, bemerkt. Habe wieder die PPI genommen. Diesmal wurde es aber nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Nach einer Woche bin ich dann wegen starker Schmerzen, die ich aber meinem Magen und nicht dem Reflux (wusste bis dahin noch nichts davon) zugeschrieben. Der hat mich dann zur Magenspiegelung ins Krankenhaus geschickt. Diagnose: Magenschleimhautentzündung. Die Magenklappe sei aber in Ordnung. Mir wurde wieder Omeprazol verschrieben.
Habe mich dann stark basisch ernährt und das Omeprazol weggelassen. Später folgte dann ein Termin beim Gastroenterologen, der sich meine Krankenhaunterlagen erst gar nicht angesehen hat, sondern mir sofort eröffnete, ich hätte das gastroösophagiale Reflux-Syndrom, der Reflux ginge nie wieder weg, da meine Magenklappe kaputt sei und ich müsste die PPIs für immer nehmen. Habe ihm natürlich geglaubt, bis ich dann selbst recherchiert habe und vom Rebound-Effekt gelesen habe.
Dazu kommt noch, dass man PPIs bei einer Histaminintoleranz überhaupt nicht nehmen sollte, da während der Einnahme und noch Wochen danach der Spiegel des Hormon Gastrins, welches für Histaminausschüttung om Magen sorgt, erhöht ist.
Ich habe Studien gefunden, die beschreiben, dass das Gastrin nach 2 wöchiger Einnahme und nach 1-wöchigem Abstzen immernoch um ca 20 % erhöht ist.
Das hat für mich alles erklärt. Seit dem Absetzen fühlte ich mich nämlich schlapp, Krank, meine Haut hat gejuckt und ich hatte sowieso alle Symptome die ich auch nach histaminreichen Malzeiten habe. Nur ist das jetzt für mich ein Dauerzustand geworden.
Ich bin seit einer Woche auf Null, habe in den ersten 3 Tagen noch sehr strarken Reflux gehabt, welcher jetzt besser geworden ist. Meine Müdigkeit und Benommenheit sind noch nicht weg. Dazu habe ich seit der ersten Einnahme starken Haarausfall bekommen.
(Wird als Nebenwirkung von PPIs angegeben)
Noch dazu versuche ich gerade Fluoxetin auszuschleichen, was ich wegen der starken Nebenwirkungen des Omeprazols erstmal auf Eis legen musste...
Sind hier noch andere mit Histaminintoleranz betroffen? :)
Habe das Forum jetzt nicht ganz durchgelesen, weil es ja wirklich viele Beiträge sind.
Liebe Grüße :*
Seit März 2011: schwere Depression
Februar 2012: erster Psychiaterbesuch und 50 mg Fluoxetin, 20 mg Amitriptylin
2013: Absetzen von Amitriptylin funktioniert,
Kaltes Absetzen von Fluoxetin nicht (Angst, dass Depression wieder da ist), nach einigen Wochen Wiedereinnahme von halber Dosis
2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
2015: 10 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2016: 5 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2017: 3 mg ohne Beschwerden
Entwicklung einer Histaminintoleranz, starke Magenbeschwerden, leichte Gelbsucht, Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Allergenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
2018: 2 mg wöchentlich ohne Beschwerden
Mai 2018: 1 mg wöchentlich: strarker Schwindel, Gefühl als ob mein Hinterkopf unter Strom steht, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Zittrigkeit, Weinerlichkeit, das Gefühl „neben mir zu stehen“
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LinLina
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von LinLina » Samstag, 26.05.18, 12:26

Hallo :-)

wir haben hier einen eigenen Thread zu Histaminintoleranz http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=7819

ich bin auch betroffen und einige andere. Du könntest die Suchfunktion oben auf der Seite nutzen oder einfach die letzten Seiten/Beiträge des verlinkten Threads durchlesen, so findest du noch andere Teilnehmer die eine HIT haben.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Lalelu
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 13:31

Danke dir :*
Seit März 2011: schwere Depression
Februar 2012: erster Psychiaterbesuch und 50 mg Fluoxetin, 20 mg Amitriptylin
2013: Absetzen von Amitriptylin funktioniert,
Kaltes Absetzen von Fluoxetin nicht (Angst, dass Depression wieder da ist), nach einigen Wochen Wiedereinnahme von halber Dosis
2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
2015: 10 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2016: 5 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2017: 3 mg ohne Beschwerden
Entwicklung einer Histaminintoleranz, starke Magenbeschwerden, leichte Gelbsucht, Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Allergenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
2018: 2 mg wöchentlich ohne Beschwerden
Mai 2018: 1 mg wöchentlich: strarker Schwindel, Gefühl als ob mein Hinterkopf unter Strom steht, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Zittrigkeit, Weinerlichkeit, das Gefühl „neben mir zu stehen“
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Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna » Samstag, 26.05.18, 13:42

Hallo
Ppi sind dafür bekannt Unverträglichkeiten auszulösen.
Man machte ein Test an Ratten und diese bekamen Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel.
Leider machen das aber viele andere Medikamente usw auch, da die aggressiven Chemikalien die Schleimhäute usw angreifen usw.
Das alles kann sich mit der Zeit erholen nach ppi aber das brauch eine Zeit. Es gab eine Doku über eine Frau, die während der Schwangerschaft ppi nahm und dann absetzte. Danach musste sie ihre Ernährung komplett umstellen, weil sie Unverträglichkeiten hatte, die nach 4 Jahren weg waren.
Das muss natürlich nicht bei jedem so sein aber ist leider häufig und Ärzte scheinen da keine Ahnung zu haben.
Wir haben eine Bekannte die mit uns und Hunden spazieren geht. Sie ist Ärztin in Rente und sie sagt...die meisten Medikamente dürften nie verschrieben werden und gerade diese ppi sind alles andere als gut. Sie hat immer darauf geachtet nur im Notfall was zu verschreiben bzw wenn nötig. Inzwischen wird eh viel zu viel verschrieben.

Auch ich habe mit Unverträglichkeiten zu kämpfen und als ich ppi abgesetzt habe, brannte ich wie Feuer innerlich incl Entzündungen der Schleimhäute und Blutungen aus Darm. Das kam vom extremen Überschuss von Histamin usw. Magensäure war bei mir gar zu wenig bzw gar nicht vorhanden.
Mit Ernährungsumstellung usw bekam ich das in griff und es wurde immer besser. Unverträglichkeiten habe ich noch aber da ich dies beachte, habe ich keine Probleme mehr mit dem Magen und das brennen hatte ich auch aber ist weg. Mein Freund hatte das brennen auch aber wegen Histamin usw. Er nahm nie ppi aber hatte auch Unverträglichkeiten. Inzwischen kann er wieder Pizza essen. Nur Fruktose ist noch etwas ein Problem.

Ich wünsche alles Gute und es wird wieder!
LG Luna

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=16975
Danke LenaLena
https://www.philosophie-des-gesundwerde ... vensystem/

Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Lalelu
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 16:26

Danke für die Antwort, das macht mir Mut :)

Hattest du nach Absetzen der PPI auch diese bleiernde Müdigkeit für längere Zeit?
Seit März 2011: schwere Depression
Februar 2012: erster Psychiaterbesuch und 50 mg Fluoxetin, 20 mg Amitriptylin
2013: Absetzen von Amitriptylin funktioniert,
Kaltes Absetzen von Fluoxetin nicht (Angst, dass Depression wieder da ist), nach einigen Wochen Wiedereinnahme von halber Dosis
2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
2015: 10 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2016: 5 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2017: 3 mg ohne Beschwerden
Entwicklung einer Histaminintoleranz, starke Magenbeschwerden, leichte Gelbsucht, Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Allergenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
2018: 2 mg wöchentlich ohne Beschwerden
Mai 2018: 1 mg wöchentlich: strarker Schwindel, Gefühl als ob mein Hinterkopf unter Strom steht, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Zittrigkeit, Weinerlichkeit, das Gefühl „neben mir zu stehen“
Es geht also los :?

Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna » Samstag, 26.05.18, 17:10

Hallo Lalelu
Ich war schon mit den Medikamenten ständig müde aber konnte trotzdem nie gut schlafen.
Das ist leider ganz normal.
Kämpfe da nicht gegen an. Ich habe fast nur gelegen.

Liebe grüße
LG Luna

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=16975
Danke LenaLena
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Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Menschenskind
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Menschenskind: Venlafaxin absetzen / Pantoprazol (PPI) absetzen

Beitrag von Menschenskind » Montag, 30.07.18, 11:14

Guten Morgen an alle Mitglieder des Forums!

Es geht um Folgendes : Ich schleiche seit geraumer Zeit das Medikament Venlafaxin aus (detailierter Absetzverlauf in der Signatur), welches vielen hier wohl bekannt sein dürfte.
Abgesehen von den typischen Absetzsymptomen, die wiederkehrend bei einzelnen Reduktionsschritten auftauchen, habe ich Gott sei dank keine größeren Probleme mit dem Entzug / Absetzen bzw. mit den verbundenen Symptomen.

Nun habe ich im Spätsommer 2017 angefangen permanent Pantoprazol einzunehmen, weil ich unter Stress litt und sich dieser leider schnell auf meinen Magen verlagert (Gastritis). Soweit so gut. Habe das Pantoprazol dann auch nicht mehr abgesetzt, weil es mit dem Mittel natürlich um einiges bequemer ist seinen Alltag zu leben, wenn man auch noch gerne raucht & Kaffee trinkt. Anfangs 20mg, später dann bei 40mg gelandet, zog sich das eine ganze Zeit so hin.

Vor kurzem habe ich dann den Entschluss gefasst das Medikament aus meinem Organismus zu streichen, weil ich diese Abhängigkeit einfach nicht ewig aufrecht erhalten möchte. Der Schritt von 40mg auf 20mg lief problemlos ab, ich hatte keine Absetzsymptome. Danach versuchte ich den Schritt 20-0-20, also nur noch alle 2 Tage 20mg einzunehmen. Das hat nicht so gut funktioniert, hatte direkt Durchfall.

Das Problem ist aber jetzt, dass ich sowohl das Pantoprazol bei 20mg an sich gar nicht mehr vertrage, da nun einige NW eingetreten sind (Erschöpfung, Schwindel, Verdauungsstörungen (Klumpen im Magen), Übelkeit, Atembeschwerden), als auch, wie gerade erwähnt, der nächste Reduktionsschritt ja nicht funktioniert hat.
Das bedeutet, dass ich irgendwie mit dem Rücken zur Wand stehe & nicht so recht weiter weiß.
Um meinen Magen nicht weiter zu terrorisieren habe ich jetzt vor gut 4 Wochen mit dem Rauchen aufgehört, was positive Auswirkungen hat.

Trotzdem habe ich keine Ahnung, was ich jetzt machen soll, weil ich ja nebenbei auch das Venlafaxin fortlaufend entziehe.
Ich würde am liebsten das Pantoprazol so schnell wie möglich aus meinem Körper bekommen, weiß aber nicht, wie ich das anstellen soll.

Ich wäre dankbar für jeden Ratschlag von Personen, die sich mit der Thematik auskennen oder vielleicht in einer ähnlichen Misere stecken oder steckten und bedanke mich im Vorraus für jedwede Art von Hilfe.

Liebe Grüße und eine schöne Woche!
Diagnose: Vom behandelnden Psychiater Zwangsgedanken diagnostiziert.
Medikamente im Zeitverlauf: Ende 2014 Citalopram 20mg, ca. 1 Jahr, dann starke Müdigkeit >> Fluoxetin 20mg, 2-2,5 Monate, da keine Wirkung >> Clomipramin 20 mg, 3-4 Monate, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken >> Sertralin 200mg, ca. 2-2,5 Monate, keine Wirkung >> seit 16.11.2016 Venlafaxin 150 mg , 1-2 Monate >> Erhöhung auf 225mg, keine Wirkung >>Erhöhung auf 300mg, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken

Aktuelle Medikation Stand 22.07.18 : Venlafaxin(SSNRI), Mirtazapin(NaSSA), Pantoprazol seit ca. August 17' (PPI)

Absetzverlauf Venlafaxin ab 27.03.17

300mg: 27.03.17 bis 31.03.17
262,5mg: 01.04.17 bis 03.04.17
225mg : 04.04.17 bis 16.04.17
187,5mg: 17.04.17 bis 22.04.17 , danach wieder zurück auf 225mg weil starke Nebenwirkungen (Zwangsgedanken, grippeartige Symptome).

225mg: 23.04.17 bis 08.05.17 , ab diesem Zeitpunkt kam die Erkenntnis, dass ich in kleineren Schritten absetzen muss.
200mg: 09.05.17 bis 13.05.17, danach zurück auf 225mg wegen NW (Erschöpfung, Grippe-Symptome).
225mg: 14.05.17 bis 20.05.17 , danach dann Reduktion in noch kleinerem Schritt.
212,5mg: 23.05.17 bis 31.05.17, NW hielten sich in Grenzen.
200mg: 01.06.17 bis 16.08.17, innerhalb dieser Spanne allerdings mehrere gescheiterte Versuche zur Reduktion auf 187,5mg wegen zu starker NW ( Zerfahrene Gedanken, starke Konzentrationsschwierigkeiten, psychosomatische Symptome (Magen),
Schnell aufkommender Grübelzwang mit anschließender Grübelstarre).

187,5mg: 17.08.17 bis 10.12.17, Dauer aufgrund mehrerer gescheiterter Reduktionsschritte, zudem bin ich selbst bei dem Tempo zu experimentierfreudig bzw. voreilig gewesen (z.T. von 187,5mg auf 150mg innerhalb von wenigen Tagen), sodass ich im Endeffekt immer nur die Ausgangsdosis als Anker in der Not gesehen habe.

175mg: 11.12.17 bis 03.01.18
162,5mg: 04.01.18 bis 14.01.18
150mg: 15.01.18 bis 29.01.18, Magen-Darm Beschwerden, Blähungen, Bauchschmerzen, Antrieb vermindert, Verstärkung depressiver Symptome, Verstärkung v. Zwangsgedanken

137,5mg:
30.01.18 bis 18.03.18
125mg: 19.03.18 bis ???
112,5mg ??? bis 21.08.18

Medikament-Wechsel Heumann --> 1A Pharma
105mg 22.08.18 bis 25.08.18 , stark erlebte Depressivität, Blei in den Beinen. Zurück auf 112,5mg und Heumann Präparat
112,5mg 26.08.18 bis heute, erste Besserung der starken Depressivität. Weiterhin wenig Emotionen.

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Dienstag, 31.07.18, 12:51

Hallo Menschenskind :)

Wenn du seit Spätsommer 17 Pantoprazol nimmst, wirst du davon vermutlich abhängig sein und es ausschleichen müssen.
Pantoprazol ist leider denkbar ungeeignet zum Ausschleichen, weil es das nicht als Kapsel mit Kügelchen gibt sondern nur als magensaft resistent überzogene Tablette, die man keinesfalls "bearbeiten" darf, sonst wird sie im Magen durch Säuren und Verdaaungsenzyme angegriffen und unwirksam.
Ich möchte dir vorschlagen auf 20mg Esomeprazol oder 20mg Omeprazol zu wechseln, beides gibt es als Kapseln mit Kügelchen drinnen, die man öffnen und Pellets entnehmen kann.
Vor kurzem habe ich dann den Entschluss gefasst das Medikament aus meinem Organismus zu streichen, weil ich diese Abhängigkeit einfach nicht ewig aufrecht erhalten möchte. Der Schritt von 40mg auf 20mg lief problemlos ab, ich hatte keine Absetzsymptome. Danach versuchte ich den Schritt 20-0-20, also nur noch alle 2 Tage 20mg einzunehmen. Das hat nicht so gut funktioniert, hatte direkt Durchfall.

Das Problem ist aber jetzt, dass ich sowohl das Pantoprazol bei 20mg an sich gar nicht mehr vertrage, da nun einige NW eingetreten sind (Erschöpfung, Schwindel, Verdauungsstörungen (Klumpen im Magen), Übelkeit, Atembeschwerden), als auch, wie gerade erwähnt, der nächste Reduktionsschritt ja nicht funktioniert hat.
Das bedeutet, dass ich irgendwie mit dem Rücken zur Wand stehe & nicht so recht weiter weiß.
Um meinen Magen nicht weiter zu terrorisieren habe ich jetzt vor gut 4 Wochen mit dem Rauchen aufgehört, was positive Auswirkungen hat.
Alle 2 Tage nur etwas nehmen ist eine große Irritation für deinen Körper. Den Belegzellen im Magen werden jeden zweiten Tag widersprüchliche Infos gegeben; mal sollen sie HCl produzieren (kein Panto), mal sollen sie es lassen (an Tagen mit Pantoprazol Einnahme).
Besser ist es täglich eine konstante Dosis zu nehmen und diese eben abfallen zu lassen über Ausschleichen.

Mit dem Rücken zur Wand stehst du nicht :hug: .
Denke mal über den Wechsel auf Esomeprazol oder Omeprazol nach und bitte deinen Arzt dir ein Rezept mit aut idem Kreuz (wichtig) auszustellen, zB Esomeprazol 20mg Kapseln ratiopharm oder Omeprazol 20mg Kapseln ratiopharm, wie oben vorgeschlagen.


Viele Grüße, hast du Fragen?
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Menschenskind » Mittwoch, 01.08.18, 13:53

Hey Jamie,
vielen Dank für deine Rückmeldung.
Höchstwahrscheinlich bleibt mir das Ausschleichen dann auch bei dem PPI nicht erspart..aber wenigstens weiß ich jetzt, welche Präparate es auch mit Kügelchen gibt.
Eine Frage habe ich tatsächlich noch:

Und zwar besagt ja eine der drei Grundregeln vom Ausschleichen, dass man es einfach halten soll und nicht an der Dosierung von 2 Medikamenten gleichzeitig rumschrauben sollte,
ABER ich schleiche ja auch fortlaufend das Venlafaxin aus...

Wie soll ich da am besten vorgehen oder hast du vielleicht einfach einen Ratschlag dazu?

Spontan wäre mein Ansatz jetzt, dass ich das vielleicht mehr oder weniger abwechselnd gestalte..
Also die ersten 3-4 Wochen Reduktionsschritt Venlafaxin und in der darauffolgenden Zeitspanne dann Reduktionsschritt PPI..

Ergibt das Sinn?

Achja und übrigens großes Kompliment an das Forum!
Bin gerade in einer Phase, in der es mir nicht so gut geht & ich den Ende des Tunnels (Ende der Medikamenteneinnahme) nicht so richtig erkennen kann, aber das Lesen der Beiträge verdeutlicht einem immerhin, dass man nicht der Einzige auf der Welt mit diesen Problemen ist..

Liebe Grüße
Diagnose: Vom behandelnden Psychiater Zwangsgedanken diagnostiziert.
Medikamente im Zeitverlauf: Ende 2014 Citalopram 20mg, ca. 1 Jahr, dann starke Müdigkeit >> Fluoxetin 20mg, 2-2,5 Monate, da keine Wirkung >> Clomipramin 20 mg, 3-4 Monate, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken >> Sertralin 200mg, ca. 2-2,5 Monate, keine Wirkung >> seit 16.11.2016 Venlafaxin 150 mg , 1-2 Monate >> Erhöhung auf 225mg, keine Wirkung >>Erhöhung auf 300mg, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken

Aktuelle Medikation Stand 22.07.18 : Venlafaxin(SSNRI), Mirtazapin(NaSSA), Pantoprazol seit ca. August 17' (PPI)

Absetzverlauf Venlafaxin ab 27.03.17

300mg: 27.03.17 bis 31.03.17
262,5mg: 01.04.17 bis 03.04.17
225mg : 04.04.17 bis 16.04.17
187,5mg: 17.04.17 bis 22.04.17 , danach wieder zurück auf 225mg weil starke Nebenwirkungen (Zwangsgedanken, grippeartige Symptome).

225mg: 23.04.17 bis 08.05.17 , ab diesem Zeitpunkt kam die Erkenntnis, dass ich in kleineren Schritten absetzen muss.
200mg: 09.05.17 bis 13.05.17, danach zurück auf 225mg wegen NW (Erschöpfung, Grippe-Symptome).
225mg: 14.05.17 bis 20.05.17 , danach dann Reduktion in noch kleinerem Schritt.
212,5mg: 23.05.17 bis 31.05.17, NW hielten sich in Grenzen.
200mg: 01.06.17 bis 16.08.17, innerhalb dieser Spanne allerdings mehrere gescheiterte Versuche zur Reduktion auf 187,5mg wegen zu starker NW ( Zerfahrene Gedanken, starke Konzentrationsschwierigkeiten, psychosomatische Symptome (Magen),
Schnell aufkommender Grübelzwang mit anschließender Grübelstarre).

187,5mg: 17.08.17 bis 10.12.17, Dauer aufgrund mehrerer gescheiterter Reduktionsschritte, zudem bin ich selbst bei dem Tempo zu experimentierfreudig bzw. voreilig gewesen (z.T. von 187,5mg auf 150mg innerhalb von wenigen Tagen), sodass ich im Endeffekt immer nur die Ausgangsdosis als Anker in der Not gesehen habe.

175mg: 11.12.17 bis 03.01.18
162,5mg: 04.01.18 bis 14.01.18
150mg: 15.01.18 bis 29.01.18, Magen-Darm Beschwerden, Blähungen, Bauchschmerzen, Antrieb vermindert, Verstärkung depressiver Symptome, Verstärkung v. Zwangsgedanken

137,5mg:
30.01.18 bis 18.03.18
125mg: 19.03.18 bis ???
112,5mg ??? bis 21.08.18

Medikament-Wechsel Heumann --> 1A Pharma
105mg 22.08.18 bis 25.08.18 , stark erlebte Depressivität, Blei in den Beinen. Zurück auf 112,5mg und Heumann Präparat
112,5mg 26.08.18 bis heute, erste Besserung der starken Depressivität. Weiterhin wenig Emotionen.

Clown
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Clown » Mittwoch, 01.08.18, 14:21

Hallo Menschenskind,

ich habe 40 Mg Omeprazol über Jahre genommen. Bin aber auch dabei das Mirtazapin
abzusetzen. Als ich mich entschieden habe das Omeprazol abzusetzen, habe ich beim
Mirtazapin eine Absetzpause eingelegt. Im Rückblick war es gut so. Hat mich zwar um
1 Jahr beim Mirtazapin zurückgeworfen, aber für die Lebensqualität war es besser.
Beim Absetzen vom Omeprazol hatte ich oft Magendrücken, Sodbrennen und das Gefühl einen
Klumpen im Magen zu haben. Mir hat da Retterspitz sehr gut geholfen. Schmeckt zwar wie
Badewasser, aber wenn’s schön macht—))
LG
Achim
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Menschenskind
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Menschenskind » Mittwoch, 01.08.18, 19:19

Hallo Clown,
danke für deinen Beitrag.
Ja das mit dem Pausieren der Reduktion beim anderen Medikament wäre natürlich auch eine Option.
Ich muss mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Ich glaube ich bin da zu ungeduldig, ich würde am liebsten so schnell wie möglich gar nichts mehr nehmen und alles schnell absetzen, aber das geht natürlich nicht :(
Diagnose: Vom behandelnden Psychiater Zwangsgedanken diagnostiziert.
Medikamente im Zeitverlauf: Ende 2014 Citalopram 20mg, ca. 1 Jahr, dann starke Müdigkeit >> Fluoxetin 20mg, 2-2,5 Monate, da keine Wirkung >> Clomipramin 20 mg, 3-4 Monate, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken >> Sertralin 200mg, ca. 2-2,5 Monate, keine Wirkung >> seit 16.11.2016 Venlafaxin 150 mg , 1-2 Monate >> Erhöhung auf 225mg, keine Wirkung >>Erhöhung auf 300mg, keine Wirkung gegen Zwangsgedanken

Aktuelle Medikation Stand 22.07.18 : Venlafaxin(SSNRI), Mirtazapin(NaSSA), Pantoprazol seit ca. August 17' (PPI)

Absetzverlauf Venlafaxin ab 27.03.17

300mg: 27.03.17 bis 31.03.17
262,5mg: 01.04.17 bis 03.04.17
225mg : 04.04.17 bis 16.04.17
187,5mg: 17.04.17 bis 22.04.17 , danach wieder zurück auf 225mg weil starke Nebenwirkungen (Zwangsgedanken, grippeartige Symptome).

225mg: 23.04.17 bis 08.05.17 , ab diesem Zeitpunkt kam die Erkenntnis, dass ich in kleineren Schritten absetzen muss.
200mg: 09.05.17 bis 13.05.17, danach zurück auf 225mg wegen NW (Erschöpfung, Grippe-Symptome).
225mg: 14.05.17 bis 20.05.17 , danach dann Reduktion in noch kleinerem Schritt.
212,5mg: 23.05.17 bis 31.05.17, NW hielten sich in Grenzen.
200mg: 01.06.17 bis 16.08.17, innerhalb dieser Spanne allerdings mehrere gescheiterte Versuche zur Reduktion auf 187,5mg wegen zu starker NW ( Zerfahrene Gedanken, starke Konzentrationsschwierigkeiten, psychosomatische Symptome (Magen),
Schnell aufkommender Grübelzwang mit anschließender Grübelstarre).

187,5mg: 17.08.17 bis 10.12.17, Dauer aufgrund mehrerer gescheiterter Reduktionsschritte, zudem bin ich selbst bei dem Tempo zu experimentierfreudig bzw. voreilig gewesen (z.T. von 187,5mg auf 150mg innerhalb von wenigen Tagen), sodass ich im Endeffekt immer nur die Ausgangsdosis als Anker in der Not gesehen habe.

175mg: 11.12.17 bis 03.01.18
162,5mg: 04.01.18 bis 14.01.18
150mg: 15.01.18 bis 29.01.18, Magen-Darm Beschwerden, Blähungen, Bauchschmerzen, Antrieb vermindert, Verstärkung depressiver Symptome, Verstärkung v. Zwangsgedanken

137,5mg:
30.01.18 bis 18.03.18
125mg: 19.03.18 bis ???
112,5mg ??? bis 21.08.18

Medikament-Wechsel Heumann --> 1A Pharma
105mg 22.08.18 bis 25.08.18 , stark erlebte Depressivität, Blei in den Beinen. Zurück auf 112,5mg und Heumann Präparat
112,5mg 26.08.18 bis heute, erste Besserung der starken Depressivität. Weiterhin wenig Emotionen.

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Clown » Donnerstag, 02.08.18, 13:22

Hallo Menschenskind,

Geduld ist nicht gerade mein 2 Vorname. Ich kann dich sehr gut verstehen.
Hätte meine ganzen Medikamente auch lieber von heute auf morgen abgesetzt.
Eins hat mich dieses Absetzen aber gelehrt, es geht nicht mit der Brechstange
Der Körper gibt das Tempo vor, nicht der Kopf.
Ich habe/hatte die gleichen Absetzsymtome mit Mirtazapin, wie auch mit Omeprazol.
Wenn ich da beides abwechselnd abgesetzt hätte, wie hätte ich es dann zu ordnen können.
Auch beim Omeprazol ist es sehr ratsam langsam vorzugehen.
Wenn ich bedenke wie lange ich diese Medikamente schon schlucke, dann kommt es auf
1 Jahr auch nicht mehr an.
Der Weg ist das Ziel
LG
Achim
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Anikke
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Anikke » Freitag, 17.08.18, 7:35

guten morgen,
ich habe mal eine Frage.
mich plagt ständiges Sodbrennen schon sehr lange, und gerade habe ich mich auch in runde 2 der körperlichen Abklärung begeben.
z.zt ist es leider so, dass ich auch bei sehr achtsamer, histaminfreier, magenschonender Ernährung nachts Sodbrennen habe und davon erwache :(
tags kann ich mit 1000 hausmittelchen gegensteuern, nachts läuft dann die Säure bis ich aufwachen :(
es ist vollkommen egal, wann ich esse und was ich esse..
nun habe ich die Idee, vllt einer kleinen Dosis esomepratzol gegenzusteuern, bis ich die Untersuchungen bewältigt und ggf die Ursache beseitigt ist.
ich habe also die Kapsel esomepratzol geöffnet und die Kügelchen halbiert u eingenommen gestern abend. ich erhoffte mir, dass dadurch nachts die Säure eingedämmt wird und ggf. tagsüber für die verdauungsprozesse verfügbar ist.
was meint ihr, kann ich das so machen für ca 4 Wochen?
oder wirkt das esomep. nur bei voller Dosis?
gestern Nacht war es unverändert, aber ppi brauchen ja auch ihre Zeit.
was meint ihr?
liebe grüße anikke
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von LinLina » Freitag, 17.08.18, 8:23

Liebe Anikke :-)

Ppi wirken nicht als Akutmittel, sie wirken etwas zeitverzögert und dann aber etwa 24 Stunden lang. Auch wenn du eine niedrigere Dosis nimmst, wird das wahrscheinlich eher die Säureproduktion insgesamt etwas zurückfahren, nicht nur nachts.

Ab welcher Dosis es ausreichend wirkt ist denke ich wie bei PP individuell, das müsstest du probieren, ich würde allerdings immer mindestens einige Tage warten bis du abschätzen kannst ob es hilft oder nicht.

Aber ich bin mit Ppi nicht so erfahren, evt. meldet sich noch jemand.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Juna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Freitag, 17.08.18, 9:09

Huhu Anikke,

das kommt mir seeeehr bekannt vor, ich habe viele Monate nur mit hochgelagertem Oberkörper liegen können, weil die Säure nachts sonst so hoch gestiegen ist. (mochte mein Rücken mit der Versteifung (Titanstäbe und Co) so gar nicht)

I'm äußersten Akutfall habe ich dann Gaviscon dual genommen, ist nichts für längere Zeit, hat mir aber beim "gurgeln" mit der Säure Linderung verschafft.

Gute Besserung

LG
Juna
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https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=11366



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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Anikke » Samstag, 18.08.18, 9:23

guten morgen,
danke Lina und juna.
ich habe gestern abend zum 2. mal 10 mg esomeprazol genommen.
die letzte Nacht war schon besser. ernährungsmäßig ist RS hier gerade unterirdisch weil ich ständig zu Geburtstagen eingeladen bin.
und es ist erstaunlich, dass schon 1/4 der üblichen Dosis hilft.
ich warte noch ein paar Tage ab und wenn es sich genauso anfühlt als würde ich die volle Dosis einnehmen, gehe ich weiter runter.
Liebe grüße anikke
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Juna » Samstag, 18.08.18, 9:40

Huhu Anikke,

das ist nicht wertend oder angreifend gemeint, Du musst selber für Dich entscheiden, was gut für Dich ist und was Du machen möchtest.

Ich habe meine Ernährung gezwungenermaßen unheimlich umstellen müssen, da ich durch die PPI´s vermutlich unzählige Unverträglichkeiten entwickelt habe.
Ich kann halt vieles nicht essen und ich für mich, würde einen Teufel tun, irgendwo Sachen zu essen, die ich nicht vertrage. Das "Nein" ist mein treuester Begleiter, bzw das "das kann/darf ich nicht essen, das vertrage ich nicht".
Ich habe festgestellt, dass ich mich damit arrangieren kann, ich tue es für mich, es ist mein Wohlbefinden.
Für meinen heißgeliebten Feldsalat habe ich es mir z.B. so eingerichtet, dass ich ganz bewusst einmal im Jahr sündige, wenn es den beim Bauern frisch vom Feld gibt, kaufe ich den einmal und dann gibt es ein Abendessen, welches nur aus Feldsalat besteht (zumindest für mich, meine Portionen sind auch immer noch relativ klein), ich genieße den dann aus vollen Stücken, mit dem Bewusstsein, dass mein Magen und mein Darm den nicht vertragen und ich dann danach Probleme habe, das ist für mich dann vertretbar.
Es gibt andere LM´s, mit denen würde mir das im Traum nicht einfallen, z.B. Paprika, ich würde soooooo gerne eine gefüllte Paprikaschote nach über 20 Jahren essen, aaaaaber ich reagiere schon hochgradig und äußerst heftig, wenn auch nur ein Fitzelchen Paprika in iwas drin ist, shit happens, gg, träumen muss man auch mal :P
...oder ein Mettbrötchen mit frischen Zwiebeln, ähm, sry, ich schweife ab und laber nur rum.

Wenn Du reduzierst, achte dabei darauf, auf Dich zu hören, ich wünsche Dir ganz viel Erfolg dabei, es wird bestimmt nicht leicht und angenehm, dieses Gefühl, wenn man das Sauzeug nicht mehr nimmt, ohne klar kommt, mit Alternativen viiiiiiiiel besser leben kann und nicht mehr die ganzen NW´s hat ist...unbeschreiblich und richtig gut. Mein Körper erholt sich immer noch von der jahrzehntelangen Vergiftung, bei mir wurde der PPI bevor ich mich dann genauer damit befasst habe, ja immer höher und höher geschraubt, was nur dafür sorgte, dass mein Sodbrennen und Co nur immer noch schlimmer wurden, es gab Nächte, da konnte ich nur sitzen, weil die Säure so hochgestiegen ist und jedes auch nur minimale Liegen mir die Hölle auf Erden bereitet hat.
Dafür ist es jetzt richtig gut, klar habe ich meinen Reizmagen und meinen Reizdarm, die Hiatushernie und meine Probleme, es fühlt sich aber gut und richtig an.

Einen schönen Samstag,
Juna
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