hat dich dein hausarzt als depressiv diagnostiziert?
nach einem gruendlichem koerperlichen check wurde ich in die psychiatrie ueberwiesen. ich hab das ganze angestossen, der arzt waere zu verklemmt gewesen mir das direkt zu sagen. er kennt aber die familiengeschichte und hat meine "hinweise" ernst genommen.
hast du schon tricyclische AD´s probiert? Wenn ja, welche?
ich bekam zum ruhigstellen zuerst remergil (30mg/abends). dir wirkung kam nach der ersten tablette. ich konnte schlafen, meine depressiven gedanken wurden unterdrueckt, angst, rueckschmerzen und allergien verschanden/besserten sich nach 3-4 tagen und ich sass apathisch den ganzen tag herum und starrte dinge an. nach einiger zeit wurde es besser und ich bekam jeden tag eine art ernuechterungsschub um eine gewisse uhrzeit. da ich aber 18 stunden am tag mit schlafen verbrachte, ging das ganze nach hinten los. massive gewichtszunahme und die unfaehigkeit in einer gesellschaft zu leben.
danach wurde ich mit imipramin misshandelt. 10mg am morgen. ich hatte rachenschmerzen und massive kreislaufprobleme, verstopfung und meine arme und beine sind angeschwollen. nach 6 tagen habe ich es abgesetzt und bekam massive panikattacken ueber mehrere tage.
aufgrund dieser fehlbehandlung wollte man mich mit zyprexa ruhigstellen und meine gesellschaftsfaehigkeit? mit trevilor wieder herstellen. das rezept habe ich hier immernoch liegen.
zum schlafen bekam ich dann noch trimipramin und zopiclon. das hab ich dann gleich missbraucht und die therapeutische dosis war nicht mehr wirksam. das war nur eine sehr kurze zeit, ich kenne diese suchtentwicklung schon gut genug. aufgedreht hat uebrigens nur trimiparin gewirkt, da haette ich den ganzen tag zopiclon essen koennen und ich waere nur gedaempft gewesen.
warst du schon mal bei einem spezialisten? wenn nicht rate ich dir auf alle fälle einen spezialisten aufzusuchen.
ich bin bei einem psychiater. allerdings hab ich sehr viel respekt vor diesen aerzten verloren. vertrauen war nie da, s.h. weiter unten.
verschiedene TCA haben auch verschiedene Nebenwirkungen, die unter umständen symptome wie schlafstörungen positiv beeinflussen können.
ich leide nachts stark an angst/panik. depressiv ist es weg (verdraengt??), manisch klar und deutlich panik mit koeperlichen symptomen.
prinzipiell können SSRI angewandt werden wenn klassische TCA nicht helfen, oder die NW zu stark sind. Es gibt aber auch sog. nicht-SSRI, auch mit verschiedenen vor- bzw nachteilen.
also ist es voellig normal erstmal tetra und trizyklische ADs zu geben? verschiedene psychiater haben da imho vorlieben. wenn ich nicht gerade total durch war, bekam ich sogar gar keine ADs.
alternativ kommen dann auch noch sog. monoaminoxidase-inhibitoren (auch verschiedene präparate) in frage. da sollte aber erstmal eine behandlung mit SSRI probiert werden. wie du siehst gibt es eine ganze reihe an behandlungsmöglichkeiten.
ich habe mich zu SSRI entschlossen, da es mir auch als letztes wegen der nebenwirkungen angeboten wurde.
wie kommst du darauf, dass es sich um eine bipolare störung handeln könnte? beschreib doch mal eine deiner manischen episoden. als hypoman werden solche symptome in der regel bezeichnet, wenn die auswirkungen auf soziale und berufliche bereiche nicht schwerwiegend sind. wie schätzt du das bei dir ein?
inzwischen hat es massive auswirkungen. wie ich leider im nachhinein feststellen musste, haben sich die medikamente sehr nachteilig darauf ausgewirkt.
meine mutter, mein vater und meine schwester leiden auch unter der stoerung. beruflich erfolgreich, sozial eine null. bei mir tritt das ganze aber in anderen dimensionen auf.
zur behandlung von bipolaren störungen, die nicht selten von schizophrenen symptomen begleitet werden, kommen vor allem lithium salze in frage, oder bei akuten episoden auch antischizophrenika.
ja, wie ich schon schrieb, sollte das nach einer art imipramin induzierten psychose gemacht werden. ich kenne den zustand ja schon lange, deshalb hab ich es nicht gemacht und bin sehr froh darueber. es ging von alleine wieder weg, auch wenn es ein wenig schlimmer ist als zuvor (einbildung? die angst vor der angst...)
wie beschreibe ich mich manisch... meist bemerke ich den zustand nicht, sondern andere beschweren sich ueber den wahnsinn den ich verbreite. das ist natuerlich sozial abtraeglich, haelt sich aber in grenzen. das drepessive verhalten wirkt wesentlich staerker auf mein sozialleben.
euphorie, tatendrang, kommunikationsueberschuss, selbstvertrauen, perfektionismus, aggressivitaet (unterdrueckt durch flucht, selten mal komplett ausgelebt), ungehemmtheit, gestoerte sprache, unkonzentriertheit, gedankenflut depressiver gedanken, staendige suche nach einer daseinsberechtigung und dem sinn des lebens.
nach laengeren gespraechen mit meiner mutter wurde mir klar, sie leidet(litt) genau unter diesem problem. hat aber zum glauben gefunden und ist seit dem "brefreit" von all diesen qualen, hat nauterlich zweifel und sie findet blockt teilweise diskussionen mit dem thema.
die erste phase hatte ich mit 9 oder 10 jahren. das gab damals diverse probleme in der schule und wurde mit 15-16 auf die pubertaet geschoben. ich war mit 12 schon damals beim schulpsychiater. allerdings konnte ich geschichten erfinden, die plausibler waren, als jede wahrheit. deswegen standen dann meine eltern als die dummen da...
mit 14 bekannen auch alkoholexzesse, ich war kaum noch ein wocheende nuechtern. andere drogen eher nicht, selten mal eine zigarette... das hat sich aber in/nach der pubertaet wieder gegeben.
hyperaktiv war ich auch, aber so dumme sachen wie ADHS lasse ich mir sicher nicht anhaengen.
die staerke der manischen phasen war eigentlich immer direkt proportional zu den depressiven. was zuerst kam weiss ich nicht. manisch kann mehrmals am tag auch wieder zu depressiv wechseln, umgekehrt nicht. wenn ich depressiv bin (ein gutes anzeichen ist langer schlaf, 12-14h) bin ich immer antriebslos etc...
einher gehen immer vegetative stoerungen wie harnverhaltung, verstopfung, schlafstoerungen, esstoerungen, rueckenschmerzen, magenschmerzen, herzklopfen, hoher blutdruck, schweissausbrueche... ich nehme in der zeit meist massiv ab, das belastet meinen kreislauf wieder und hilft dem teufelskreislauf natuerlich.
ob schizophrenen symptomen weiss ich nicht. ich hatte noch nie in meinem leben optische oder akkustische halluzinationen. es sind "nur" gedanken, keine bilder.
diverse depersonalisierungszustaende hatte ich schon mit fieber. wollte ich nur kurz erwaehnen, hat ansich keinen einfluss auf mein leben.
derzeit ist alles sehr schlimm. ich kann nicht mehr arbeiten, keine bankautomaten mehr bedienen und werde zum legastheniker. geschriebene saetze sind kaum moeglich, meist ein einziger seitenlanger wirrer satz. so geht es auch mit der sprache, versprecher etc... ich wollte eigentlich gestern schon antworten, aber den text haette niemand verstanden. heute morgen sass ich selbst davor... wie bitte???
schizophrenen symptomen
generell ist lithium aber geeignet zur prophylaktischen und akuten behandlung bipolarer störungen und wirkt sich auch noch positiv auf depressive episoden aus.
(was motiviert dich zeitungsartikel zu sammeln und unter welchen gesichtspunkten wählst du diese aus?)
ein grund ist wohl, dass ich schon sehr lange ueber gott und die welt nachdenke. ich sass schon im kindergarten alleine im sandkasten, habe gespielt und dabei staendig ueber diese themen nachgedacht. warum bin ich auf der welt etc.. fragen auf die es keine antworten gibt.
inzwischen versuche ich mein weltbild zu festigen und es leuten aufzudraengen, ich hab immer recht. aber insgeheim muss ich mir durch die zeitungsaritkel selber staendig vor augen halten, wie falsch, desinformativ und luegnerisch die welt ist.
z.b. religionsdiskussionen mit mir sind der absolute horror und werden meist von der gegenseite abgebrochen und ich als wahnsinnig hingestellt.
aber wie gesagt, du solltest sowas auf alle fälle mit einem spezialisten besprechen.
ich versuche im moment mit den medikamenten dafuer geeignet zu werden. es gibt noch viele punkte, an dem ich trotze und anfange mir selber etwas vorzumachen. am liebsten wuerde ich mich selbst alleine heilen. es ist einfach zu schwierig zuzugeben, dass es kein mensch kann alleine mit solchen gedanken zu leben.
danke fuer die antwort!
ansonsten muss das ziemlich "verrueckt" klingen, oder irre ich mich da etwa?
ps: permanente kleinschreibung und weglassen von hallo/gruesse/danke (auch telefon, direkter kontakt) sind auch so nervige zwaenge.