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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Arianrhod
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Arianrhod »

Eine kleine Erfolgsmeldung vpn der seit 2014 neuroleptikafreien Arianrhod.
Heute mit meiner Hausärztin über meine Blutwerte gesprochen:

- Blutzuckerspiegel sehr gut.
- Cholesterinwerte ausgezeichnet
( trotz meines Übergewichtes)
- Leberenzyme wieder alle im grünen Bereich
-Nierenfunktion :gut

Es lohnt sich also auch für meinen Körper, keine PP mehr zu nehmen - juhu !!!!

Zur Erinnerung: In meinen PP-Zeiten war ich prädiabetisch, Leber-und Nierenfunktion sehr schlecht, alle Leberenzyme stark erhöht :(

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Murmeline
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline »

:party2: :party2: :party2:
Muryell
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Muryell »

Liebe Arian,

mir kommen die Tränen, wenn ich eine Erfolgsgeschichte lese. Jetzt habe ich auch eine Gänsehaut bekommen.
Ich freue mich sehr für Dich und mit Dir. :party2:

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
Seestern
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Seestern »

Hallo Zusammen
Am 16.12.2017 habe ich die letzten 25mg Lyrica genommen.... Die erste Nacht war etwas unruhig ansonsten ging es gut..... Paar Tage später kamen Grippe Symptome.... Einen Tag später bekam ich eine Panik Attacke.... Jetzt habe ich immer Mal wieder zittern, etwas unangenehm aber verschwindet immer nach ein paar Minuten..... Aber ich kann sagen, es wird täglich etwas besser...... Ich bin sehr dankbar über die Informationen von adfd, so konnte ich von den Erfahrungen von anderen profitieren...... Alle 4-6 Wochen runter dosieren, das war sehr gut für mich........Ich werde euch in ein paar Wochen informieren, wie es mir geht..... Vielen herzlichen Dank für euch alle.... Ihr seit wunderbar..... Ganz liebe Grüße Seestern
Im August 2016
in Klinik wegen Bornout und Panikstörung.
Medikament:
Relaxan 3×2, redormin 500 mg , Magnesium 400mg, Krillöl, Multivitamine A-Z, Vitamin B12 und D3 2500 mit K2 200mg.......
Weiter in Psychiatrischen Behandlung bis März 2017 als geheilt entlassen.
Oktober 2016 Pregabalin eingeschlichen bis 300mg.
Absetzverlauf:
31.10.2016 150-0-150
09.12.2016 75-75-75
18.12.2016 75-0-75
02.01.2017 37-37-37
07.01.2017 75-0-75 erhöht wegen Absetzsymptome
20.01.2017 75-75-75 erhöht wegen Angst Symptome und schmerzen im Brustkorb.
27.01.2017 75-50-75
21.02.2017 50-50-75
14.03.2017 50-50-50
22.03.2017 25-50-50
29.03.2017 50-50-50 erhöht wegen starken Spannungs Absetzsymptome
07.04.2017 50-50-75 immer noch Spannungssymptome
20.04.2017 75-75-75 Panikattacken geht mir nicht gut
27.05.2017 75-50-75 geht mir viel besser seit der Reduzierung.
01.07.2017 75-50-50 leichte Schlafstörung, etwas Spannungsschmerzen, schwitzen.
05.08.2017 50-50-50. 1. Nacht etwas Panikstörung, danach gar keine Probleme, es geht mir so gut wie schon Monate nicht mehr....
02.09.2017 50-25-50 erste Nacht etwas unruhig geschlafen, ganz leichte Symptome......
07.10.2017 50-0-50 etwas unruhig am 2. Tag jetzt geht es wieder gut....
04.11.2017 25-0-50 erste Nacht etwas unruhig...
Jetzt geht es wieder gut..,.....
21.11.2017 25-0-25 erste Nacht gut geschlafen, konnte etwas schlecht einschlafen.
2. Nacht etwas unruhig, den Tag durch ging es sehr gut...
28.11.2017 0-0-25 am Tag etwas Spannungssymptome, ziemlich gut geschlafen. Es geht mir immer besser.......
Am 11. Tag Panik Attacke, danach etwas Spannungssymptome am Oberbauch....... psychisch bin ich stabil......
17.12.2017 0-0-0 schlafe etwas unruhig, ansonsten bis jetzt gut......
:party2: :party2: :party2:
padma
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Seestern, :)

herzlichen Glückwunsch zur 0 :party2: :party2: :party2:

Ich drücke dir die Daumen, dass die restlichen Symptome jetzt auch bald nachlassen.
Schön, dass du uns in ein paar Wochen erneut berichten wirst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Jamie »

Hallo Seestern, :)

vielen Dank für das Update und auch für deine freundlichen Worte für das Forum.
Ich wünsche dir, dass es kontinuierlich weiter besser wird und Glückwunsch zur Null! :party2:

Alles Gute für 2018
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo :) ,

Filzblume hat erfolgreich Fluspirilen abgesetzt :party2:
Nun aber wieder eine Sachstandsmeldung. ICH BIN CLEAN! Es wird kein Fluspi mehr gespritzt. Bei 0,3 ml haben wir aufgehört. Das wurde zu fummelig. Auf eine Verdünunng wurde verzichtet, war zu kribbelig.

Ich habe leichte Entzugssymptome, die aber auszuhalten sind. Es ist mir über Tag immer wieder ein wenig übel oder bekomme Unruhe im Körper und ab und zu kommt ein leichter Wattekopf. Das habe ich aber recht gut in den Griff bekommen. Bei Unruhe ziehe ich ich zurück und jetzt kommt der Knaller. Ich habe es für mich entdeckt auch im Winter Zeit auf dem Balkon zu verbringen. Aber nicht nur 5 Minuten - nein, teilweise bis zu zwei Stunden. Und je kälter desto besser.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 73#p224773
annemika
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von annemika »

Hallo! :o
Kompliment, dass du abgesetzt hast und tapfer mögliche Entzugssymptome erträgst. Ich bewundere alle, die absetzen, denn ich weiss, wie schwer (wenn nicht sogar unmöglich) es ist.
Ich frage mich auch immer, ob man nicht einfach den letzten Schritt (zum Absetzen) durchzieht, und die Prozedur nicht unnötig in die Länge zieht. Denn das monate- bzw. jahrelange Absetzen ist auch schwer erträglich, da immer irgendwelche Absetzsymptome vorhanden sind und man einfach nicht zur Ruhe kommt. Ich bin inzwischen so ängstlich, dass ich alle Wehwehchen auf den Absetzversuch zurückführe und sofort wieder aufdosiere. Natürlich habe ich auch den Druck bei der Arbeit zu funktionieren. Doch solche Erfolgsgeschichten wie deine, lassen Hoffnung schöpfen. Es ist schlimm, wenn man durch ein Medikament viel kränker wird, als man es je war. Liebe Grüße Annemika
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte körperliche Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid - Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid - Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome, Erhöhung auf 75 mg Sulpirid
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Februar 2014: 25 mg Sulpirid, starke depressive Symptome, starke körperliche Schwäche, Erhöhung bewirkt nichts
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, Sulpirid abgesetzt - sofort wieder sehr starke Schwäche
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, Akathisie, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (s.o)
Mitte August 2017: 0 Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (s.o)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben), wieder aufdosiert auf 35 mg
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne)
März 2018: Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
Mitte März 2018: Valproinsäure 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
Mitte Juni: Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, Akathisie durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
Ende Juni: Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid,
Ende Juli: 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden
Ende September 2018: 17.5 mg Sulpirid durch die Wasserlösmethode, 25 mg Metaprolol, stabil
Mitte Oktober 2018: 16 mg Sulpirid, 25mg Metaprolol, stabil
Ende November 2018: 12,50mg Sulpirid, 25mg Metaprolol, Herzbeschwerden Anfang Dezember 2018: 12mg Sulpirid, 25mg Metaprolol, starke innere Unruhe
3. Dezember 2018: 12,5mg Sulpirid, 25mg Metaprolol, sehr starke innere Unruhe
Flummi

Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Flummi »

Hallo,
Ich finde nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, das Ausschleichen von Neuroleptika gut. Auch, aus einem anderen Grund :

Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente.
Ich schätze sehr, dass mir diese Unterteilung hier noch nicht begegnet ist.
Alles Gute Euch weiterhin, die wieder ohne Neuroleptika Leben. Ich bin grad etwas einsam im Ausschleich-Prozess und Les gern Euren Thread.
Claudia
Arianrhod
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Arianrhod »

Flummi hat geschrieben: 06.02.2018 10:02 Hallo,
Ich finde nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, das Ausschleichen von Neuroleptika gut. Auch, aus einem anderen Grund :

Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente.
Ich schätze sehr, dass mir diese Unterteilung hier noch nicht begegnet ist.
Alles Gute Euch weiterhin, die wieder ohne Neuroleptika Leben. Ich bin grad etwas einsam im Ausschleich-Prozess und Les gern Euren Thread.
Claudia
Hallo Claudia,

"Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente."




diesen Satz hatte ich nicht so genau verstanden; meinst du damit, die Gruppe der Leute, die mit einer Psychose diagnostiziert wurden, im Gegensatz zu den Depressiven?

Mittlerweile gibt es freilich auch viele Menschen mit Depression , die NL bekommen, als sogenanntes "add-on" oder auch alleine wie Quetiapin;
sowie Menschen mit Bipolarität, irgendwelchen Persönlichkeitsstörungen, Traumata -und auch immer häufiger: Mit Schlafstörungen und chronischen Schmerzen
Die Gruppe der Neuroleptika-Konsumenten ist doch sehr inhomogen.

Oder meintest du was ganz anderes?

liebe Grüße Arian
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Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Flummi

Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Flummi »

Hallo Arian,

Mir ist dann auch aufgefallen, dass es ja noch mehr Diagnosen gibt als Psychose/Schizophrenie, wo NL angewendet werden. Ich meinte eigentlich die oben genannten Diagnosen.

Liebe Grüsse,
Claudia
padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

Potatoiv :) ist zwar noch nicht ganz auf 0, aber nach ihrem langen, schweren Verlauf ist ihr Beitrag so mutmachend, dass ich ihn hier rein kopiere:


Hallo ihr lieben, auch geplagten Menschen!

Ich bin ja wirklich sehr sehr langsam unterwegs mit meinen letzten Absetzschritten, aber ich habe in den letzten Jahren soviel mitgemacht, so unerträgliche Zustände gehabt durch diese Sch...Psychopharmaka, dass ich einfach gar nicht mehr leiden will und es jetzt sehr sehr langsam mache.
Was soll ich sagen...mein Nervensystem und mein Körper haben sich durch das Ruhegeben, das nichts mehr an Psychopharmaka ausprobieren und wechseln, das sooo extrem langsame Absetzen sehr sehr gut erholen können!
Mir geht es im Vergleich zum BEginn einfach wirklich gut.
Ich habe jetzt vor ca. 2 Wochen von einer halben Zyprexa auf eine Viertel gewechselt und habe diesmal gar keine Absetzsymptome bemerkt- aber ich bin sicher, dass ist deshalb, weil ich eben meinem Körper so lange Zeit zur Regeneration von diesem Müll gegeben habe und auch nur mehr so eine kleine Minidosis nehme...dadurch weniger " vergiftet" werde schon so lange Zeit.
Ich wollte mich nur melden, um anderen Mut zu machen, durchzuhalten- und sei es auch noch so schlimm- ich hatte wirklich jahrelang so gut wie alle furchtbaren Symptome, die man haben kann, weil mich die Ärzte so fies, im ständigen Wechsel mit diesen Medikamenten eigentlich zugrundegerichtet haben....die Gründe für die Einnahme waren nicht so arg, was dann dadurch passiert ist.
Jetzt habe ich wirklich wieder Lebensqualität- ich bin nicht zu hundert Prozent Symptomfrei- leider- manchmal hab ich noch leichte Angstzustände, machmal schlägt noch die Depression ein bisschen zu- aber nichts im Vergleich zu davor....vielleicht ist es auch noch wirklich die Grunderkrankung durch das Fluorchinolon- vielleicht haben sich die jahrelangen Zustände einfach reingefressen....aber ich fühle mich meistens einfach sehr sehr wohl!
Ich geniesse jetzt auch das Ganze viel viel mehr- es ist wie ein zweites Leben- was glaube ich nur Leute verstehen können, die mal so gelitten haben- man wird für alles so dankbar!
Also mir geht es wirklich sehr gut- ich bin sicher, dass ich bald wieder ganz die Alte sein werde- ich kann es spüren....
Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass ich bald auch das letzte Fitzelchen weglassen könnte, ohne allzu grobe Probleme- aber mal schauen- ich werde es wissen, wann es so weit ist!

Bitte haltet alle durch- es gibt wirklich ein Leben danach!!
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Klopfer »

Hallo ,ich habe über 10 Jahre Sulpirid genommen ,die letzten drei Jahre ,wo ich das Sulpirid noch genommen habe ging es mir immer schlechter und da entschied ich dieses Medikament abzusetzen . Ich war bei drei Psychiater und keiner wollte mir helfen , wollten mir dann immer ein anderes verordnen oder in die Psychiatrie einweisen das habe ich jedoch alles abgelehnt . Nun nehme ich seit 1,5 Jahren nichts mehr und es geht mir fadenweise richtig gut hatte alle Entzugserscheinungen die man sich vorstellen kann über Wochen von Übelkeit über Muskelschmerzen stake Kopfschmerzen , Herzrasen usw . Meine Frage wäre ob ich noch mit Spätfolgen rechnen muss ? Das ist meine größte Angst .
Würde mich über eine Antwort freuen
Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Jamie
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie »

Hallo Klopfer, :)

Glückwunsch, dass du das Sulpirid losgeworden bist, das war sicher nicht leicht :party2: .

Klasse, dass du dich durchboxt hast, wenn auch alleine :sports: - es ist so traurig, dass so viele Ärzte nicht bereit sind einen beim Psychopharmaka-Absetzen zu unterstützen. :oops:

Du hast deiner Gesundheit damit auf jeden Fall etwas Gutes getan; jeder Krümel Neuroleptikum weniger ist ein Mehrwert, da das ja ziemlich heftige Medikamente sind.

Deine Frage nach Spätfolgen kann ich nur teilweise beantworten.
Neuroleptika gehören leider zu den Mitteln, die irreversible Schäden auslösen können, gerade auch in der Langzeiteinnahme - und 10mg sind ehrlich gesagt schon recht lang.
Nun hast du aber Glück insofern, dass Sulpirid nicht zu den hochpotenten NL gehört, das heißt das ist gut für eine Prognose bezüglich Spätschäden.

Die bekannten Schäden bei NL sind Gehirnschwund, extrapyramidal-motorische Störungen sowie Früh- und Spätdyskinesien.

Es heißt nicht, dass du das hast oder kriegen wirst! Es sind mögliche Schäden.

Momentan hört es sich eher nach klassischem Entzug bei dir an (unseres Wissenstands verschwinden alle Symptome eines Entzugs irgendwann bzw. werden besser, auch wenn es Jahre dauern sollte).

Du kannst dich selbst unterstützen, indem du Gehirnjogging betreibst und auch moderater Sport ist sehr gut für die Gehirntätigkeit. Ferner Omega 3 Fettsäuren (Fischöl) - die kann das Gehirn direkt verwerten, da sie Strukturmembranbestandteile enthalten, die das ZNS braucht.
Bitte antesten, ob Sport / Bewegung und Fischöl dir bekommen.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Klopfer
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Klopfer »

Vielen Dank Jamie für die Liebe Antwort ,ich bin ein Kämpfer und werde deinen Rat befolgen . Man muss positiv denken nur manchmal ist das halt wirklich nicht so leicht 😏.
Liebe Grüße Klopfer
padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

Saby´s Partner hat Amisulprid abgesetzt und unter anhaltenden Absetzsymptomen gelitten. Nun geht es ihm wieder gut, hier der Bericht von Saby:
Die Probleme, die ich oben beschrieben habe, sind wie weggeblasen. Ich habe meinen Fels in der Brandung zurück.
Was mich selbst erstaunt hat: Ich hatte damit gerechnet, dass es ein langsamer Prozess der Besserung ist - das war es aber nicht. Mit einem Schlag (vor ca. 5 Wochen) war er plötzlich wieder da - der Mann in den ich mich damals so Hals über Kopf verliebt habe.
Und heute ist wirklich nichts mehr zu bemerken von dem was wir durchgemacht haben. Jedes Mal, wenn er mit wachen Augen vor mir steht, mich liebevoll ansieht und ich spüre wie ruhig, zufrieden und positiv er ist, könnte ich die ganze Welt umarmen.

Ich möchte euch an dieser Stelle danken - in den letzten Monaten war ich nicht nur einmal kurz davor einfach wegzulaufen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Nicht zuletzt wegen eurer Antworten habe ich den Mut gehabt, weiterzumachen und bin heute überglücklich darüber.

Ich wünsche euch allen, ob selbst Betroffener oder Angehöriger alles erdenklich Gute!
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 27#p255227
Muryell
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Muryell »

Hallo, Ihr Lieben!

Da muss ich wieder heulen.
Es sind aber Tränen der Freude. :party2:

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

wieder eine Erfolgsmeldung :D :

Potatoiv :) hat Olanzapin nach einer langjährigen Psychopharmakageschichte erfolgreich abgesetzt.
Hallo!

Wollte nur mal sagen, dass ich jetzt seit ein paar Tagen absolut frei von jeglichen Medikamenten bin!
Bisher habe ich keine gröberen Symptome! Ein paar Restsymptome sind halt sowieso die ganze Zeit noch da gewesen, was aber nach der ganzen Odysee kein Wunder wäre. Ich denke auch nicht, dass noch allzu Schlimmes kommt, weil ich mir für die letzten Schritte echt extrem viel Zeit genommen habe.
Im Großen und Ganzen geht es mir gut!
Ich bin unglaublich glücklich endlich den ganzen Schrott, der nie was gebracht hat, loszusein.
Die nächsten Monate darf sich mein Körper jetzt erholen!
Vielen vielen Dank für all eure Unterstützung!

Alles Liebe,
Eva
viewtopic.php?p=264765#p264765
potatoiv
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von potatoiv »

Hallo!
Hier noch mal potatoiv- von der ja Padma geschrieben hat- ich bin seit ein paar Wochen jetzt das letzte Medikament- nämlich Olanzapin los und es geht mir sehr sehr gut! Es ist nichts Schlimmeres an Absetzerscheinungen mehr nachgekommen- aber ich hatte mir wirklich sehr viel Zeit für die letzten Schritte gelassen!
Ich möchte euch allen Mut machen- es gibt ein Leben nach diesem ganzen Schrott und der Odysee....es hat bei mir auch viele Jahre gedauert, um das wieder zu schaffen, aber wenn man dran bleibt und sehr gut auf sich schaut, dann geht das.
Ich habe irgendwann mein eigenes Tempo gefunden, in dem es möglich war, das Ganze loszuwerden- was viel langsamer war, als üblich, aber dafür auch ungleich schonender auf den letzten Schritten und meinem Körper dazwischen ( wenn auch noch mit geringen Mengen verseucht) trotzdem die Möglichkeit gegeben hat, sich schon zu regenerieren!
Ich hatte wirklich sehr lange Zeit unerträgliche Symptome und eigentlich war alles betroffen- trotzdem hat es geklappt- deshalb bitte niemals aufgeben!
Alles Liebe euch allen,
potatoiv
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018
Zyprexa 0 mg ... seit 12.8.2018

Ich bin absolut Medikamenten- FREIIIIIIIIII :fly:
Muryell
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Muryell »

Hallo, Potatoiv!

Gratulationen!
Ich freue mich riesig mit Dir! :party2: :party2:

Alles Gute

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
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