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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Paroxetin-wie lange?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Pebbles
Beiträge: 2
Registriert: 19.04.2004 13:39

Paroxetin-wie lange?

Beitrag von Pebbles »

Hallo an euch alle!

Ich bin neu hier (hallooooooo! :D ) und muss mir jetzt mal meinen
Frust von der Seele schreiben. Kann'n bisschen länger werden!

Also los:
Ich nehme seit 3 Jahren Seroxat.
Und es geht mir wunderbar damit!

Ich bin endlich der Mensch, der ich immer sein wollte:
gesellig, lustig- keine Spur mehr von sozialer Phobie oder Panikattacken.

Vor 3 Jahren bekam ich noch Übelkeits-Attacken, wenn ich im Kino nicht
direkt am Gang saß. Und Zugfahren ging gar nicht mehr. Ich war
ängstlich, depressiv, fühlte mich minderwertig, einfach schlecht.

Doch ich frage mich ernsthaft, wie lange man "diese Droge" überhaupt
einnehmen sollte. Ich hab zwar vor 1 Jahr mal meine Blutwerte
checken lassen, und es war alles o.k.!
Trotzdem... ist doch Chemie... :roll:

Allerdings hab ich Angst, was ist, wenn ich die Dinger nicht mehr
nehme. Bin ich dann immernoch so gut drauf? Oder werde ich dann
wieder wie früher? Scheu, ängstlich...Bäh!
Ich mag mich so, wie ich jetzt bin. Aber: bin das überhaupt ich???
Oder ist das dieses kleine Paroxetin-Monster in mir? :twisted:

Weiter im Text:
Ich nehme seit gut 3 Wochen 10mg (halbe Tablette), und fühle mich
relativ gut. Ab und zu ist mir ein bisschen kotzig, aber ist o.k.
Und ich dachte mir: gut, jetzt ist es Zeit, abzusetzen. Bei 10mg
bin ich schließlich stabil!

Letzte Woche Dienstag war es dann so weit: ich war so mutig (oder irre)
und hab 5mg genommen. Ich hab das doch sehr gemerkt: schwindelig,
etwas übel, psychisch instabil. Gegen die Übelkeit hab ich
Dimenhydrinat (Vomex) genommen, und das ging eigentlich.
Beunruhigender war jedoch die Psyche: Wenn ich mit jemandem sprach,
konnte ich demjenigen nicht mehr in die Augen sehen.
Und meine Stimmung war im Keller.

Die 5mg habe ich bis Samstag durchgehalten.
Dann kam der Einbruch.
Ich dachte mir, o.k., schlimmer als am Anfang beim "Einschleichen"
kanns nicht werden, doch mir gings am Samstag so schlecht wie
noch nie.
Schwindelattacken bei jeder Bewegung, starke Übelkeit, Sehstörungen!
Ich lag dann nur noch auf dem Sofa und wollte sterben!
Es war die Hölle! :(
Gegen Nachmittag quälte ich mich dann nach oben ins Schlafzimmer
und nahm die andere Hälfte der 10mg ein.
Abends war ich dann wieder hergestellt und lebensfähig, mit
meinen vollständigen 10mg Seroxat im Körper.

Wie soll es weitergehen?
Nehme ich jetzt bis an mein Lebensende Seroxat?
Ich weiß es nicht.
Ich werde mir dieses Mal noch Tabletten verschreiben lassen,
und im Sommer, wenn ich frei hab, mit Suspension herunterdosieren.
Oder auch nicht.
Was soll ich tun?

Danke fürs "Zuhören"! :wink:
Liebe Grüße, Sandra


Trevilor & Seroxat-Erfahrene
freaklin
Beiträge: 29
Registriert: 02.11.2003 16:16
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von freaklin »

Lass Dir doch mal das Seoxat als Suspension, also als Sirup, verschreiben. Damit kannst Du dann über einen längeren Zeitraum sehr fein abgestuft runterdosieren was bei einer Tablette natürlich so nicht möglich ist. Wenn man vorsichtig genug vorgeht, dann sollten Absetzerscheinungen wirklich auszuschließen sein und alles was Dir an Mißempfindungen dann noch entgegenschlägt, sollte Störungs-bedingt sein und nicht an einem Ungleichgewicht der Hirn-Chemie liegen.
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hi Sandra,

irgendwie muss wohl Sommerpause sein - schreiben zur Zeit nicht so viele.

Was du erlebt hast waren die bekannten Absetzerscheinungen. Das hat mit deiner ursprünglichen Krankheit nichts zu tun. Du musst dich gut informieren und LANGSAM reduzieren.

Zu deiner Frage ob alles wieder wie vorher wird: Antidepressiva heilen normalerweise keine Ängste. Du musst die Chance nutzen solange es dir gut geht und eine Therapie machen und Techniken lernen mit Ängsten umzugehen. Dann bist du auch nach dem Medikament noch gerüstet auf das was da kommen mag. Es ist sicher nicht einfach - aber letztendlich ist der effektivste Weg Ängste zu bekämpfen diese "anzugehen".
Dumm ist auch, dass ein häufiges Absetzsymptom Angst ist - das ist dann nicht deine wirkliche Angst sondern sie wird ausgelöst durch das Absetzen und verschwindet dann auch irgendwann wieder. Deswegen langsam reduzieren.

Viel Erfolg.
michaela
Beiträge: 9
Registriert: 10.04.2004 11:52
Wohnort: wien

msm

Beitrag von michaela »

hallo

kann mir wer sagen was die abkürzung msm ist

danke
Time
Beiträge: 43
Registriert: 03.04.2004 17:29

MSM

Beitrag von Time »

Hallo Michaela,

MSM müsste Methyl-Sulfonyl-Methan sein.

http://www.cornucopiacity.com/glucosamine.html

Gruß
Time

Hallo CloneX,

das hätte ich beinahe übersehen. Was für Erfahrungen hast Du mit MSM?

Gruß
Time
Gesperrt