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Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Jamie
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Jamie » Freitag, 25.01.19, 9:34

Bardina ist seit ca. 2 Jahren auf Null und gab heute (25.01.19) dieses Update :):
Hallo, ich melde mich 2 Jahre nach 0.
Unglaublich wie die Zeit vergeht. Mein Gesundheitszustand ist bisschen besser als letztes Jahr. Es kommen auch Wellen Annett bei mir kommen die Besserungen miniweise. Kaum merklich. Aufgrund der massiven Verspannungen habe ich immer wieder Wirbel Blockaden und denke der tinnitus hängt auch damit zusammen. Was soll ich sagen manchmal verlässt mich der mit dass alles wieder gut wird. Aber versuche nun einen anderen chiropraktiker aus mal sehen.
Meine neue Arbeit kommt mir entgegen und ich bin froh dass ich es schaffe.
Ansonsten bin ich sozial noch isoliert aufgrund geringer Belastbarkeit.
Aber ich gewöhne mich daran.
Mein Hund ist mein Fitnessstudio und ich habe mich bei ww angemeldet dadurch achte ich auf meine Ernährung.
Leider merke ich immer noch nicht wenn ich mich übernehme und muss es hinterher ausbaden.
Ich hoffe der Bericht macht auch Hoffnung.
Alles Gute an alle Kämpfer... es ist so schwer aber es hilft außer Ruhe Zeit Geduld wenig.
♡liche Grüße
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 10#p287219

Jamie
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Jamie » Freitag, 25.01.19, 9:38

Hallo Berlin, hallo alle :)

ich habe das leider überlesen mit der Bitte um Austausch.
Clarissa ist dem ja gefolgt, Bardina hat heute ein Update gegeben, das ich reinkopiert habe.
Ich melde mich die Tage dazu.

Allen hier alles Gute und wenn andere Ex-Benzo´ler mitlesen: Bitte macht doch auch mit, eure Beiträge sind wichtig, auch wenn ihr zB erst ein paar Monate auf null seid.

Grüße
Jamie
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sigli
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von sigli » Freitag, 25.01.19, 17:44

Hallo zusammen,

gut... dann will ich auch wieder mal, nach etwa knapp 10 Monaten auf Null, ein kurzes Update da lassen:

Habe seit etwa zwischen den Jahren, anfangs richtig heftig, mit Problemen in der rechten Leiste zu tun. Es kam wie angeflogen. Mein Osteopath dachte erst, es wäre die Hüfte. War es aber nicht. Meine Physio tippte auf Probleme im Craniosacral-System und behandelte mich danach. War sehr schmerzhaft, doch so langsam lassen die akuten Probleme wieder nach.

Die Steifheit ist bei mir immer noch dominant, vor allem in den Beinen. Durch die Probleme in der Leiste, war mein Laufen auch wieder schlechter, was sich gleich wieder in mehr Knieschmerzen äußerte.

Meine Arme sind, obwohl ich immer noch Probleme in den Schultern habe, besser geworden. Ich bin beweglicher geworden.

Was richtig stabil geworden ist, ist mein Kopf. Ich fühle mich wirklich ruhig, stark und ausgeglichen wie seit Jahren nicht mehr. Ich arbeite jetzt oft den ganzen Tag, wie es gerade anfällt. Und es belastet mich nicht. Ich wundere mich oft, wenn ich um 18.00 Uhr nach oben gehe, wie ich so lange Tage doch recht gut wegstecke.

Ich vertrage keinen Alkohol mehr. Wenn ich was getrunken hatte, konnte ich nachts nicht schlafen. Ich bekam Herzklopfen oder war einfach nur wach, ohne jegliche Symptome. Deswegen habe ich den Alkohol-Konsum jetzt sehr deutlich eingeschränkt. Und ich schlafe jetzt wieder gut. Und wenn ich dann mal 1 oder 2 Glas Wein trinke, wenn ich mit meinem Mann mal essen gehe, dann stecke ich das auch gut weg.

Irgendwie vergisst man so vieles, was im Entzug war. Doch ich glaube, außer o. g. Problemen habe ich nicht mehr viel.

Ich wünsche euch eine starke Zeit und gutes Vorankommen in eurem Entzug. Nach Null ist es leider noch nicht ganz rum.

lg von Sigli

P.S.: Ich habe gerade im Forum bei Nature von Histamin-Problemen gelesen. Die habe ich auch noch. Aber keine körperlichen Beschwerden mehr. Wenn ich was mit Histamin esse oder trinke, dann kriege ich rote Wangen. Ich versuche das dann zu vermeiden.
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Clarissa
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Clarissa » Samstag, 02.02.19, 11:38

Hallo.

Mal ein kurzes positives Update von mir.

Ich komme gerade aus einem großen Einkaufszentrum, der Besuch dort ließ sich nicht umgehen. Wegen der Reizüberflutung vermeide ich diese Aktionen weitgehend.
Noch vor einem halben Jahr waren solche Ausflüge von leichten, aber unangenehmen DR am Zielort begleitet. Heute: nichts davon!
Gefallen hat es mir dort trotzdem nicht und ich machte, daß ich schnell wieder wegkam.

Aber es geht wieder!

Ebenso wie unangenehme Zahnarzt-Besuche, Kaffee, Mini Mengen Alkohol (letzteres nicht notwendig für mich, aber kürzlich mal getestet), kurze Restaurantbesuche, Behördenbesuche, unumgängliche Telefonate ... :party2:

Alles Dinge, die mich lange völlig aus der Bahn geworfen haben.

Das werte ich als deutliche Verbesserung :party2: :party2: :party2: .

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Berlin-2013
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Samstag, 02.02.19, 12:08

Liebe Clarissa,

super das freut mich so sehr und ich glaube wir haben es bald überstanden... ich könnte heulen vor Freude...

Ach menno war das es steiniger Weg aber von Erfolg gekrönt.

Ich gratuliere dir und bedanke mich für das Update von Herzen.

Ganz liebe Grüße aus Berlin 🌹🍀🥀
Off Topic
Viele Grüße und 2019 wird mein erfolgreiches Jahr der Gesundheit
😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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Amende
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Amende » Mittwoch, 20.02.19, 15:58

Hallo alle zusammen,

Es macht mir nun doch wieder Mut dran zu bleiben, nachdem ich Eure Beiträge gelesen habe.
Ich war 2016 stationär in 3 Wochen zum Benzoentzug. (Diazepam 5mg fast täglich und 10 mg Zolpidem regelmäßig)

Ich empfand das damals als gar nicht so schlimm. Also ich hatte in der Klinik bis auf die letzten Tage, keinen Schlaf mehr, keine Symptome. Allerdings wurde ich auf Mirtazapin eingestellt und das war vermutlich das Übel. Jedenfalls hatte ich dagegen eine schlimme Abneigung. Bei 15 mg war ich schlaflos, bei 30 mg Beinschmerzen und völlige Apatie am nächsten Tag. Die Ärzte entschieden dann 15 mg, Warum- völlig unklar, weil ja damit auch kein Schlaf. Als die 21 Tage um waren wurde mir versichert "Alles ist gut" ; entgiftet - es kann keine Symptome mehr geben. So ein komisches Brennen in Armen und Händen hatte ich dort nämlich schon gemeldet. Aber - nein, das kann nicht sein.

Mirta hab ich zu Hause sofort in 3 Schritten auf 3,75 mg reduziert. Das Brennen blieb und wurde stärker, dann kamen noch ganz komische Mißempfindungen dazu, eigentlich war alles wieder so, wie vor den Benzos. Schlimmer noch. Heute, 4 Jahre nach dem Entzug geht es mir immer noch sehr häufig sehr schlecht. Es gibt Tage, da wäre ich Benzos gegenüber gern wieder so unbefangen wie früher.

Mein Fehler war aber sicher auch, dass ich mit Zolpidem wieder angefangen habe, weil auch 3 Monate nach der Klinik meine längste Schlafzeit 1 Std. war. Mein Psychiater meinte damals auch, dass ich ohne Schlaf wohl eher keine Kraft haben werde. Gelegentlich habe ich auch seit Okt.18 mal Tavor 0,5mg genommen, wenn es ganz ganz schlimm ist.

Ich bin 71 Jahre und habe ein hartes Leben hinter mir. Krebskranke Mutter gepflegt, Vollzeitarbeit in Leitungsposition, 2 Kinder alleine groß gezogen. Jetzt traue ich mir gar nichts mehr zu. Ich möchte nur eins, wieder Leben mit einem ganz kleinen bischen Freude.Und darum werde ich jetzt das Mirta (was ich wieder aufdosiert hatte) belassen und am Zolpidem schrauben, ganz langsam und regelmäßig.

Übrigens, ich bin zum Entzug in die Klinik gegangen, weil mein Hausarzt, der mir Diaz. und Zolpi. verschrieben hatte, sich das Leben genommen hat und der Neue mir dann gesagt hat, dass er es nicht mehr verschreibt, - ich könnte ja sehen, was dabei raus kommt. Es war eine reine Panikhandlung, weil ich damals dachte, dass ich vielleicht auch so was tue.
Leider hab ich Euch zu spät gefunden, dann wäre es für mich sicher besser gelaufen.

Etwas lang geworden und vielleicht auch das Thema verfehlt aber dafür bin ich jetzt wieder motiviert. Ich danke Euch und bitte, macht nicht meine Fehler.
Liebe Grüße an alle und eine gute Zeit
Amende
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 21.02.19, 9:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Diazepam und Zolpidementzug in 21 Tagen im März 2016 in Klinik- problemlos.
Ersatzmedikament 15 mg Mirtazapin.
Sofort nach Entlassung auf 7,5 mg gegangen - problemlos. Dann langsam runter dosiert.
Wegen massiver Schlaflosigkeit., Angst und Panikstörung wieder Zolpidem am Abend seit Juni 2016
Aktuell:
seit Juni 2017 auf 3,75 mg Mirtazapin geblieben
seit Mai 2015 Zolpidem zunächst 5 mg nur ,seit Febr.2018 2 oder 3 mal pro Nacht ca.
23:00 - 5mg/ 1:00 - 2,5mg/ oft noch 4:00 - 2,5 m
19.03.18 - 23:00- 7,5 mg /3:00 - 2,4 mg Zolpidem
25.03.18 Mirtazapin aufdosiert auf 7,5mg plus 5mg Zolpidem. Hitzeempfindung im Oberkörper und Arme.
30.03.18- 7,5 mg Mirta /5 mg Zolpi.relativ guter Schlaf, kaum noch Symptome
01.04.18 -7,5 Mirta /5 mg Zolpi. starkes Schwitzen nach dem Aufwachen, Hitzegefühl im Oberkörper, Unruhe den ganzen Tag
03.04.18- 7,5 mg Mirta/5mg Zolpi. ganz schlimmes Brennen im Oberkörper, und den Armen, Panik
04.04.18-7,5 Mirta/5mg Zolpi. Brennen, Zittern, Benommenheit, Angst
05.04.18- 7mg Mirt/5mg Zolpi. Brennen, Zittern, Angst
06.04.18- 5,5mg Mirta/5mg Zolpi. relativ gut
11.04.18- 3, 75mg Mirta/5mg Zolpi.
19.04.18- 3,75mg Mirta/5mg Zolpi. Seit 4 Tagen kein Schlaf mehr, mehrfaches schlimmes Erschrecken vor Einschlafen, Reizbarkeit bis aufflackernde Agressivität
20.04.18 - wieder auf 5mg Mirta/5mg. Zolpi
25.04.18 - 7,5 mg Mirta/5mg Zolpi immer noch dieses Brennen im Oberkörper, am Tag heftige Unruhe und Angst.
In Absprache mit Psychiater am
30.04.18- aufdosiert, jetzt 8,8 mg Mirta/ Zolpi unverändert 5mg, Brennende Hitze im Oberkörper und den Armen nun täglich, dazu Unruhe und Angst
01.06.18 Mirta reduziert auf 8,1mg/Zolpi weiter 5mg keine Probleme. Es ging mir richtig gut.
01.07.18 Mirta reduziert auf 7,7mg/ 5mg Zolpi
weiterhin alles gut, kaum Symptome
27.07.18 Mirta reduziert auf 7,5mg/5mg Zolpi
nach 2 Tagen starkes Brennen im Oberkörper,Schwitzen Unruhe und Gereiztheit bes.am Morgen und Vormittag.
Vom 27.07. bis 09.09.18 bei 7,5mg Mirta. und zum schlafen 5mg Zolpi. konstant geblieben. Zwei Wochen fast symptomfrei nur beim Versuch ohne Zolpi zu schlafen häufiges Hochschrecken.
10.09. 7,1mg Mirta/ 5mg Zolpi - starke , schmerzhafte Nackenverspannungen, sonst ok, Brennen im Oberkörper hat sich auf Hände und Unterarme reduziert aber nur noch mäßig.
24.10.18 - 6,7mg Mirta/5mg Zolpidem, da morgens wieder schlimmes Brennen im Oberkörper und Unruhe wieder 0,1mg Mirta drauf
04.11.18 - 6,8mg Mirta/5mg Zolpidem
Die morgentliche Unruhe und das Brennen ist noch da, nicht mehr so stark und verschwindet gegen 11:00 Uhr.
Neu dazu gekommen - Herzrythmusstörungen dagegen 400mg Magnesium hat gut geholfen.
03.12.18 - 6,6 mg Mirta/5mg Zolpidem Herzrythmusstörungen weg. Brennen immer wieder mal in unterschiedlicher Stärke.
PAUSE
27.02.19 - 6,8 mg Mirta/5mg Zolpidem
wieder aufdosiert, weil die Symptome zu heftig waren.
Jetzt Pause zum stabilisieren.
01.05.19 6,5mg Mirta/5mg Zolpidem keine Symptome
01.06.19 6,3mg Mirta/5mg Zolpidem keine Symptome
01.07.19 6mg Mirta/5mg Zolpidem (ab 07.07. unruhig, ängstl., Bauchschmerz)

Luna
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Luna » Donnerstag, 21.02.19, 3:03

Hallo Amende
Irgendwann bist du auch auf 0 und dann passt dein Verlauf/Geschichte auch hier rein aber es ist schön, dass es dir Hoffnung macht, dass es Besserung bzw Heilung nach 0 geben kann auch wenn es manchmal langsam vorran geht und bei manchen es erst schlimmer werden kann,was manchmal auch normal ist, weil man teils auch nicht weiß, dass der Körper sensibel ist. Man darf sich aber kein Druck machen. Lieber schauen was einem hilft und seinen Körper helfen.
Die Gedanken, dass man Fehler gemacht hat, machen inneren Stress und das ist nicht gut. Kaum wer nimmt aus Spaß Medikamente. Oft ist es Verzweiflung, weil es einem nicht gut geht und die Ärzte verschreiben schnell und gerne lange. Man vertraut auf so Worte wie Harmlos, keine Symptome, ausschleichen unnötig und am ende...es gibt keine Folgeschäden und Entzugssymptome...das ist alles Psyche.

Ich bin 3,5 Jahre auf 0 und kämpfe noch mit den Folgen aber es ist längst kein Horror mehr. Ich muss achtsam sein und meine Unverträglichkeiten und Sensibilitäten beachten, welche eine Folge der Medikamenten ist. Ich habe es eine Weile nicht gemacht, weil einfach mehr ging und ich voller Power war aber ich habe übertrieben und hatte einen Rückschlag mit den ich noch kämpfe. Teils alte Symptome kamen wieder aber nicht alle und mehr auf Schmerz bezogen. Es wird Zeit brauchen aber ich bekomme das wieder hin.
Es gibt auch Zeiten der Verzweiflung, Ängste, Tränen, Depressionen auch teils durch meine Unverträglichkeiten ausgelöst,weil das den Körper stresst aber auch, weil es auch mal belastend ist mit Symptome usw. Ich gehe weiter. Ich habe viel Hoffnung. Mir ging es ja auch schon viel viel besser und so schlimm wie im Entzug ist es nie mehr gewesen.
LG Luna

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=16975
Danke LenaLena
https://www.philosophie-des-gesundwerde ... vensystem/

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Amende
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Amende » Donnerstag, 21.02.19, 12:01

Hallo Luna,
Danke für Deine Zeilen. Ich brauch halt immer wieder solche Motivationen. Kämpfe ja ganz allein. Schön, dass es Euch gibt.
Liebe Grüße
Amende
Diazepam und Zolpidementzug in 21 Tagen im März 2016 in Klinik- problemlos.
Ersatzmedikament 15 mg Mirtazapin.
Sofort nach Entlassung auf 7,5 mg gegangen - problemlos. Dann langsam runter dosiert.
Wegen massiver Schlaflosigkeit., Angst und Panikstörung wieder Zolpidem am Abend seit Juni 2016
Aktuell:
seit Juni 2017 auf 3,75 mg Mirtazapin geblieben
seit Mai 2015 Zolpidem zunächst 5 mg nur ,seit Febr.2018 2 oder 3 mal pro Nacht ca.
23:00 - 5mg/ 1:00 - 2,5mg/ oft noch 4:00 - 2,5 m
19.03.18 - 23:00- 7,5 mg /3:00 - 2,4 mg Zolpidem
25.03.18 Mirtazapin aufdosiert auf 7,5mg plus 5mg Zolpidem. Hitzeempfindung im Oberkörper und Arme.
30.03.18- 7,5 mg Mirta /5 mg Zolpi.relativ guter Schlaf, kaum noch Symptome
01.04.18 -7,5 Mirta /5 mg Zolpi. starkes Schwitzen nach dem Aufwachen, Hitzegefühl im Oberkörper, Unruhe den ganzen Tag
03.04.18- 7,5 mg Mirta/5mg Zolpi. ganz schlimmes Brennen im Oberkörper, und den Armen, Panik
04.04.18-7,5 Mirta/5mg Zolpi. Brennen, Zittern, Benommenheit, Angst
05.04.18- 7mg Mirt/5mg Zolpi. Brennen, Zittern, Angst
06.04.18- 5,5mg Mirta/5mg Zolpi. relativ gut
11.04.18- 3, 75mg Mirta/5mg Zolpi.
19.04.18- 3,75mg Mirta/5mg Zolpi. Seit 4 Tagen kein Schlaf mehr, mehrfaches schlimmes Erschrecken vor Einschlafen, Reizbarkeit bis aufflackernde Agressivität
20.04.18 - wieder auf 5mg Mirta/5mg. Zolpi
25.04.18 - 7,5 mg Mirta/5mg Zolpi immer noch dieses Brennen im Oberkörper, am Tag heftige Unruhe und Angst.
In Absprache mit Psychiater am
30.04.18- aufdosiert, jetzt 8,8 mg Mirta/ Zolpi unverändert 5mg, Brennende Hitze im Oberkörper und den Armen nun täglich, dazu Unruhe und Angst
01.06.18 Mirta reduziert auf 8,1mg/Zolpi weiter 5mg keine Probleme. Es ging mir richtig gut.
01.07.18 Mirta reduziert auf 7,7mg/ 5mg Zolpi
weiterhin alles gut, kaum Symptome
27.07.18 Mirta reduziert auf 7,5mg/5mg Zolpi
nach 2 Tagen starkes Brennen im Oberkörper,Schwitzen Unruhe und Gereiztheit bes.am Morgen und Vormittag.
Vom 27.07. bis 09.09.18 bei 7,5mg Mirta. und zum schlafen 5mg Zolpi. konstant geblieben. Zwei Wochen fast symptomfrei nur beim Versuch ohne Zolpi zu schlafen häufiges Hochschrecken.
10.09. 7,1mg Mirta/ 5mg Zolpi - starke , schmerzhafte Nackenverspannungen, sonst ok, Brennen im Oberkörper hat sich auf Hände und Unterarme reduziert aber nur noch mäßig.
24.10.18 - 6,7mg Mirta/5mg Zolpidem, da morgens wieder schlimmes Brennen im Oberkörper und Unruhe wieder 0,1mg Mirta drauf
04.11.18 - 6,8mg Mirta/5mg Zolpidem
Die morgentliche Unruhe und das Brennen ist noch da, nicht mehr so stark und verschwindet gegen 11:00 Uhr.
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03.12.18 - 6,6 mg Mirta/5mg Zolpidem Herzrythmusstörungen weg. Brennen immer wieder mal in unterschiedlicher Stärke.
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27.02.19 - 6,8 mg Mirta/5mg Zolpidem
wieder aufdosiert, weil die Symptome zu heftig waren.
Jetzt Pause zum stabilisieren.
01.05.19 6,5mg Mirta/5mg Zolpidem keine Symptome
01.06.19 6,3mg Mirta/5mg Zolpidem keine Symptome
01.07.19 6mg Mirta/5mg Zolpidem (ab 07.07. unruhig, ängstl., Bauchschmerz)

Bizzy
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Registriert: Freitag, 01.12.17, 23:49

Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Bizzy » Sonntag, 10.03.19, 12:04

Hallo Euch,

Bin seit dem Oktober 2017 auf 0. Ich habs zu schnell gemacht. Quasi kalt entzogen. Die Hölle.
Hatte alle möglichen Absetztsymptome die man haben kann. Manche sehr sehr lange.
Ich muss sagen mir geht's wesentlich besser, aber nicht so, dass ich sagen würde ich bin durch.
Ich habe dadurch ne Angstsörung entwickelt und habe mich immer mehr aus dem Alltag zurückgezogen.
Habe vor kurzem eine Rehabehandlung gemacht, wo mir das ganze bisschen erklärt wurde was in mir vorgeht und muss ehrlich sagen ich kann damit besser umgehen.
Was mir noch geblieben ist, ist die hohe Lichtempfindlichkeit und Schwindel. Extrem nervig.
Kaffe trinke ich garnicht mehr weil ich merke, dass durch den Koffeinkonsum mein ZNS wieder extrem empfindlich wird und mir geht's total dreckig.
Alkohol trinke ich sehr wenig, da es mir nach ein oder zwei Bier am nächsten Tag irgendwie übel geht.
Sonst einfach mit dem Kopf durch die Wand :frust:
Eine richtig miese Phase die wir alle hinter uns bringen müssen. Kopf hoch. Wir heilen! :party2:

Schöne Grüße
Seit 17 Juli Elontril abgesetzt da es mich und meine Sinne zu sehr gepusht hat.

Seit Anfang Juni 2018 Elontril 150mg um die depressiven Momente abzufangen

Seit Anfang Oktober 2017 kalter Entzug vom Alprazolam
September 2017 täglich (Stressbedingt)...
Ca. 4-5 Jahre lang je nach empfinden 0,25-0,5mg Alprazolam 2-3mal Wöchentlich

Jamie
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Jamie » Montag, 11.03.19, 9:19

Hallo Bizzy, :)

vielen Dank für deinen ehrlichen und Mut machenden Bericht.
Ich hoffe wir lesen noch öfter von dir. Langzeitverläufe sind so wichtig für uns! :)

Ich wollte auch längst was geschrieben haben, aber es ist soviel trouble in meinem Leben gewesen :whistle: .

Ich wünsche dir alles Gute und stetige Heilung :hug:
Jamie
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Susanne1978
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Susanne1978 » Montag, 11.03.19, 9:54

Bizzy hat geschrieben:
Sonntag, 10.03.19, 12:04

Bin seit dem Oktober 2017 auf 0.
Wow, das ist schon eine sehr lange Zeit auf Null.... Toll.... Gratuliere....
:wink: -------------------- :wink:
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
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etlenia
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von etlenia » Montag, 18.03.19, 12:27

Hallo an Alle,

ich bin seit August 2018 auf 0. In meinem Kopf ist wieder mehr Platz, um mir Dinge zu merken. Ich kann mich besser konzentrieren. Meine körperliche Belastbarkeit ist nicht sehr groß und zu viel Hektik vertrage ich nicht. Schlafen kann ich immer noch nicht gut. Ich schwitze weiterhin nachts sehr stark und trinke mindestens 1 Liter Wasser während der Nacht. Eine kurze Tiefschlafphase kommt dann gegen 6 oder 7 Uhr am Morgen. Ansonsten bin ich alle halbe Std./Std. wach. Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr. Kaffee habe ich während der ganzen Zeit des Entzugs getrunken und trinke immer noch 1-2 Tassen am Tag. Ansonsten ist es ein tolles Gefühl, nicht mehr von der Einnahme des Benzos abhängig zu sein. Ich muss auch darauf achten, was ich esse. Auberginen z. B. gehen gar nicht mehr. Das endet in Herzrasen und Magen-Darm-Problemen. Ich kann jedem nur raten, während und nach dem Entzug die Ernährung im Auge zu behalten. Selbst wenn man immer Lebensmittel vertragen hat, kann sich das radikal ändern und man erspart sich so manches, wenn man das gleich am Anfang mit berücksichtigt.

Manchmal frage ich mich jedoch, ob die Schweißausbrüche tatsächlich noch mit dem Entzug zusammenhängen können.

Ich kann jedem nur raten, nicht aufzugeben und sich durchzukämpfen. Es lohnt sich...

Liebe Grüße
Claudia
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2
06.04.18 3mg abends, Biso 1/2 seitdem keine Nacht mehr richtig geschlafen (fast auf die Minute genau, jede Stunde wach), nachts ständiges Schwitzen
03.05.18 2,5mg abends, Biso 1/2 Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, ständiges Schwitzen, weiterhin fast schlaflos

Jamie
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 12.05.19, 17:05

Hallo,

ich habe einen langen Bericht über meinen Zustand in meinen Thread (Erfahrungsberichte) geschrieben und möchte es auch hier her kopieren, denn ich schildere mein Leben und aus dem Schilderungen wird auch klar, wie ich mich seit dem Benzoentzug schlage. :)

Ich gehe hier aber auch noch mal stichpunktartig auf meine Symptome ein, was ich in dem anderen Text nicht gemacht habe; also wie es konkret mit Symptomen 5 Jahre auf Null (ziemlich genau) :party2: aussieht.
von Jamie » Donnerstag, 09.05.19, 23:59

Hallo,

ich kann nicht glauben, dass ich Ende Februar hier das letzte Mal geschrieben habe. :shock:
Natürlich habe ich es nicht geschafft, mich zu melden. :wacko:
Es ist zu viel los und ich bin stark erschöpft.

Diese heftige Urogenitalinfektion mit den vielen AB und der darauf folgenden Darmentzündung haben mich noch bis Ende März beschäftigt und hängen mir auch heute noch nach.
Momentan warte ich wieder auf das Ergebnis einer weiteren Stuhlprobe, da ich seit fast 3 Wochen unerklärlichen Durchfall habe. Es könnte immer noch eine Antibiotika - Assoziierte Diarrhö (AAD) sein.

Meiner Schwester geht es gar nicht gut, aber darauf möchte ich heute nicht eingehen, Gleiches für meinen Vater, mit dem wir großen Kummer in den letzten Wochen hatten.
Er muss mittlerweile über 30 Medikamente am Tag nehmen! Ja, ihr lest richtig.
Alleine 6 Sorten Augentropfen für sein Glaukom.
Die Interaktionen sind mittlerweile komplett unüberschaubar.
Spreche ich die Ärztin auf Nebenwirkungen an, ob das oder jenes davon kommen könnte, heißt es immer nein.
Das ist aber nicht wahr. Und das wissen wir doch alle! :evil:
Ich komme mir vor wie ihr aus dem Forum und ich damals, als ich noch auf PP war - "nein, kann alles nicht sein. So Nebenwirkungen gibt es nicht, Ihr Vater hat halt einen progredienten Verlauf, das kommt von seiner Grunderkankung" blabla .........

Man denkt immer, sowas passiert uns nicht, wir sind ja vom Fach, meine Schwester und ich und haben ein Auge drauf.
Aber genau das passiert uns. Die Ärzte setzen ohne Rücksprache mit uns ständig neue Medikamente an und per Salamischeibchen Taktik erfährt man dann ganz zufällig, dass jetzt das noch verordnet wurde oder jenes. Mein Vater ist so abgeschossen, der kriegt das gar nicht mit und nickt anscheinend auch nur noch resigniert ab. Und da er aufgrund des Tracheostamas nicht reden kann, ist es auch noch ungemein schwierig, an Infos von ihm zu kommen, zumal das, was er dann aufschnappt, auch oft nicht stimmt.

Es ist frustrierend.

Ich selber knappse wie gesagt immer noch an der Infekt herum und an hundert anderen Baustellen am Körper.
Meine Gehörgänge sind immer noch feucht und jucken und entzünden sich immer wieder; ein neuer HNO Arzt meinte, es könnte evtl. Neurodermitis im Gehörgang sein. Das würde passen, denn parallel dazu habe ich endlose Neurodermitis Schübe am Körper und die Schübe gehen mittlerweile nahtlos ineinander über; früher hatte ich Pause dazwischen.

Meine Blase ist nach wie vor nicht ausgeheilt; eine konsultierte Urologin war zwar nett und kooperativ und verschrieb auch ein etwas teureres blasenentspannendes Medikament (Spasmex), aber eine Drittel Tablette hat meine Blase so entspannt, dass ich sie danach nicht mehr benutzen konnte. :o
Sprich die Muskeln waren wie gelähmt und ich konnte nicht urinieren. Lol, das hat´s ja voll gebracht, ich hatte einen halben Harnverhalt als UAW.

Mit meiner Wirbelsäule im Lumbal -und Sakralbereich stimmt auch etwas nicht.
Ich habe einen brennend schmerzenden rechten kleinen Fußzeh und einen tauben linken Außenrist am Fuß. Mir scheint, da sind Nervenfasern im Rückenmark an den o.g. WS Bereichen komprimiert. Interessanterweise hab ich keine Rückenschmerzen dort.

Zudem pocht immer mal wieder, gerne im Kombination mit einem Aufflammen von Entzündungszeichen an der Ohrspeicheldrüse, mein Zahn, den die damals in der Uniklinik verpfuscht haben. Dann klinkt sich auch noch der Trigeminusnrtv zu einem kakophoben Dreiklang mit ein und ich bin der Panik nahe.

Meine Nächte sind anstrengend und zerfahren. Ich bin viel wach, schlafe oft spät ein und träume belastendes oder konfuses Zeug. Immer wieder liege ich wach und lese dann ZON oder Spon auf meinem Smartphone und hoffe, wieder wegzudämmern.

Morgens fehlt mir eine Stunde Schlaf, nachdem ich heimlich still und leise meinen letzten Tropfen Amitriptylin abgesetzt habe. Den Preis zahle ich bewusst; ich wusste, dass das so kommen würde. Größeren Entzug spüre ich nicht, aber eben, dass mir morgens die so doll herbei gesehnte Stunde mehr Schlaf fehlt.

Ich nehme jetzt nur noch 20mg Esomeprazol und mein L-Thyroxin.

Die Pille habe ich auch abgesetzt und finde es schrecklich, mit Ende dreißig wieder eine Haut voller Pickel und Pusteln am Decolletee und Rücken zu haben. Die Hormone spinnen wirklich völlig und es ist ein große Anstrengung, das ordentlich therapiert zu bekommen
Interessanterweise hat sich mein Zyklus superschnell und verlässlich etabliert und ich spüre wieder mehr, wie es ist, Frau zu sein. Ein sehr gutes Gefühl; ein Gefühl der Selbstermächtigung.
Darüber ärgere ich mich im Nachhinein sehr, dass ich nicht viel früher die Pille abgesetzt habe, denn ich fühle mich über Jahre meiner Lust und meiner Sexualität beraubt.
Unter der Pille hatte ich kaum Lust auf Intimität und Sex, aber ohne sie spüre ich viel stärker meinen Zyklus und damit auch Schwingungen und Bedürfnisse.

So, für heute Abend war das Teil 1. TEIL 2 folgt morgen oder übermorgen :hug:

Fühlt euch umarmt, Jamie :)


-----
Ich habe versprochen noch einen zweiten Teil zu schreiben.

Eine Ergänzung noch: Nach Absetzen der Pille, um das noch einmal aufzugreifen, ist meine seit 4 Jahren bestehende Migräne in die ewigen Jagdgründe eingegangen. :o
Ich hatte auch die Intuition, dass die Pille evtl. daran schuld sein könnte und sie hat mich nicht getäuscht; ferner finde ich auch, dass man mit Ende 30 keine Hormone mehr nehmen braucht; ich werde auch nicht jünger und man kennt ja die NW der Antibaby Pille.

Mein Alltag besteht nach wie vor aus viel ausruhen, wenn möglich, und Wunden lecken (gesundheitlich sehr unfit) und mich eben um meinen schwerstpflegebedürftigen Vater kümmern und meine Schwester, die mir sehr am Herzen liegt.
Meine Mutter will auch bespaßt werden und so versucht man also alle Bedürfnisse unter einen Hut zu kriegen, wobei da muss man sich nichts vormachen - einem Teil der Menschen ist es nie genug, was man tut und macht und man könnte deren Ansicht nach immer noch mehr für diejenige Person da sein ... - aber da sage ich mir auch: Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um die Kompensation der Leere im Leben meiner Mutter und meines Vaters zu sein! :oops:
Es ist so oder so schon mehr als überlastend für mich.

Meine Hochsensibilität schreitet voran, was mich ebenfalls anstrengt und auslaugt.
Samstags mit meiner Mutter in einem Discounter einkaufen zu gehen ist grausam; ich versuche es zu vermeiden so gut es geht, denn die Reize sind unerträglich.
Ich habe keinen akuten Entzug und mache auch keinen dafür verantwortlich; für mich ist das glasklar in meinem hochsensitiven und stark überreizten ZNS begründet.
Gleiches gilt für Menschen, die ihr unausgeglichenes Gefühlsleben zu sehr nach außen tragen und wo mich dann Wellen an Frust und Negativität anschwappen.
In dem Moment ist es wie, als würde mir jemand alle Lebensenergie aus dem Zellen abziehen und es ist umso schlimmer, je näher mir diese Personen stehen (aber ich denke, einige von euch kennen das auch sehr gut, was ich gerade schildere :roll: ).

Um nicht total mit meiner Schlaflosigkeit und Erschöpfung zu versanden und komplett isoliert zu sein, gehe ich donnerstags abends in eine Chorprobe (Gospelchor) und freitags abends in einen Spanischkurs (Fortgeschrittene). Beides mache ich gerne und ich komme unter Menschen, aber die späte Uhrzeit macht mir zu schaffen. Ich bin danach oft aufgedreht und komme für Stunden nicht zur Ruhe, sodass ich erst spät in der Nacht oder im Morgengrauen in einen unruhigen, fragmentierten Schlaf finde.

Jetzt bin ich angefragt worden, ob ich ehrenamtlich bei einem Projekt mithelfen würde, wo einmal die Woche für 2 Stunden ein Arzt in eine Praxis kommt und man Obdachlose und Menschen ohne Krankenversischerung kostenlos behandelt.
Die Idee finde ich großartig und unterstützenswert und ich habe auch zugesagt.
Es ist so, dass sich genug freiwillige Ärzte dafür gefunden haben, aber es fehlt an medizinischem Personal, die dem Arzt Handreichungen machen können und da kann ich eine Lücke füllen, auch wenn ich eher aus dem pharamazeutischen Bereich komme.
So lange ich da nicht jede Woche hin muss (das wäre mir zu viel)(und danach sieht es glücklicherweise auch nicht aus), würde ich mich sehr freuen mich da nützlich zu machen und ich habe letzten Mittwoch bereits mal reingeschnuppert und es war nett und interessant.

Es ist mir wichtig, nicht nur virtuell zu interagieren.
Das ADFD Forum ist großartig :hug: , aber das reale Leben spielt sich eben woanders ab und die Interaktion von Mensch zu Mensch ist unersetzlich; insofern ist auch das eine Gelegenheit für mich, mal wieder meine Nase ins Leben reinzuhalten und mit anderen in Kontakt zu kommen.

Zuletzt möchte ich erwähnen, jetzt für eine Woche nicht oder nur selten online zu sein.
Ich fahre zu einer Bekannten in den Bayerischen Wald und mache einen kleinen Urlaub - Seele und Kraftspeicher auftanken (hoffentlich!) in den Wäldern zwischen den Bäumen.
Es wird auch ein shinrin - yoku Workshop angeboten; japanisch für Wald(luft)baden - ich bin gespannt und freue mich.
War ewig nicht mehr weg; es ist ja nie Geld da für sowas und das habe ich jetzt viele Monate angespart und freue mich auf den Tapetenwechsel.
So häuslich ich bin - manchmal sehnt sich die Seele auch nach neuen Eindrücken und für mich Stadtkind ist diese wilde, urtümliche Gegend toll - ich liebe Bäume und Wälder, wirklich!
Es ist so abgelegen dort, dass es da nur selten Handyempfang gibt... also... ich hab mehr oder weniger Forenabstinenz :D

Seid herzlich gegrüßt, passt gut auf euch auf und versucht euer Leben anzunehmen, auch wenn es gerade hart ist, denn dagegen in den Widerstand zu gehen wäre verrückt.
Schlimme Dinge zu ertragen ist ohne Frage schrecklich; sie aber mit einer gewissen Langmut und Demut zu ertragen macht es auf jeden Fall ein klein wenig erträglicher als in einen aussichtslosen inneren Kampf und Hadern einzusteigen Dinge ändern zu wollen, die man aber aktuell nicht änder kann, aber das wisst ihr ja... :group:

Ich werde die Zeit im Wald nutzen auch zu meditieren und zu beten - seid euch gewiss, dass ich das Forum in meine Bitten ans Universum mit einschließen werde. <3

Alles Liebe
Jamie

Symptomatiken

- keine Migräne mehr (hing wohl aber nicht mit Benzoentzug zusammen, sondern Pille)

- immer noch schnell schwach und erschöpft, aber leichte Besserung (vor 3 Jahren hätte ich nicht die Kraft für einen Spanischkurs gehabt - jetzt geht es)

- Schlaf etwas besser, etwas normaler. Mir fallen die Augen zu, wenn ich sehr müde bin und die Lider werden schwer. Das hatte ich Jahre nicht; auch nicht zu gähnen, wenn ich müde bin.
Der Schlaf fängt in mini Schritten an sich zu normalisieren, wie ich finde.
Leider immer noch sehr spätes einschlafen, unzählige Male die Nacht aufwachen, immer alles im Leichtschlafstadium. Träume sind oft konfus und beängstigend.

- Kondition leider immer noch nicht gut und zu viel auf den Rippen

- keine HIT mehr, aber gelegentlich Überempfindlichkeit auf Theobromin (enthalten in Kakao / Schokolade)

- Haare sind nicht mehr so dünn und wachsen kräftiger nach

- Muskeln neigen immer noch dazu sehr zu verspannen und zu verkrampfen; merke oft einen sehr hohen inneren Tonus an Angespanntheit

- keine Depressionen, selten Angst (aber wenn, dann leider richtig. Siehe meine PTBS)

- morgens die Stunde Schlaf fehlt mir sehr, seitdem ich kein Amitriptylin mehr nehme

- von den PPI konnte ich mich leider immer noch nicht entwöhnen und habe große Rückschritte machen müssen, obwohl ich mich zwischenzeitlich so runtergekämpft habe

- empfinde mich im Allgemeinen als meistens ausgeglichen und freundlich

- die Hochsensibilität (HS / HSP) schreitet dennoch voran.

- Lärm kann ich nicht ertragen; mein wunder Punkt sind meine Ohren geworden, sowohl wegen der dauernden Entzündungen als auch der 5 Hörstürze in 6 Monaten!!! :o
Stress sucht sich als Hauptventil mittlerweile die Ohren, gefolgt vom Magen und Kiefer (CMD)


F.a.z.i.t: Es wird über die Jahre gesehen immer etwas besser :party2: .
Ja, es gibt auch Bereiche, die sich verschlechtern, aber alles zusammen genommen sehe ich wahrnehmbare Tendenzen der Besserung und damit kann ich nur sagen: Es lohnt sich benzofrei zu leben und ich bin sehr dankbar.

Monalinde
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Monalinde » Montag, 13.05.19, 10:27

Hallo liebe Jamie,

was für ein toller, aufbauender Bericht. Ich freue mich so über die für dich so großen Fortschritte.

Ich wünsche dir eine gute Erholung bei den Waldlern. Der Menschenschlag ist ein wenig gewöhnungsbedürftig meiner Meinung nach, aber wenn man beachtet, dass nichts über die bayer. Ruhe geht, hat man schon gewonnen.

Ich kenne diese Gegend sehr gut, weil ich Jahrzehnte im sog. Vorwald, dort gelebt habe.

Alles Gute, Monalinde
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Clarissa
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Clarissa » Freitag, 16.08.19, 9:33

Hallo, Otterkopf.

Ich finde es großartig, daß Du relativ symptomarm den Ausstieg aus Hochdosis Benzo geschafft hast, ich kann das gar nicht genug feiern :party2: :party2: :party2: .

Hoffentlich lesen recht viele Deine Erfolgsgeschichte und fassen Mut, es auch zu versuchen und durchzustehen.

Mir selbst geht es eher so wie Jamie, s.o. ihren Verlauf! Mit teils anderen Baustellen, aber eben mit Baustellen. Trotzdem bereue ich meine Abstinenz keinen Tag.

Alles Gute weiterhin für Dich und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Smilla
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Smilla » Freitag, 16.08.19, 12:59

Hallo Otterkopf,

auch ich möchte Dich beglückwünschen
Off Topic
und Dir bei der Gelegenheit sagen, dass ich ebenfalls auf eine nur geringe Menge zu viel an Alkohol mit Herzklopfen reagiere und mit Unwohlsein. Ich denke, es ist eine Nebenwirkung bzw. Folge vom Bromazepam.

Daher habe ich mich entschlossen, es bis auf weiteres bei meinem seltenen Glas Wein zu belassen, aber niemals mehr davon zu trinken. In längerer Gesellschaft nehme ich, wenn ich weiß, ich sitze dort einige Stunden, die Menge Wein dann als Schorle.

Ganz auf Alk. zu verzichten, ginge natürlich auch - viele vertragen weder geringe Mengen Alkohol noch Kaffee oder schwarzen Tee (mit den beiden letzteren muss ich übrigens gleichermaßen vorsichtig sein), geschweige denn im Entzug, aber ich bin mit dem mit selbst genehmigten Glas bisher ganz gut gefahren und zufrieden.
Weiterhin alles Gute,
Smilla
Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. -Epiktet-


Am 12.09.19 mit Bromazepam auf Null, am 21.11.19 Rückfall wegen Kreislaufkrise.
Erfahrungen mit Trimipramin und Zolpidem.

Clarissa
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 25.08.19, 21:57

Hallo, Otterkopf.

Ich las:

viewtopic.php?f=16&p=320390#p320390

Kannst Du Quellen benennen?

Danke und VG. Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 03.09.19, 11:47

Hallo Otterkopf, vielen Dank für die Infos aber leider sind Fachartikel relativ schwer zu übersetzen und deshalb würde es mich sehr freuen wenn du vielleicht eine übersetzte Zusammenfassung reinstellen könntest. Ich bin zwar ziemlich über dem Berg aber leide noch immer unter:
Gleichgewichtstörung sowie Muskelsteifigkeit und Schwindel

Was mir die vermutliche Fehldiagnose parkinson eingebracht hatte, die jetzt in symtomatisches Parkinson Syndrome geändert würde!

Sie sind noch am Suchen?!

Ich verstehe das mit den GABA rezeptoren leider nicht wirklich.

Deine Erfahrungen mit rafa13/kevin05 sind vielen seit 10 Jahren bekannt, es liegt nicht an dir.

Viele Grüße aus Berlin
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Viele Grüße und 2019 wird mein erfolgreiches Jahr der Gesundheit
😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Samstag, 14.09.19, 13:11

Gestern waren es 5 Jahre nach 0 mg

Auch wenn es Krisen gibt und manche Situationen Symptome wieder einmal triggern, so bin ich froh noch rechtzeitig (wenn auch fehlerhaft) abgesetzt zu haben.

Mittlerweile sind Sachen möglich, die ich mir noch vor 1 Jahr nicht zugetraut hätte. Allerdings lösen sie noch immer folgende Symptome aus:

Muskelsteifigkeit mit Gangschwierigkeiten und
Gleichgewichtstörungen

Wenn das so weiter geht und das hoffe ich sehr, dann bin ich definitiv auf dem richtigen Weg.

:party2:
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Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Freitag, 25.10.19, 13:18

Frage an alle nach 0 mg im Langzeit Entzug

Hallo ihr alle:

Wie kommt ihr mit dem Frust klar, der durch den Langzeit Entzug entsteht?

Ich habe aktuell keine Geduld und Kraft mehr und bin ziemlich verzweifelt was die immer noch bestehenden Symptome angeht.

Der Tag ist davon strukturiert und mein Leben dadurch getaktet.

Wellen erkenne ich durch Kehlkopfdruck und Übelkeit und Erbrechen und Schwindel und diese Muskelsteifigkeit, die mich total blockiert und es löst sich immer wieder auf und dann kommt bei mir ein Fenster wo ich mich total normal fühle und schnell alles machen was ich geplant hatte oder notwendig ist.

Zur Zeit Wache ich jede Nacht Punkt 3 Uhr kurz auf und mein Sonnengeflecht rumort, dann schlafe ich weiter.

Es würde mich freuen wenn ihr auch mal berichtet was wie wo bei euch noch an Symptomen vorhanden ist und was komplett weg ist.

Meine Symptome sind alle zur Zeit wieder da, allerdings in abgeschwächter Form (brennen der Oberschenkel und flaues Gefühl im Bauch sowie Harndrang und diverse Darmtätigkeiten), evtl durch die 2 OP getriggert von denen ich mich gerade erhole.

Also wie geht's euch?

Etwas traurige Grüße von einer die manchmal denkt das es nie mehr normal wird. Ich will mich nur NORMAL FÜHLEN....
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FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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