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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


auch neu hier...

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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schnute29
Beiträge: 31
Registriert: 09.07.2009 19:27

auch neu hier...

Beitrag von schnute29 »

Hallo, bin 29 und Alprazolam-abhängig. Zwar in niedriger Dosis, aber s ist so belastend...vor 3 Jahren bekam ich schwere Panikattacken, Krankenhaus, Ärzte usw...der Neurologe gab mir Citalopram 1 tgl und Alpra bei Bedarf, ja Anfangs war es nur bei Bedarf, ca. 2 Jahre lang, aber seit 1 Jahr MUSS ich tgl 1/2 bis 1 (0,5 mg) nehmen. Ich habe nicht mal mehr Attacken, mir gehts eigentlich sehr gut, aber abends im Bett, ein kleiner Gedanke "ich hab heut noch keine" bekomm ich Zustände, tagsüber gar nix aber wenn ich abend nicht zumindest ne halbe nehme ist nix mit Schlaf...Versuche jetzt seit Dezember 08 wegzukommen, die Citalopram hab ich schon abgesetzt, seit 6 Monaten und ich hatte KEINE Attacken-Rückfälle so wie mir mein Arzt das gesagt hat...und wenn was kommt, hatte ne Verhaltenstherapie und war beim Psychologen, ich weiß jetzt was zu tun ist und komm mit meiner Angst sogar super zurecht (klingt blöd, aber manchmal vermiss ich sie :wink: ). Ich will nur von dem Alpra weg!!!!!Mein Neurologe findet nix dabei wenn man die nimmt, die wören doch so toll... :evil:
Ich bin grad auf folgender Dosierung: alle 2 Tage ne halbe. Halben Monat schaff ich es...dann mal wieder paar Tage wo ich tgl. brauche.
Jetzt bin ich wahrscheinlich schwanger (habe schon ne Tochter (11), und zukünftigen Mann, der NIX von alldem weiß außer den Panikattacken). Ich will mein Baby nicht einer Gefahr aussetzen die ich selber verursache, wenn mit dem Kind irgendwas wäre ich würde das nicht verkraften...da ich ihm das durch das Medikament angetan habe...Hilfe :(
Mein Medikament: Alprazolam! Wegen Angstzuständen.
Seit 1 1/2 Jahren 1/2 bis 1 (0,5 mg) tgl., ich weiß nicht viel aber sehr belastend!
Hatte es auf eine viertel pro Tag geschafft, jetzt wieder 0,25 mg pro Tag.
Will ganz weg davon, ist aber soooooo schwer!
antianti
Beiträge: 217
Registriert: 06.03.2009 08:43

Re: auch neu hier...

Beitrag von antianti »

Hallo Schnute,

willkommen im Forum. Hier läuft es so, dass Du nach der Freischaltung, die ja scheinbar bei Dir erfolgt ist, in den anderen Rubriken einen eigenen Thread startest.

Ich antworte Dir hier trotzdem schon mal: Dein Plan, anlässlich Deiner vermutlichen Schwangerschaft das Benzo abzusetzen, ist absolut sinnvoll. Ich nehme an, dass Benzos, genau wie andere Psychopharmaka, fruchtschädigend wirken können. Vermutlich wird es aber dauern, bis Du das Zeug wirklich los bist. Hast Du einen guten Gyn, mit dem Du das Problem besprechen kannst? Evtl. wäre auch ein Wechsel zu einem etwas sensibleren Neurologen angebracht.

Mit der Methode, die Du momentan anwendest (abwechselnde Einnahme), machst Du es Dir, glaube ich, unnötig schwer. Meiner Erfahrung nach (mit einem "normalen" AD) ist es schonender, die Dosis langsam aber stetig zu reduzieren. Sonst gehst Du das Risiko ein, jeden zweiten Tag Entzugserscheinungen zu haben. Daran könnte es auch liegen, dass Du nach wenigen Wochen wieder "rückfällig" wirst.

Um das Zeug rein körperlich auszuschwemmen, falls es super dringend ist (z.B. wegen Schwangerschaft), habe ich hier auch schon gelesen, dass das innerhalb weniger Wochen klinisch machbar ist. Soll aber schon sehr anstrengend sein, und der wirkliche Entzug (speziell psychisch) ist damit noch nicht ausgestanden.

Vielleicht wäre doch zu überlegen, ob Du es Deinem Zukünftigen jetzt mitteilst. Wenn er es weiß und Dich vielleicht etwas unterstützen kann, macht das die ganze Sache bestimmt einfacher. Zumindest hättest Du keinen Stress mehr, irgendetwas vor ihm zu verheimlichen.

Sobald Du einen neuen Thread eröffnet hast, antworten Dir bestimmt bald auch noch die Benzospezialisten.

Bis dahin alles Gute
ANTIANTI
Seit März 2009: Trevilor/Venlafaxin abgesetzt! (Akuter Entzug: 3 Tage, danach schrittweise Besserung. Bis zwei Monate später noch selten leichte Stromschläge.)
26.05.09: 25µg L-Thyrox
20.07.09: 50µg L-Thyrox
09.09.09: 75µg L-Thyrox
13.01.10: 75µg L-Thyrox + 150µg Jodid
21.01.10: 100µg L-Thyrox + 150µg Jodid

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"Ein Antidepressivum runterzudosieren ist wie mit einem 500PS starken Sportwagen durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren."
Marsupilami

Re: auch neu hier...

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Schnute,

Eine Partnerschaft ist doch dafür da, dass man sich auch mit seinen Problemen angenommen fühlt und über Alles reden kann. Warum sprichst Du nicht mit ihm darüber, das wäre doch für Dich eine Entlastung und er könnte Dich besser verstehen? Wenn du schwanger bist und da auch eine Verantwortung auf Euch zukommt, dann solltet ihr doch offen sein und gemeinsam anpacken, was anzupacken ist, findest Du nicht?
Ich kenne Dich und Deine Lebensgeschichte nicht und will Dir nicht reinreden, Du wirst sicher Deine Gründe haben, die zu respektieren sind. Ist nur so mein Gedanke als Außenstehende.
Auf jeden Fall viel Durchhaltevermögen mit dem Absetzen, finde ich gut, dass Du so verantwortungsvoll bist, aber da wäre es sicher auch gut zu wissen, dass ein Partner da ist, der das mitträgt und Dich unterstützt.

Grüße vom Marsu
schnute29
Beiträge: 31
Registriert: 09.07.2009 19:27

Re: auch neu hier...

Beitrag von schnute29 »

Danke ihr beiden, wißt ihr, mein Freund hat nen Kumpel der stark Medi abhängig ist und nennt ihn Junky...Deswegen meine Angst...Ich trau mich nicht ihm das zu´sagen.
Und das andere, ich glaube auch das ich falsch runterdosiere, lieber paar Wochen gleiches Level und dann wieder bissl runter (aber wie bei einer halben 0,5mg, ich viertel die jetzt ja schon teilweise?).
Wie soll ich das machen?Mein Frauenarzt muß ich eh wechseln, der ist der Meinung Angstkrankheiten bildet man sich ein...und ich steh schon bei 3 Neurologen auf der Warteliste, hoffe ich finde einen besseren der mich nicht vollpumpt und das gut findet. Darf mein neuer dann eigentlich einfach sagen ich bekomme nix mehr?Wäre vielleicht gar nicht so schlecht...oder?
Mein Medikament: Alprazolam! Wegen Angstzuständen.
Seit 1 1/2 Jahren 1/2 bis 1 (0,5 mg) tgl., ich weiß nicht viel aber sehr belastend!
Hatte es auf eine viertel pro Tag geschafft, jetzt wieder 0,25 mg pro Tag.
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Marsupilami

Re: auch neu hier...

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Schnute,

es ist leider so, dass viele Menschen in Bezug auf psychische Krankheiten und auch in Bezug auf Medikamentenabhängigkeit glauben, etwas zu wissen und oft richtig üble Sachen loslassen, weil sie in Wirklichkeit gar nix drüber wissen. Fakt ist, dass Sucht ein schwerwiegendes Problem ist, das nicht, wie viele Menschen oft denken, etwas mit Willensschwäche und einem schwachen Charakter zu tun hat, sondern damit, dass der Körper sich an die Substanzen gewöhnt hat. Bei Antidepressiva kann man nicht von Abhängigkeit im strengen Sinn sprechen, aber es gibt eben die Absetzproblematik. Wenn Dein Freund da so blöde Sprüche macht, ist es verständlich, dass Du da Angst hast, dass er blöd reagieren wird, das ist mehr als verständlich. Vielleicht druckst Du ihm hier mal aus dem Wissensbereich ein paar Artikel aus zu dem Thema, damit er sieht, dass er völlig falsche Vorstellungen hat? Offenbar ist er nicht sehr sensibilisiert, sonst würde er nicht so gedankenlose Sachen sagen. Deinem Gyn wünsche ich einen Tag in der Angsthölle, unfassbar, so jemandem gehört echt die Approbation entzogen, ist ja total unmenschlich, und so jemand ist Gynäkologie, mit solch einer Einstellung Menschen gegenüber, da würde ich auch nicht mehr hingehen... Ist ja wirklich blöd, ich wünsche Dir wirklich, dass Dein Freund da etwas respektvoller mit Dir umgeht und Du es schaffst, mal mit ihm zu reden und ihn aufzuklären.

Grüße,

Marsu
schnute29
Beiträge: 31
Registriert: 09.07.2009 19:27

Re: auch neu hier...

Beitrag von schnute29 »

Danke Marsu, es ist schön zu wissen das es Menschen gibt die einen verstehen. Ich glaube mein Freund würde bei mir schon anders reagieren, als die Panikattacken anfingen hat er mich in Watte gepackt mich aber auch in allem unterstützt, mir viel abgenommen. Hatte/habe ein recht stressvolles Leben, wer hat das nicht, Vollzeitjob, oft Überstunden, Haushalt, meine Tochter, die in der Pubertät steckt :frust: ....
Er greift mikr bis heute sehr unter die Arme, obwohl er einen festen Job UND nachts einen Nebenjob hat (wir wollen ein Haus kaufen).Er bekommt nicht viel Schlaf und ich hielt ihm immer noch den Rücken frei, bis ich "kaputt" war. Jetzt hält er mir den Rücken frei, eigentlich Traumvorraussetzungen, aber ich trau mich nicht :( ....
Zu meinem Gyn geh ich auch nimmer, ich brauch jemand der mich versteht, der Gyn bei dem ich mit meiner Tochter damals war ist leider schon in Rente, ist ja 11 Jahre her, der war klasse und seeeeeeeeeehr verständnisvoll (war erst 17 und er hat mir soviel Mut gemacht obwohl er jemand vom alten Schlag war).
Aber ein positives seh ich, mir gibt der Gedanke auf unser Baby so viel Kraft und Mut, ich will auf keinen Fall dem Baby Schaden zufügen, habe nur Angst das es etwas von den Entzugserscheinungen mitbekommt...Aber ich denke positiv und vielleicht kann ich es durch unseren Wurm ja locker wegstecken.
Aber bitte, eine Frage noch, ich habe tgl nie mehr als 1/2 bis 1(selten) 0,5 mg Alpa genommen, wie dosiere ich die runter??????Ich viertel die mir ja schon, mit der Menge komm ich auch klar, nach dem Viertel ganz weg????da ist ja nimmer viel zum teilen da...
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mücke
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Re: auch neu hier...

Beitrag von mücke »

Hallo Schnute

Willkommen bei uns.

Eröffnest du bitte im Bereich Benzo absetzen ein neues Thema.

Alprazolam gibt es auch in kleinerer Dosierung ( 0,25 mg ).

Gruss Mücke
mücke
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Re: auch neu hier...

Beitrag von mücke »

Hallo Schnute

Wo biste geblieben?
Falls du noch mitliest.
Wir hatten vor einem J. schon mal eine Teilnehmerin, die in der gleichen Situation war wie du heute.
Hier 2 link dazu.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=4482
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=4726

Gruss Mücke
schnute29
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Re: auch neu hier...

Beitrag von schnute29 »

Hallo Mücke, bin da :P
Hatte letzte Woche null Zeit, und jetzt noch Besuch daheim. Die Teilnehmerin habe ich bereits gefunden :) Wir haben uns schon super austauschen können, ist ja wirklich fast identisch, unsere Geschichte.
Ich werd heut oder morgen im Laufe des Tages mal einen Beitrag mit meiner Dosierung, meinen Fragen usw. eröffnen.
Trotzdem vielen Dank für den Tip!!!!!!
Mein Medikament: Alprazolam! Wegen Angstzuständen.
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Hatte es auf eine viertel pro Tag geschafft, jetzt wieder 0,25 mg pro Tag.
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mücke
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Re: auch neu hier...

Beitrag von mücke »

Hallo Schnute
Die Teilnehmerin habe ich bereits gefunden. Wir haben uns schon super austauschen können, ist ja wirklich fast identisch, unsere Geschichte.
Das freut mich.

Gruss Mücke
schnute29
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Re: auch neu hier...

Beitrag von schnute29 »

:D Mich freut das auch voll, fast gleiche Geschicht und sooooooooo viel Mut zu bekommen. Wart aber trotzdem noch auf ein paar Antworten auf meinen Beitrag :(

Bis bald ;-)
Mein Medikament: Alprazolam! Wegen Angstzuständen.
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Hatte es auf eine viertel pro Tag geschafft, jetzt wieder 0,25 mg pro Tag.
Will ganz weg davon, ist aber soooooo schwer!
Gesperrt