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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


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Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Fraumerlin
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neu hier

Beitrag von Fraumerlin »

Hallo,

ich habe mich heute hier registriert, weil ich auf der Suche nach Hilfe oder auch Beistand bin.
Ich habe 12 Jahre lang Insidon geschluckt, zum Schluss eine 50mg am Tag.
Im letzten JAhr im April-Mai war ich in REha, wo ich anklingen lies, dass ich gerne ohne Chemie leben würde. UNd die Ärzte da sagten mir, dass Insidon NICHT anhängig macht und ich die Tablette einfach weg lassen soll.

Dann kam die Hölle....und sie dauert immer noch an. Es ist mit Ruhephasen zwischenzeitlich so schlimm, dass ich letzte Woche im Krankenhaus gelandet bin.

Jetzt stehe ich unter massivem Druck, die Tabletten wieder zu nehmen.
Die Ärzte werfen mir vor, nicht gesund werden zu wollen, sonst würde ich die TAbletten wieder nehmen.

Kann ein Entzug wirklich so furchtbar lange dauern? Oder mache ich mir etwas vor und bin auf dem falschen Weg?

Ich danke Euch fürs lesen und werde mich hier weiter umsehen.

LG

Fraumerlin :arrow:

PS: ich bin weiblich 8-) , fast 47 Jahre alt, zur Zeit arbeitslos( könnte so auch garnicht arbeiten), lebe seid 2 Jahren getrennt von meinem Mann und habe 2 Söhne, 21+16 Jahre alt. Der Jüngste lebt bei mir (wenn ich nicht gerade im KH liege) :shock:
12 Jahre Insidon, im April 2008 von heute auf morgen abgesetzt.
Seid 2. Oktober wieder Insidon Tropfen, zur Zeit 6 Tropfen morgens und 6 abends, entspricht je 25mg Opipramol
mücke
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Re: neu hier

Beitrag von mücke »

Hallo Fraumerlin

Herzlich Willkommen.
Jetzt stehe ich unter massivem Druck, die Tabletten wieder zu nehmen.
Die Ärzte werfen mir vor, nicht gesund werden zu wollen, sonst würde ich die TAbletten wieder nehmen.
Nach 12 J. ist es unmöglich das Insidon ohne Probleme abrupt abzusetzen.
Du hättest ausschleichen müssen.
Den Vorwurf der Ärzte finde ich gemein.
Ich haue denen mal in Gedanken eine in die F.
Kann ein Entzug wirklich so furchtbar lange dauern? Oder mache ich mir etwas vor und bin auf dem falschen Weg?
Ja, ein Entzug kann so lange dauern.
Es gibt hier nur 2 Möglichkeiten,
1. erneut einsteigen
2. durchhalten
Das hängt aber von der Aushaltbarkeit der Beschwerden ab und das weißt nur du.

Gruss Mücke
Marsupilami

Re: neu hier

Beitrag von Marsupilami »

Hallo,

für solche Ärzte verteile ich auch mal noch einen dreifachen Kieferbruch, :sports: . Aber so ist es eben: Wenn man es wagt, deren Heilslehren in Frage zu stellen oder etwas Anderes zu wollen als die aufgezwungenen Therapiekonzepte, dann hat man schnell den Salat.
Lies mal die Absetzpläne hier durch und glaube generell nicht, dass das, was Psychiater sagen, auch nur im Entferntesten etwas mit Wissenschaft oder gar Realität zu tun hat!

Grüße,

Marsu
Fraumerlin
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Re: neu hier

Beitrag von Fraumerlin »

Hallo,

ich bin froh, hier gelandet zu sein. Obwohl ich es echt erscheckend finde, was diese Glückspillen alles anstellen....und das man immer wieder als total bescheuert hingestellt wird, obwohl man von Anfang an falsch behandelt worden ist!!!


Ich habe am Montag wieder einen Termin bei meiner Psycho, und ich habe mir vorgenommen, ihr zu sagen: Wenn sie mir ohne Pillen nicht helfen kann, dann ist sie nicht die RIchtige!!

Ich habe jetzt über ein Jahr in der Hölle überleben müssen, ich werde doch jetzt nicht wieder mit dem MIst anfangen.
Der Entzug bei mir ist ja auch falsch gelaufen!
Wie oft musste ich mir anhören, dass ich mir die Sympthome alle nur EINBILDE!!!! DAbei habe ich von jetzt auf gleich nach 12 Jahren die Pille einfach weggelassen....oh Gott, ich bin so wütend auf soviel Unwissenheit im weissen KIttel.

Meine (ehemalige) Neurologin hat bei meinem letzten BEsuch bei ihr zu mir gesagt: Leute wie sie kann man auch dazu zwingen, Tabletten zu nehmen. Ich war bei ihr nie wieder!!!

Ich hoffe, dass die Entzugswellen wirkich mal aufhören, aber sie überraschen mich immer wieder.

Auch FReunde und Familie verstehen nicht, warum ich nicht einfach wieder Tabletten nehme. Ich stehe echt alleine da. Aber ich weiss einfach, dass ich das Richtige tue.

Danke für Euer Feedback.

LG

Fraumerlin :wink:
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Marsupilami

Re: neu hier

Beitrag von Marsupilami »

Wenn man keine Tabletten nehmen will, damit man die Klappe hält und Anderen nicht mit negativen Gefühlen auf die Nerven fällt, sondern brav funktioniert als Rädchen im Kapitalismus, dann kriegt man schnell Probleme. Die Erfahrung mach ich auch dauernd. In unserer Gesellschaft will man sich einfach nicht mit emotionalem Leid auseinandersetzen müssen, da wird enormer Druck ausgeübt. Wenn man vor Einsamkeit oder einem schweren Leben Depressionen kriegt, soll man was schlucken, damit sich die Umwelt nur ja nicht mit einem auseinandersetzen muss. selbst im privaten Umfeld macht man oft die Erfahrung, wie emotional abgestumpft die meisten Leute selbst sind.
Lass Dich nicht kirre machen, dass Du Dich nicht gleihschalten lassen willst zu einem funktionierenden Roboter, der am Besten gar nix mehr fühlt, wenn das für Dich nicht dr richtige Weg ist.

Solidarische Grüße,

Marsu
mücke
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Re: neu hier

Beitrag von mücke »

Hallo Fraumerlin
Wie oft musste ich mir anhören, dass ich mir die Sympthome alle nur EINBILDE!!!! DAbei habe ich von jetzt auf gleich nach 12 Jahren die Pille einfach weggelassen....oh Gott, ich bin so wütend auf soviel Unwissenheit im weissen KIttel.
Ich kann deinen Ärger gut verstehen.
Symptome bildet man sich nicht ein. Sie sind real da.
Bei den Ärzten, denke ich, ist es nicht nur Unwissenheit, sondern auch häufig Arroganz.
Und man glaubt seinen Pat. nicht, denn was nicht sein darf, kann auch nicht sein.

Gruss Mücke
Fraumerlin
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Re: neu hier

Beitrag von Fraumerlin »

Hallo,

ja, Arroganz kann es natürlich auch sein. Aber für mich ist es so schlimm, weil ich zeitweise gedacht habe: Was, wenn die Recht haben? Was, wenn du dir alles nur einbildest?

Egal, was ich gesagt habe, ob Kopf-oder Rückenschmerzen, es war Einbildung. Und zum Schluss gingen BEkannte dazu über, etwas zu mir zu sagen, und wenn ich sie darauf ansprach, hatten sie plötzlich nichts gesagt, weil ich mir alles einbilde.
Ein Bekannter war darin wirklich groß: Er log mich an, und als es aufflog, sagte er, ich sei verrückt. Alle wüssten das.
Ich weiss nicht, wo ich je wieder Vertrauen herholen soll!

Die ganze Leidenszeit hätte ich mir jemand gewünscht, der sagt: Du schaffst das schon!

Seid ich aus dem Krankenhaus bin, quält mich mein NAcken. Ich kann nicht nach links, nach rechts oder nach unten sehen. Aber ich traue mich nicht, etwas zu sagen. Ich kann die Blicke nicht mehr ertragen. Ich könnte ja meine Tablette nehmen und alles wäre gut.
Dabei ist es garnicht so. Während der Einnahme der Tabletten ging es mir ja auch nicht gut.

Manchmal habe ich keine Kraft mehr. Aber es muss einfach weiter gehen.

LG

Fraumerlin

PS: @marsupilami: Ich bin auch aus dem Saarland
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Fraumerlin
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Re: neu hier

Beitrag von Fraumerlin »

Hallo,

ich hatte eine schlimme Nacht.

Plötzlich fing das Herzrasen an, Schwindel, Schwitzen....Panik!!

Morgen soll ein CT gemacht werden, aber ich habe im Net gelesen, dass man dafür einen Puls zwischen 60-80 haben soll....meiner ist da immer weit drüber.


Mein gesamter Körper tut weh von der Anstrengung der Nacht....

Lg

Fraumerlin
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