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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


auch neu hier bin..

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
LolaRennt
Beiträge: 4
Registriert: 20.06.2004 10:06

auch neu hier bin..

Beitrag von LolaRennt »

Hallo u liebe Grüße an Alle,

also ich bin auch neu hier und würde gerne mal wissen ob es hier jemanden gibt der auch Probleme damit hat seine Kindheitserinnerungen einfach nicht zu bewältigen. Trotz Einzelsitzungen, Gruppentherapie, Tabletten AD verschiedenster Art..
Gibt es denn keine Möglichkeit des Vergessens? Von mir aus auch Verdrängen oder Hypnose? Einfach auslöschen aus dem Gehirn und neu anfangen können?
Diese Frage macht mich fast verrückt! Liegt wahrscheinlich auch daran das ich jetzt seit ca 4-5 Wochen ohne AD bin. Habe einfach abgesetzt. Aber das hier im Moment ist die Hölle (so stell ich sie mir vor)
Habe eben zehn Tropfen Diapepam genommen sonst könnt ich nicht mal schreiben oder denken.. Wem geht es ähnlich?

Liebe Grüße
LolaRennt (Tina die auch gerne wegrennen würde)
Alter: 36, seit 10 Jahren Einnahme von Fluctin, 2maliger Absetzversuch. Jetzt seit 4 Wochen auf "O" ! Von 20 mg am Tag
Seit 21.06.04 10mg Citalopram-isis dazu diazepam (wenns ganz schlimm ist) bis Wirkung von AD eintritt
karin
Beiträge: 98
Registriert: 12.02.2004 14:38

Beitrag von karin »

das macht das schnelle absetzen. man hat heulattacken, ist vielleicht sorgar etwas aggressiv.
in ein paar wochen ist das problem nicht mehr so stark präsent und man kann dinge besser verarbeiten.

laufen hat für mich etwas meditatives. man kann gut abschalten. zur anregung vielleicht yoga, pilates, autogenes training, zen meditation, qi gong, progessive muskelentspannung, shiatsu, massagen, saunieren, ... sind alles dinge, die sehr entspannend sind und den körper wieder ins gleichgewicht bringen können.

sich mit tranquilizern zu beruhigen, finde ich keine so gute idee.

lg,
karin
Zuletzt geändert von karin am 20.06.2004 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
mitte 05/2003 10mg zoldem->anfang 06-09/2003 0,75mg xanor, 150mg trittico->10/03 30mg remeron->anfang 12/2003 bis mitte 01/2004 50mg gladem->mitte 01/2004 50mg gladem, 75mg trittico->ende 02/2004 50mg gladem->mitte 03/2004 25mg gladem-> ausgeschlichen
LolaRennt
Beiträge: 4
Registriert: 20.06.2004 10:06

nicht nur durchs Absetzen

Beitrag von LolaRennt »

Hallo Karin,

ich weis ja das durch das Absetzen alles Schlimmer erscheint aber vor den AD war es genauso wie jetzt!!!! Meine Angst ist das es ohne dann wieder so ist u bleibt wie ich es seit meiner Kindheit kenne. Und das ist für mich nicht lebenswert. Im Moment ist mir alles zuviel durchs Absetzen: ich, andere, die Welt das Universum alles.. Sehe nur noch das Schlechte auf der Welt.. alles grausam, lieblos, freudlos.
Ich hoffe es gibt ein anderes Mittel das mir hilft. Montag morgen hab ich Termin beim Doc. Sollte erst in Kur aber das ist mir jetzt nicht geheuer. Denke ich warte erst bis es mir besser geht..

Liebe Grüße
Alter: 36, seit 10 Jahren Einnahme von Fluctin, 2maliger Absetzversuch. Jetzt seit 4 Wochen auf "O" ! Von 20 mg am Tag
Seit 21.06.04 10mg Citalopram-isis dazu diazepam (wenns ganz schlimm ist) bis Wirkung von AD eintritt
tyra
Beiträge: 63
Registriert: 23.04.2004 12:43
Wohnort: Niederbayern

Beitrag von tyra »

hallo LolaRennt,

ich kann dich gut verstehen. Ich bin in einer ähnlichen Lage wie du. Allerdings hab ich noch immer keine Medikamente genommen.
Auch ich ziehe mein Hauptproblem aus der Kindheit mit und bin jetzt gerade dabei es mit Hilfe eines Therapeuten zu verarbeiten, allerdings in Einzelgesprächen. Ich hatte erst einen Termin, kann also noch nicht viel dazu sagen. Aber es hilft mir. Nebenbei bin ich seit April in einer Selbsthilfegruppe, die mir auch sehr gut tut. Aber ob es eine Bewältigung gibt? Ich glaube, man kann nur lernen damit umzugehen und leben zu können. Wenn man das erreicht hat, geht es vielleicht einfacher. Aber bis dahin ist es bestimmt ein sehr langer Weg.
Ich wünsche Dir, dass auch du deinen Weg findest, und es dir eines Tages gelingt trotz Vergangenheit glücklich zu leben.
Das wünsche ich dir, mir und allen anderen die ähnliche Probleme haben

Gruß tyra
Cabrio fahren ist meine Medizin

--------------------------------------

noch keine Medikamente und ich wünsche mir, dass das so bleibt!
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Tina,

mir geht es auch so ähnlich. Ich habe seit meiner Kindheit, die nicht sehr schön war, Depressionen. Ich bin mittlerweile 46 Jahre und habe es immer noch nicht verarbeitet. Viele Sachen die in meiner Kindheit waren belasten mich noch heute, ich träume auch sehr viel davon. Leider konnte ich keinen Therapeuten finden der mir helfen konnte. Also habe ich alles so gut es geht selbst für mich geklärt. Mit meiner Mutter habe ich sehr große Probleme, ich habe versucht mit ihr zu reden und wollte so manches klären. Leider ist es fehlgeschlagen. Meine Mutter nannte mich eine große Lügnerin, sie konnte sich nicht mit mir darüber auseinandersetzen. Daraufhin hat sie sich von mir abgewendet, und auch eine meiner Schwestern, wenn ich sie irgendwo treffe tut sie als ob sie mich nicht kennen würde. So ist es eben, für mich ist die Sache abgeschlossen, es ist für mich leichter keinen Kontakt mehr mit ihr zu haben, wie mir das immer wieder anzutun. Aus dem Gedächtnis streichen kann man das nicht, das will ich auch nicht, es gehört ja zu meiner Lebensgeschichte dazu, daran bin ich auch gereift. Du mußt es einfach akzeptieren so wie es eben ist. Ich versuche auch immer nicht darüber zu grübeln,wenn die Gedanken kommen sag ich mir immer hör auf das ist vertane Zeit, damit änderst Du ja eh nichts.
Natürlich hast Du auch viel zu schnell abgesetzt, das hättest Du viel langsamer machen müssen.
Wenn Du sehr große Absetzerscheinungen hast geh doch noch mal auf Deine Dosis und reduziere dann langsamer, das bekommt sicher Deiner Psysche besser.
Das mit der Kur finde ich jedoch eine gute Idee, überleg es Dir doch noch mals. Ich war letztes Jahr für 5 Wochen in Reha, ich habe dort viel gelernt und kann mir seit dem auch besser selbst helfen.

liebe Grüße Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
LolaRennt
Beiträge: 4
Registriert: 20.06.2004 10:06

Beitrag von LolaRennt »

Hallo Uschi,

du scheinst ja ähnliche Probleme zu haben.
Seit ich den Kontakt abgebrochen habe (was sie auch schon tat als ich bei ihr wohnte und ein Jahr lang nur in mein Kellerzimmer durfte; durch die Garage rein; Heizung u. warmes Waser abgedreht von ihr; kein Zugang zum Haus ausser dieses Zimmer) geht es mir auch besser. Wenigstens regt man sich nicht immer wieder neu auf wenn sie wieder anrief oder so.
Denke auch das sie vielleicht gar nichts dafür kann weil mein Opa wohl sehr streng und ein Schläger war. Ich weiß gar nicht wieviele Kochlöffel sie auf unseren Hintern zerbrochen hat. (hab noch zwei Geschwister aber älter) Aber von den Schlägen träume ich nicht, die steckt man irgendwann weg. Aber immer die Schreierei, immer die Angst gleich fängst Du wieder eine. Wie kann man zu seinem Kind sagen Du bist der letzte Dreck und hast nur die Straße verdienst? Weihnachten kannste unter der Brücke schlafen. Oder ich bring deinen Hund um. Ich bin jetzt 36 und habe immer noch Angst vor ihr (wobei ich hier nicht ALLES erzählt habe was sie noch gemacht hat) Und ist es nicht eigentlich normal wenn man als kleines Kind schon sowas hört das einen das immer beschäftigen wird?
Mir gehts heute eigentlich ganz gut, kann schreiben, kann reden; konnte ich schon länger nicht mehr. Fühle mich hier gut aufgehoben.

Danke für eure Antworten

Alles Liebe

Tina
Alter: 36, seit 10 Jahren Einnahme von Fluctin, 2maliger Absetzversuch. Jetzt seit 4 Wochen auf "O" ! Von 20 mg am Tag
Seit 21.06.04 10mg Citalopram-isis dazu diazepam (wenns ganz schlimm ist) bis Wirkung von AD eintritt
Gesperrt