Hallo ihr Lieben,
Gestern habe ich durch Zufall diesen Thread entdeckt. Bin zwar schon seit August 2019 Mitglied hier, aber solange ich noch im absetzprozess war, habe ich mich mehr darauf fokussiert das AD los zu werden.
Ich habe stundenlang Beiträge gelesen und es ist mir klar geworden, dass ich mich hier einreihen muss.
Seit über 8 Monaten bin ich auf Null und es gab noch keinen einzigen Tag ohne Symptome.
Es gab nur bessere oder schlechtere Tage. Anfangs war ich auf Symptome vorbereitet, denn ich war auch im Entzug nie symptomfrei. Eine Krise hat die andere abgelöst.
Trotzdem habe ich es ausgehalten weil ich das Zeug endgültig loswerden wollte.
Nach fast 1,5 Jahren habe ich es geschafft (Absetzschritte und Krisen kann man in meiner Signatur oder Thread nachlesen)
Ohne Hilfe und Unterstützung hier hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. Dafür möchte ich einfach mal danke

sagen. Einige hier meinten ich wäre zu schnell unterwegs gewesen, aber ich konnte die ganzen NW nicht mehr ertragen. Ganz schlimm war und ist meine Gewichtsabnahme und meine Appetitlosigkeit. Habe in 2,5 Jahren 10 Kilo abgenommen und bekomme nichts mehr drauf auf meine Rippen. Da ich vorher schon sehr schlank war ist das natürlich übel. Ich habe mir früher nie Gedanken übers Essen gemacht. Wenn ich Hunger hatte habe ich gegessen und ich konnte alles essen...
Wenn ich mal alles Revue passieren lasse, hatte ich die größten Krisen immer nach Operationen oder Eingriffen wo Narkosen und Medikamente im Spiel waren.
Die Halsschlagader Operation hat mir Cholesterin Tabletten, ASS zur Blutverdünnung und Blutdruck Medikamente beschert. Sollte ich alles für den Rest meines Lebens einnehmen.
Mein Körper hat sich mit Angst und Panik gewehrt und dann bin ich in der Psychiatrie und bei Antidepressiva gelandet.
Mittlerweile nehme ich gar nichts mehr. Nach dem absetzen des AD habe ich ein paar Wochen später auch die Betablocker ausgeschlichen. Blutdruck und Puls hatten sich im Entzug auch damit nicht normalisiert.
Nachdem ich vor 3 Wochen eine kleine Narkose bei einer Augen Operation bekommen habe ist mal wieder die Hölle über mich reingebrochen und hat mich wieder in die Steinzeit katapultiert. Die Corona Impfung und ein 5tägiger Ausflug mit Laif900 (hochdosiertes Johanniskraut) hat mir den Rest gegeben.
Schwindel, Schwäche, Herzrasen, Tinnitus, Magen und Darmprobleme, Zittern, Unruhe, schwitzen, frieren, brennende Schmerzen, Nacken und hws Verspannungen, Kopfschmerzen,
Taubheitsgefühle in den Fingern, Essen katastrophal und so weiter und so fort.
Und dann natürlich auch noch Ängste und Depressionen. Hatte ich früher nie. War immer stark und tough und habe alle Probleme gut gemeistert.
Jetzt gelte ich als psychisch krank und alle Welt um mich herum ist ratlos und die Ärzte sagen ich bin körperlich gesund, also muss es ja die Psyche sein. Habe die Therapie wieder aktiviert aber mein Therapeut hat keine Ahnung wie er mir helfen soll und das hat er mir auch mitgeteilt.
Jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man bei diesem ganzen Sch........ja psychisch krank werden muss. Wenn es in 2,5 Jahren fast keinen Tag gibt wo es dir gut geht, muss die Psyche ja verrückt spielen. Dass die Probleme vom AD kommen glaubt auch keiner mehr.
Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich beschlossen, dass ich die Situation jetzt einfach akzeptiere und auf niemanden mehr höre, sondern nur noch auf mich und meinen Körper. Dann zwinge ich mich nicht mehr rauszugehen sondern liege auf dem Sofa und ruhe mich aus und lese. Lesen ist die einzige Ablenkung die funktioniert und leise Musik im Hintergrund. Kein Fernsehen (schon seit Monaten nicht mehr), keine Aktivitäten, keine Arbeit, kein Druck.
Es ist jetzt wie es ist und die Hoffnung auf Heilung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Ich habe einen Roman geschrieben, aber es hat mir gut getan meine Gedanken nieder zu schreiben.
Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tag mit wenig Symptomen und vielen guten Gedanken
Liebe Grüße von Elisabeth
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL
Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw
Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL
Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.