Hallo,
meine 16-jährige Tochter nimmt, wie ich bereits vor einigen Tagen berichtete, jetzt 5 mg Cipralex, statt sonst 10 mg. Bisher ging es einigermaßen, aber heute berichtetet sie von Schlafstörungen, die Geräusche empfindet sie viel lauter als sonst und sie hat starke Ohrgeräusche. Weiterhin hat sie schon Angst vor der nächsten Nacht.
Ich rate ihr, sich sportlich zu betätigen (Ausdauersport o. ä.), aber sie macht es einfach nicht, sie hat keine Lust dazu und meint, dass bringt sowieso nichts. Sie meckert mich an und ist wütend. Ich weiß manchmal nicht mehr, was ich ihr sagen soll. Wenn ich ihr sage, dass die Erscheinungen mit der Zeit vergehen werden, dann stampft sie wütend die Treppe hoch und knallt die Zimmertür zu.
Sie hat in den Ferien (sie war allein mit Freunden beim Zelten) die Tabletten an einigen Tagen gar nicht eingenommen, obwohl sie wusste, was das für Folgen haben kann, nun nimmt sie 0,5 mg und ich denke, sie muss jetzt durchhalten, sonst kommt sie von den beschi... Tabletten nie mehr los.
Wenn ich ihr wieder mehr von dem Cipralex gebe, dann fängt sie wieder an, sich mit der Hand häufiger gegen den Kopf zu schlagen, das ist jetzt, wo sie weniger nimmt, so empfinde ich es (ich will sie nicht danach fragen, sonst erinnert sie sich wieder daran) , besser geworden.
Ich finde die Situation fürchterlich, dass die Ärzte vor der Einnahme von SSRI die Patienten nicht genau aufklären ist, meiner Meinung nach, schon fast kriminell.
Fischöl verträgt sie nicht (sie bekommt Durchfall) und die Akupunktur
beginnt erst am 17.08., da die Ärztin im Urlaub ist.
Bin ich zu hart oder was würdet ihr machen?
Herzliche Grüße
Sandra
Cipralex absetzen 2. Versuch
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Linda
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Liebe Sandra,
ich kenne das alles zur zu gut. Versuche selbst Abstand zu nehmen. Lenke Dich selbst ab. Zeige ihr, dass sie nicht alles mit Dir machen kann, nur weil es ihr schlecht geht. Sie darf Dich nicht terrorisieren. Natürlich fühlst Du mit ihr, Du hast Dich unglaublich viel für sie eingesetzt - es darf Dich aber nicht kaputtmachen. Versuche, nicht auf jede Reaktion ihrerseits zu achten oder zu reagieren - ich habe das Gefühl, Du bist momentan zu nah daran und läßt Dich zu arg mit in ihren Schmerz hineinziehen. Obwohl sie erst 16 ist, hat sie eine gewisse Eigenverantwortung, und die mußt Du ihr auch überlassen. Wenn Du versuchst, ihr alles abzunehmen, wird sie sowieso dagegen rebellieren. Sei da für sie, wenn sie Dich braucht, aber versuche nicht, ihr Leben für sie zu leben - das geht einfach nicht.
Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch, dies ist nicht als Kritik gemeint. Ich denke, es wäre für Euch beide das Beste, Du würdest Dich auch ab und zu mal um Dich selbst kümmern. Wie ist es mit dem Vater? Kann er Dich auch entlasten? Gönne Dir einen schönen Tag alleine oder mit Freunden irgendwo in der Sonne mit einem guten Buch, damit Du auch nervlich tanken kannst. Wie gesagt, ich habe das alles hinter mir - ein bißchen Abstand tut wirklich gut, glaube mir. Sie schafft das schon - auch streckenweise alleine.
Herzliche Grüße
Linda
ich kenne das alles zur zu gut. Versuche selbst Abstand zu nehmen. Lenke Dich selbst ab. Zeige ihr, dass sie nicht alles mit Dir machen kann, nur weil es ihr schlecht geht. Sie darf Dich nicht terrorisieren. Natürlich fühlst Du mit ihr, Du hast Dich unglaublich viel für sie eingesetzt - es darf Dich aber nicht kaputtmachen. Versuche, nicht auf jede Reaktion ihrerseits zu achten oder zu reagieren - ich habe das Gefühl, Du bist momentan zu nah daran und läßt Dich zu arg mit in ihren Schmerz hineinziehen. Obwohl sie erst 16 ist, hat sie eine gewisse Eigenverantwortung, und die mußt Du ihr auch überlassen. Wenn Du versuchst, ihr alles abzunehmen, wird sie sowieso dagegen rebellieren. Sei da für sie, wenn sie Dich braucht, aber versuche nicht, ihr Leben für sie zu leben - das geht einfach nicht.
Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch, dies ist nicht als Kritik gemeint. Ich denke, es wäre für Euch beide das Beste, Du würdest Dich auch ab und zu mal um Dich selbst kümmern. Wie ist es mit dem Vater? Kann er Dich auch entlasten? Gönne Dir einen schönen Tag alleine oder mit Freunden irgendwo in der Sonne mit einem guten Buch, damit Du auch nervlich tanken kannst. Wie gesagt, ich habe das alles hinter mir - ein bißchen Abstand tut wirklich gut, glaube mir. Sie schafft das schon - auch streckenweise alleine.
Herzliche Grüße
Linda
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spike
Hallo Sandra
Das mit deiner Tochter tut mir ziemlich leid , ich bin selber auf Trevilor entzug und habe Angst ohne ende , was mir ein wenig hilft bei diesem Entzug ist Amioxid , dies ist ein älteres Antidepressivum und man hat auch nicht solche Probleme beim absetzen , wie bei den SSRI , und ich kann wenigstens 4 Stunden Schlafen , das mit dem Laut hören und Pfeifen hab ich auch ,
vieleicht hilft bei deiner Tochter auch das Amioxid , und kommt wenigstens ein wenig zur Ruhe .
Gruss Tom
Das mit deiner Tochter tut mir ziemlich leid , ich bin selber auf Trevilor entzug und habe Angst ohne ende , was mir ein wenig hilft bei diesem Entzug ist Amioxid , dies ist ein älteres Antidepressivum und man hat auch nicht solche Probleme beim absetzen , wie bei den SSRI , und ich kann wenigstens 4 Stunden Schlafen , das mit dem Laut hören und Pfeifen hab ich auch ,
vieleicht hilft bei deiner Tochter auch das Amioxid , und kommt wenigstens ein wenig zur Ruhe .
Gruss Tom