Angst vor Fluneurin
Angst vor Fluneurin
Hallo,
ich bin neu hier. Vor drei Tagen war ich erstmals beim Psychiater und habe wegen Depressionen Fluneurin (Fluoxetin) verschrieben bekommen und zögere nun es auch einzunehmen da ich grosse Angst vor den Nebenwirkungen habe. Die schwerwiegenden bzw. möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen sind sicher sehr selten - aber WIE selten (z.B. Schlaganfall und Serotoninsyndrom)? Und was sind sichere Anzeichen dass man die Einnahme sofort einstellen sollte, und was sind Symptome bei denen man evtl. SOFORT einen Arzt / Notarzt aufuchen sollte?
In der Packungsbeschreibung werden viele Nebenwirkungen aufgezählt und einige als schwerwiegend oder sogar gefährlich bezeichnet, aber ich frage mich woran ich erkenne dass eine Reaktion gefährlich ist, und wieviel Zeit hat man dann noch? Reicht es in jedem Fall das Mittel einfach abzusetzen? Oder muss man dann gleich zum Arzt? Ich finde das so schwer einzuschätzen da der Psychiater mich ja auch darauf hingewiesen hat dass man z.B. Magen-Darm-Probleme bekommen kann, und dass das anfangs relativ normal ist, andererseits ist Durchfall auch ein mögliches Symptom für das Serotoninsyndrom- also wie weiss ich wann es gefährlich ist?
Ich bin übrigens auch schon in psychotherapeutischer Behandlung. Ich weiss dass meine Ängste übertreiben sind aber sie sind dennoch da.....für mich fühlen sie sich sehr realistisch an und ich fühle mich einfach noch nicht sicher genug das Medikament/seine (Neben-)Wirkungen einzuschätzen um es auch nehmen zu können...
Vielen Dank im voraus.
ich bin neu hier. Vor drei Tagen war ich erstmals beim Psychiater und habe wegen Depressionen Fluneurin (Fluoxetin) verschrieben bekommen und zögere nun es auch einzunehmen da ich grosse Angst vor den Nebenwirkungen habe. Die schwerwiegenden bzw. möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen sind sicher sehr selten - aber WIE selten (z.B. Schlaganfall und Serotoninsyndrom)? Und was sind sichere Anzeichen dass man die Einnahme sofort einstellen sollte, und was sind Symptome bei denen man evtl. SOFORT einen Arzt / Notarzt aufuchen sollte?
In der Packungsbeschreibung werden viele Nebenwirkungen aufgezählt und einige als schwerwiegend oder sogar gefährlich bezeichnet, aber ich frage mich woran ich erkenne dass eine Reaktion gefährlich ist, und wieviel Zeit hat man dann noch? Reicht es in jedem Fall das Mittel einfach abzusetzen? Oder muss man dann gleich zum Arzt? Ich finde das so schwer einzuschätzen da der Psychiater mich ja auch darauf hingewiesen hat dass man z.B. Magen-Darm-Probleme bekommen kann, und dass das anfangs relativ normal ist, andererseits ist Durchfall auch ein mögliches Symptom für das Serotoninsyndrom- also wie weiss ich wann es gefährlich ist?
Ich bin übrigens auch schon in psychotherapeutischer Behandlung. Ich weiss dass meine Ängste übertreiben sind aber sie sind dennoch da.....für mich fühlen sie sich sehr realistisch an und ich fühle mich einfach noch nicht sicher genug das Medikament/seine (Neben-)Wirkungen einzuschätzen um es auch nehmen zu können...
Vielen Dank im voraus.
Hallo Dela,
herzlich willkommen hier im Forum.
Wenn Du noch Fragen hast , melde Dich
Gruß an Dich Uschi[
P.s. Wenn Du das Fluoxetin nehmen solltest, dann fang ganz langsam an mit einer geringen Dosis und steigere auch langsam. Dann sind auch die Nebenwirkungen geringer, wenn Dein Körper Zeit hat sich an das Mittel zu gewöhnen. Es muß auch nicht sein, dass Du beim Einschleichen und Ausschleichen damit Probleme hast. Vielen gelingt das auch ohne Probleme. Viele haben damit jedoch Probleme, besonders beim Absetzen, deshalb auch diese Forum hier.
herzlich willkommen hier im Forum.
Du solltest erst mal alles andere ausprobieren bevor Du zu Antidepressivas greifst. Was hast Du bisher gegen Deine Depressionen getan ?Vor drei Tagen war ich erstmals beim Psychiater und habe wegen Depressionen Fluneurin (Fluoxetin) verschrieben bekommen und zögere nun es auch einzunehmen da ich grosse Angst vor den Nebenwirkungen habe.
Die tödlichen Nebenwirkungen sind sicher sehr selten, davor solltest Du keine Angst haben, wenn Du Dich entschließt das Fluoxetin zu nehmen. Die Hersteller müssen halt alles an Nebenwirkungen vermerken, auch die ganz, ganz seltenen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du das dann schon merkst wenn Du einen Artzt aufsuchen solltest.Die schwerwiegenden bzw. möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen sind sicher sehr selten - aber WIE selten (z.B. Schlaganfall und Serotoninsyndrom)? Und was sind sichere Anzeichen dass man die Einnahme sofort einstellen sollte, und was sind Symptome bei denen man evtl. SOFORT einen Arzt / Notarzt aufuchen sollte?
Das Serotoninsyndrom tritt erst auf, wenn die Dosis zu hoch ist! Am Anfang der Einnahme sind Magen - Darm Probleme wie Durchfall normal. Ich habe selbst heute noch Probleme ab und zu mit dem Darm. Wenn Deine Angst vor den Nebenwirkungen jedoch sehr gross ist, solltest Du das Mittel nicht nehmen. Hör dann auf Dein Gefühl. Vielleicht kann Dir Dein Arzt auch was leichteres verschreiben. Muß ja nicht gleich ein SSRi sein.z.B. Magen-Darm-Probleme bekommen kann, und dass das anfangs relativ normal ist, andererseits ist Durchfall auch ein mögliches Symptom für das Serotoninsyndrom- also wie weiss ich wann es gefährlich ist?
Wenn Du noch Fragen hast , melde Dich
Gruß an Dich Uschi[
P.s. Wenn Du das Fluoxetin nehmen solltest, dann fang ganz langsam an mit einer geringen Dosis und steigere auch langsam. Dann sind auch die Nebenwirkungen geringer, wenn Dein Körper Zeit hat sich an das Mittel zu gewöhnen. Es muß auch nicht sein, dass Du beim Einschleichen und Ausschleichen damit Probleme hast. Vielen gelingt das auch ohne Probleme. Viele haben damit jedoch Probleme, besonders beim Absetzen, deshalb auch diese Forum hier.
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Fluoxetin und Narkose...?
Hallo Molder411 und Uschi,
vielen Dank für Eure Antworten!
Am WE ging es mir wieder so schlecht dass ich mich schliesslich entschieden habe das Fluneurin einzunehmen. Soweit ging es mir damit auch noch ganz gut. Am Sonntag früh habe ich die erste genommne. Gestern hatte ich nur einen metallischen (etwas unangenehmen) Geschmack im Mund und beim Autofahren Konzentrationsprobleme. Aber nicht all das Schlimme was ich mir mal wieder ausgemalt hatte..... Ich sollte von Anfang an 20 mg immer morgens nach dem Frühstück nehmen, von einer Steigerung war nicht die Rede.
Ich bin seit zwei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung und habe grosses Vertrauen zu meinem Thera der meinte das Medikament würde sicher hilfreich für mich sein. Er hätte so oder so hinter mir gestanden ob ich es nehme oder nicht. Leider läuft die Therapie demnächst aus was mir zusätzlich Angst gemacht hat. Ich nehme an der Auslöser der Depression war der Tod meines Vaters im Sommer (meint auch der Psychiater).
So, nun habe ich damit angefangen und hoffe es wird bei mir gut wirken. Heute hatte ich allerdings eine schlimme Panikattacke. Was nicht so ganz neu ist, ähnliches hatte ich in den letzten Monaten immer mal wieder aber vorher noch nie am hellichten Tag.
Jetzt habe ich aber noch eine Frage, vielleicht kann mir da noch jemand weiterhelfen: am 24.11. habe ich einen Termin für eine Magenspiegelung. Ich habe den Psychiater gefragt der es mir vesrchrieben hat ob das Mittel im Zusammenhang mit dem Schlaf-/Beruhigungsmittel das man da für die Untersuchung bekommt bedenklich ist - er meinte nein.... hat da jemand Erfahrung, muss ich etwas beachten, gibt es etwas was da bestimmt NICHT gegeben werden darf oder zumindest ein zusätzliches Risko darstellt? Er meinte es sei nicht bedenklich da das was man da bekäme denn es würde zu der gleichen Gruppe gehören wie das Schlafmittel (Zolpidem) das er mir vorsichtshalber gleich mit verschrieben hatte falls ich durch das Fluneurin Schlafstörungen bekomme, ich soll das Rezept aber erst einlösen wenn es nicht anders geht. Aber er meinte insofern sei die Narkose kein Problem....
Was meint Ihr dazu?
Vielen Dank im voraus!
vielen Dank für Eure Antworten!
Am WE ging es mir wieder so schlecht dass ich mich schliesslich entschieden habe das Fluneurin einzunehmen. Soweit ging es mir damit auch noch ganz gut. Am Sonntag früh habe ich die erste genommne. Gestern hatte ich nur einen metallischen (etwas unangenehmen) Geschmack im Mund und beim Autofahren Konzentrationsprobleme. Aber nicht all das Schlimme was ich mir mal wieder ausgemalt hatte..... Ich sollte von Anfang an 20 mg immer morgens nach dem Frühstück nehmen, von einer Steigerung war nicht die Rede.
Ich bin seit zwei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung und habe grosses Vertrauen zu meinem Thera der meinte das Medikament würde sicher hilfreich für mich sein. Er hätte so oder so hinter mir gestanden ob ich es nehme oder nicht. Leider läuft die Therapie demnächst aus was mir zusätzlich Angst gemacht hat. Ich nehme an der Auslöser der Depression war der Tod meines Vaters im Sommer (meint auch der Psychiater).
So, nun habe ich damit angefangen und hoffe es wird bei mir gut wirken. Heute hatte ich allerdings eine schlimme Panikattacke. Was nicht so ganz neu ist, ähnliches hatte ich in den letzten Monaten immer mal wieder aber vorher noch nie am hellichten Tag.
Jetzt habe ich aber noch eine Frage, vielleicht kann mir da noch jemand weiterhelfen: am 24.11. habe ich einen Termin für eine Magenspiegelung. Ich habe den Psychiater gefragt der es mir vesrchrieben hat ob das Mittel im Zusammenhang mit dem Schlaf-/Beruhigungsmittel das man da für die Untersuchung bekommt bedenklich ist - er meinte nein.... hat da jemand Erfahrung, muss ich etwas beachten, gibt es etwas was da bestimmt NICHT gegeben werden darf oder zumindest ein zusätzliches Risko darstellt? Er meinte es sei nicht bedenklich da das was man da bekäme denn es würde zu der gleichen Gruppe gehören wie das Schlafmittel (Zolpidem) das er mir vorsichtshalber gleich mit verschrieben hatte falls ich durch das Fluneurin Schlafstörungen bekomme, ich soll das Rezept aber erst einlösen wenn es nicht anders geht. Aber er meinte insofern sei die Narkose kein Problem....
Was meint Ihr dazu?
Vielen Dank im voraus!
-
Oliver
- Gründer
- Beiträge: 11072
- Registriert: 10.10.2003 23:58
- Hat sich bedankt: 713 Mal
- Danksagung erhalten: 420 Mal
Hallo.
Alles Gute
Oliver
Ich halte es generell für eine schlechte Idee bei psychischen Problemen mit eindeutigen Ursachen Medikamente zu nehmen. Wenn Dein Vater im Sommer gestorben ist, ist es doch völlig klar das Du trauerst! Und je nach Veranlagung trauern manche halt mehr und manche weniger ... warum ist das jetzt eine Krankheit?Dela hat geschrieben:Ich nehme an der Auslöser der Depression war der Tod meines Vaters im Sommer (meint auch der Psychiater)
Alles Gute
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss 
Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
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Hallo Dela,
mir fiel gerade noch etwas ein, es gibt doch Selbsthilfegrupen für Trauernde, vielleicht ist das etwas für dich?
Nach 2 Jahren Therapie, sollte schon eine Besserung eintreten. Ich würde mir vielleicht doch einen anderen Therapeuten suchen, auch wenn du diesem vertraust. Machst du eine Verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie?
Liebe Grüße
Sandra
mir fiel gerade noch etwas ein, es gibt doch Selbsthilfegrupen für Trauernde, vielleicht ist das etwas für dich?
Nach 2 Jahren Therapie, sollte schon eine Besserung eintreten. Ich würde mir vielleicht doch einen anderen Therapeuten suchen, auch wenn du diesem vertraust. Machst du eine Verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie?
Liebe Grüße
Sandra
Hallo Oliver,
ja ich weiss auch nicht, nun habe ich mal damit angefangen und mich darauf verlassen dass es OK ist wenn beide also Thera (der mich lange kennt) und der Psychiater (der mich zum ersten Mal sah) es mir empfehlen. Ich wollte ja auch solche Hilfe weil ich das gefühl hatte ich schaffe es nicht. Es warr ja auch nicht "nur" die Trauer, ich hatte das Gefühl mir ist der Boden unter den Füssen weg, habe entweder wenn ich allein war meistens nur noch haltlos geweint und gegenüber meiner Familie oft nur noch sehr ungeduldig und aggressiv, oder eben lethargisch und bedrückt. Ich hatte ja nach den ersten 2 oder 3 Monaten schon gedacht es würde besser. Ich denke der psychiater hat es auch so eingeschätzt dass das jetzt nicht mehr "nur" die Trauer ist sondern halt eine Depression. So fühlt es sich für mich auch an - jedenfalls wie ich mir das vorstelle. Ich dachte ja schon nicht mehr SOOO oft an meinen Vater, trotzdem ständig geweint mit oder ohne Anlass.
Ich kann nur hoffen dass ich jetzt den richtigen Weg gehe. Trotzdem danke für deine Antwort.
Dela
ja ich weiss auch nicht, nun habe ich mal damit angefangen und mich darauf verlassen dass es OK ist wenn beide also Thera (der mich lange kennt) und der Psychiater (der mich zum ersten Mal sah) es mir empfehlen. Ich wollte ja auch solche Hilfe weil ich das gefühl hatte ich schaffe es nicht. Es warr ja auch nicht "nur" die Trauer, ich hatte das Gefühl mir ist der Boden unter den Füssen weg, habe entweder wenn ich allein war meistens nur noch haltlos geweint und gegenüber meiner Familie oft nur noch sehr ungeduldig und aggressiv, oder eben lethargisch und bedrückt. Ich hatte ja nach den ersten 2 oder 3 Monaten schon gedacht es würde besser. Ich denke der psychiater hat es auch so eingeschätzt dass das jetzt nicht mehr "nur" die Trauer ist sondern halt eine Depression. So fühlt es sich für mich auch an - jedenfalls wie ich mir das vorstelle. Ich dachte ja schon nicht mehr SOOO oft an meinen Vater, trotzdem ständig geweint mit oder ohne Anlass.
Ich kann nur hoffen dass ich jetzt den richtigen Weg gehe. Trotzdem danke für deine Antwort.
Dela
Hallo Sandra,
auch für Deine Antwort vielen Dank. Ja an eine Selbsthilfegruppe habe ich auch schon gedacht, andererseits hate ich ja das Gefühl mit der Trauer an sich garnicht so schlecht klarzukommen. Es kam bei mir aber noch vieles andere hinzu, seit dem Tod meines Vaters ist auch die Familie mehr oder weniger entzweit und ich habe einfach das Gefühl mit dem Alltag nicht mehr klar zu kommen. Ich mache eine VT. Anfang des Jahres bevor mein Vater ins KH kam wo er bis zu seinem Tod viele Wochen auf der Intensivstation lag ging es mir tatsächlich besser, ich war so richtig auf dem Weg nach oben nach 1 Jahr Therapie. Viele Symptome hatten sich gebessert, auch einiges hält sich immer noch (z.B. Alkoholmissbrauch viel viel weniger im Moment Null, komischerweise ) aber diese andere sehr deutliche Verschlechterung ist eben erst in der letzten Zeit eingetreten. Ich habe das Gefühl all die letzten Monate seit Anfang April als das alles losging waren zu viel für mich, die eigentlichen Probleme der Therapie traten zurück und die monatelange Sorge und dann die Trauer waren wohl zuviel. Wobei mein Thera neulich meinte es sei nicht sooo klar warum diese Verschlechterung aufgetreten sei... ich nehme an er meint es ist nicht klar WARUM der Tod meines Vaters mich SO sehr aus der Bahn geworfen hat.
Viele Grüsse
Dela
auch für Deine Antwort vielen Dank. Ja an eine Selbsthilfegruppe habe ich auch schon gedacht, andererseits hate ich ja das Gefühl mit der Trauer an sich garnicht so schlecht klarzukommen. Es kam bei mir aber noch vieles andere hinzu, seit dem Tod meines Vaters ist auch die Familie mehr oder weniger entzweit und ich habe einfach das Gefühl mit dem Alltag nicht mehr klar zu kommen. Ich mache eine VT. Anfang des Jahres bevor mein Vater ins KH kam wo er bis zu seinem Tod viele Wochen auf der Intensivstation lag ging es mir tatsächlich besser, ich war so richtig auf dem Weg nach oben nach 1 Jahr Therapie. Viele Symptome hatten sich gebessert, auch einiges hält sich immer noch (z.B. Alkoholmissbrauch viel viel weniger im Moment Null, komischerweise ) aber diese andere sehr deutliche Verschlechterung ist eben erst in der letzten Zeit eingetreten. Ich habe das Gefühl all die letzten Monate seit Anfang April als das alles losging waren zu viel für mich, die eigentlichen Probleme der Therapie traten zurück und die monatelange Sorge und dann die Trauer waren wohl zuviel. Wobei mein Thera neulich meinte es sei nicht sooo klar warum diese Verschlechterung aufgetreten sei... ich nehme an er meint es ist nicht klar WARUM der Tod meines Vaters mich SO sehr aus der Bahn geworfen hat.
Viele Grüsse
Dela
Hallo Dela,
hast du denn Personen, mit denen du dich austauschen kannst und über deine Probleme und Sorgen reden kannst? Man sagt, dass oft erst 1 Jahr vergehen muss, bis die Trauer einigermaßen verarbeitet ist und
das Trauerjahr ist ja noch nicht vorbei. Ich denke schon, dass durch den Tod des Vaters oder der Mutter auch neue Probleme entstehen oder dass einem Dinge Sorgen und Ängste bereiten, über die man vorher vielleicht nicht nachgedacht hat.
Deswegen ist eine Selbsthilfegruppe für Trauernde vielleicht doch eine gute Sache, wenn es nicht gefällt, kann man ja immer noch aufhören....
Was machst du beruflich oder besuchst du noch die Schule?
Liebe Grüße
Sandra
hast du denn Personen, mit denen du dich austauschen kannst und über deine Probleme und Sorgen reden kannst? Man sagt, dass oft erst 1 Jahr vergehen muss, bis die Trauer einigermaßen verarbeitet ist und
das Trauerjahr ist ja noch nicht vorbei. Ich denke schon, dass durch den Tod des Vaters oder der Mutter auch neue Probleme entstehen oder dass einem Dinge Sorgen und Ängste bereiten, über die man vorher vielleicht nicht nachgedacht hat.
Deswegen ist eine Selbsthilfegruppe für Trauernde vielleicht doch eine gute Sache, wenn es nicht gefällt, kann man ja immer noch aufhören....
Was machst du beruflich oder besuchst du noch die Schule?
Liebe Grüße
Sandra
Hallo Sandra,
ja ich habe schon ein paar Personen mit denen ich mich auf unterschiedliche Art über das Thema unterhalten kann. Eine Trauergruppe aufzusuchen ist für mich rein logistisch etwas schwierig deswegen habe ich es bisher nicht weiter verfolgt, erstmal wohne ich auf dem platten Land (mehr oder weniger) und soweit ich recherchiert habe müsste ich in die nächste Grossstadt fahren und mit allem drum + dran brauche ich da immer ca. 3-4 Stunden (wenn man davon ausgeht dass so ein Termin mal ne Stunde dauert). Und das ist schwierig weil ich zwei Kinder habe. Ich war zwar immer berufstätig aber jetzt nach dem zweiten Kind bleibe ich erstmal zuhause, bin 40 J. alt.
Das ist oft nicht so einfach zu organisieren bin froh wenn ich meinen Thera-Termin immer wahrnehmen kann.
Klar stecke ich immer noch mitten im Trauerjahr. Aber das was sich in den letzten Wochen bei mir entwickelt hat geht meiner Ansicht nach (und nach Ansicht des Thera und des Psychiaters ja anscheinend auch) doch um einiges über die "normale" Trauer hinaus. Es hat mich richtig aus der Bahn geworfen und ich hatte das Gefühl es wird nicht (schrittweise) besser sondern eher immer schlimmer. Es hat nach dem Tod meines Vaters auch noch einen Bruch in der Familie gegeben, das belastet mich zusätzlich. Und ich habe mich in den langen Wochen vor seinem Tod als er z.T. im Koma auf der Intensivstation lag wohl auch zu sehr verausgabt, das hat mich alles total zerrissen, auch dass ich bereue so vieles versäumt zu haben in der Beziehung zu meinem Vaters, und am Ende stand ich (ohne die "eigentliche Familie") mit der Frau meines Vaters da und wir mussten die letzte schwere Entscheidung für ihn treffen und weil sie es nicht sagen konnte tat ich es..... das war wohl alles zu viel für mich.
Auf jeden Fall möchte ich hier noch kurz berichten, das bisher keine nennenswerte Nebenwirkung für mich eingetreten ist, jedenfalls nicht spürbar bzw. dass ich es eindeutig dem Fluoxetin zuordnen könnte. Ich stehe zwar etwas neben mir (nicht wirklich gedämpft im Sinne von betäubt, aber so ein bisschen zurückgenommen), habe oft einen metallischen Geschmack im Mund, manchmal leichte Kopfschmerzen (Stechen, kann ja auch an was anderem liegen?). Und Vorgestern hatte ich am hellichten Tag eine Angstattacke und das war zwar erstmals in dieser Form aber ähnlich hatte ich es auch früher schon mal, nur nicht tagsüber. Weiss nicht ob das darauf zurück zu führen ist. Es ist jedenfalls nicht SOOO schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte.
Viele Grüsse
Dela
ja ich habe schon ein paar Personen mit denen ich mich auf unterschiedliche Art über das Thema unterhalten kann. Eine Trauergruppe aufzusuchen ist für mich rein logistisch etwas schwierig deswegen habe ich es bisher nicht weiter verfolgt, erstmal wohne ich auf dem platten Land (mehr oder weniger) und soweit ich recherchiert habe müsste ich in die nächste Grossstadt fahren und mit allem drum + dran brauche ich da immer ca. 3-4 Stunden (wenn man davon ausgeht dass so ein Termin mal ne Stunde dauert). Und das ist schwierig weil ich zwei Kinder habe. Ich war zwar immer berufstätig aber jetzt nach dem zweiten Kind bleibe ich erstmal zuhause, bin 40 J. alt.
Das ist oft nicht so einfach zu organisieren bin froh wenn ich meinen Thera-Termin immer wahrnehmen kann.
Klar stecke ich immer noch mitten im Trauerjahr. Aber das was sich in den letzten Wochen bei mir entwickelt hat geht meiner Ansicht nach (und nach Ansicht des Thera und des Psychiaters ja anscheinend auch) doch um einiges über die "normale" Trauer hinaus. Es hat mich richtig aus der Bahn geworfen und ich hatte das Gefühl es wird nicht (schrittweise) besser sondern eher immer schlimmer. Es hat nach dem Tod meines Vaters auch noch einen Bruch in der Familie gegeben, das belastet mich zusätzlich. Und ich habe mich in den langen Wochen vor seinem Tod als er z.T. im Koma auf der Intensivstation lag wohl auch zu sehr verausgabt, das hat mich alles total zerrissen, auch dass ich bereue so vieles versäumt zu haben in der Beziehung zu meinem Vaters, und am Ende stand ich (ohne die "eigentliche Familie") mit der Frau meines Vaters da und wir mussten die letzte schwere Entscheidung für ihn treffen und weil sie es nicht sagen konnte tat ich es..... das war wohl alles zu viel für mich.
Auf jeden Fall möchte ich hier noch kurz berichten, das bisher keine nennenswerte Nebenwirkung für mich eingetreten ist, jedenfalls nicht spürbar bzw. dass ich es eindeutig dem Fluoxetin zuordnen könnte. Ich stehe zwar etwas neben mir (nicht wirklich gedämpft im Sinne von betäubt, aber so ein bisschen zurückgenommen), habe oft einen metallischen Geschmack im Mund, manchmal leichte Kopfschmerzen (Stechen, kann ja auch an was anderem liegen?). Und Vorgestern hatte ich am hellichten Tag eine Angstattacke und das war zwar erstmals in dieser Form aber ähnlich hatte ich es auch früher schon mal, nur nicht tagsüber. Weiss nicht ob das darauf zurück zu führen ist. Es ist jedenfalls nicht SOOO schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte.
Viele Grüsse
Dela
Hallo Dela,
wenn du immer so weit fahren musst, dazu hätte ich auch keine Lust und das auch noch regelmäßig....... Vielleicht könntest du eine Selbsthilfegruppe gründen, aber wenn dein Wohnort sehr ländlich liegt, dann ist das wohl auch schwierig.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Entscheidung, die du treffen musstest, dich belastet, das braucht bestimmt seine Zeit, bis du das verarbeitet hast. Damit hätte bestimmt jeder zu tun..... Ein Bruch der Familie ist schwer zu verkraften, ich weiß wie bedrückend das sein kann, unsere Familie besteht fast gar nicht mehr, alle sind zerstritten, nur noch mein Mann, unsere Kinder und die Eltern meines Mannes und meine Eltern bilden die "Familie". Beide Elternpaare sind sehr anstrengend (die denken eigentlich nur an sich und kümmern sich sonst um gar nichts) und irgendwie fühlen wir uns oft ganz allein, eine seelische Unterstützung bekommen wir nie, nur wenn die Eltern Hilfe brauchen, melden sie sich und wir sollen springen.
Wie alt sind deine Kinder? Meine sind 17 (fast) und 18 Jahre alt,
Ich arbeite auch nicht mehr, da man hier in Bremen nichts findet . Ich möchte nicht mehr im Büro arbeiten, davon habe ich die Nase gestrichen voll. Aber was soll man mit 44 Jahren noch machen, da kann man nur noch in die Altenpflege gehen oder Putzfrau werden und das will ich auch nicht.
Ich habe schon versucht eine ehrenamtliche Tätigkeit zu finden, aber das sieht auch ganz bescheiden aus, entweder kann ich mit ausländischen Kindern Hausaufgaben machen (ich bin froh, dass meine Kinder das jetzt allein machen...) oder ich müsste mit dem Auto ganz in die Stadt fahren, zu einer Zeit, wo ich dann meistens noch im Stau stehen und anschließend keinen Parkplatz finden würde, das ist mir zu stressig.
Wenn du die Fluoxetin verträgst, dann nimm sie doch weiterhin ein,
du wirst ja merken, ob es dir dann mit der Zeit besser geht. Wenn nicht, kannst du sie ja wieder absetzen. Trotzdem würde ich versuchen, neben der Tabletteneinnahme noch etwas zu machen, vielleicht etwas, was dich ablenkt. Treibst du Sport? Ausdauersport (mindestens 3 x wöchentlich je 30 Minuten) ist auch sehr gut für die Psyche, z. B. Nordic Walking o. ä.
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute!
Sandra
wenn du immer so weit fahren musst, dazu hätte ich auch keine Lust und das auch noch regelmäßig....... Vielleicht könntest du eine Selbsthilfegruppe gründen, aber wenn dein Wohnort sehr ländlich liegt, dann ist das wohl auch schwierig.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Entscheidung, die du treffen musstest, dich belastet, das braucht bestimmt seine Zeit, bis du das verarbeitet hast. Damit hätte bestimmt jeder zu tun..... Ein Bruch der Familie ist schwer zu verkraften, ich weiß wie bedrückend das sein kann, unsere Familie besteht fast gar nicht mehr, alle sind zerstritten, nur noch mein Mann, unsere Kinder und die Eltern meines Mannes und meine Eltern bilden die "Familie". Beide Elternpaare sind sehr anstrengend (die denken eigentlich nur an sich und kümmern sich sonst um gar nichts) und irgendwie fühlen wir uns oft ganz allein, eine seelische Unterstützung bekommen wir nie, nur wenn die Eltern Hilfe brauchen, melden sie sich und wir sollen springen.
Wie alt sind deine Kinder? Meine sind 17 (fast) und 18 Jahre alt,
Ich arbeite auch nicht mehr, da man hier in Bremen nichts findet . Ich möchte nicht mehr im Büro arbeiten, davon habe ich die Nase gestrichen voll. Aber was soll man mit 44 Jahren noch machen, da kann man nur noch in die Altenpflege gehen oder Putzfrau werden und das will ich auch nicht.
Wenn du die Fluoxetin verträgst, dann nimm sie doch weiterhin ein,
du wirst ja merken, ob es dir dann mit der Zeit besser geht. Wenn nicht, kannst du sie ja wieder absetzen. Trotzdem würde ich versuchen, neben der Tabletteneinnahme noch etwas zu machen, vielleicht etwas, was dich ablenkt. Treibst du Sport? Ausdauersport (mindestens 3 x wöchentlich je 30 Minuten) ist auch sehr gut für die Psyche, z. B. Nordic Walking o. ä.
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute!
Sandra