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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Hallo ich bin neu...

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Britta
Beiträge: 86
Registriert: 09.12.2004 10:39
Wohnort: Nordhessen

Hallo ich bin neu...

Beitrag von Britta »

...und heiße Britta.

Ich bin 42 J. alt, in meinem Leben ist alles im grünen Bereich, bis auf diese unerklärlichen Zustände, die seit 8 Jahren häufig auftreten und teilweise tagelang anhalten. Zittern, Durchfall, innere Unruhe, Übelkeit, Kribbeln in den Armen, kalte Füße usw.

12 Wochen stationärer Aufenthalt und ambulante Therapie haben keine Erkenntnisse gebracht und auch die Medikamente helfen nur bedingt.

Auf Anraten meiner Ärztin soll ich nun nach 5 Jahren Zoloft ausschleichen lassen und mit Trevilor beginnen.

Hat da schon jemand Erfahrungen mit gemacht. Zoloft hatte bei mir keine großen Nebenwirkungen, aber auch keine nennenswerte Besserung gebracht.

Ich habe hier im Forum mal in den alten Beiträgen gestöbert und jetzt doch etwas Panik vor den Nebenwirkungen von Trevilor bekommen.

Freu mich über jede Antwort.

Liebe Grüße
Britta
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Britta,

willkommen im Forum. :)

Warum warst du genau in der Klinik, aufgrund der inneren Unruhe und der körperlichen Beschwerden? Hat man dort keine Depression oder Angsterkrankung festgestellt? Machst du auch eine ambulante Psychotherapie? Was machst du sonst für dich, Sport oder andere Aktivitäten, Treffen mit Freunden o. ä.?

Liebe Grüße
Sandra
Britta
Beiträge: 86
Registriert: 09.12.2004 10:39
Wohnort: Nordhessen

Beitrag von Britta »

Hallo Sandra,

vielen Dank für deine Begrüßung.

In der Klinik (Uni-Klinik Göttingen - Psychosomatik) war ich 2002 wegen der körperlichen Beschwerden und der inneren Unruhe. Die Zustände hielten schon 4 Wochen Tag und Nacht an und ich war völlig am Ende, zumal ich keinen Auslöser erkennen konnte.

Leider ging es mir dort genauso wie in meiner ambulanten Therapie (mach ich seit 2 Jahren). Man konnte kein konkretes Krankheitsbild erkennen. Ich reagiere in Extremsituationen völlig cool und gelassen, habe keine sozialen Ängste (außer einer leichten Flugangst) oder Phobien, habe keine vergangenheitsbedingten Vorbelastungen, die über das normale Maß hinausgehen, gehe auf Dinge zu, statt sie zu vermeiden...
Für Panikattacken halten die Zustände zu lange an, depressiv bin ich auch nicht.

Ich bin beruflich erfolgreich und habe einen Job der mir Spaß macht und mich ausfüllt, bin glücklich verheiratet, habe einen netten Freundeskreis, der allerdings langsam etwas ratlos meinen Problemen gegenübersteht. Keiner kann begreifen, dass ausgerechnet ich solche Probleme hab. :roll:

Sport mach ich gern und viel. Ich hab ein Pferd, laufe, geh zur Aerobic.

Mein Problem liegt beim Nichtstun. Ich bin eher hyperaktiv und kann schwer entspannen. Versuche mit Jacobsen und Yoga etwas Ruhe zu finden. Das versagt während der "akuten Phase" allerdings völlig *seufz*.

Je mehr ich im Netz rumstöber, umso mehr bekomm ich Angst vor der Medikamentenumstellung.

Liebe Grüße
Britta
Hannes Wien
Gründer
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Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hi Brita! :roll:

Was du da beschreibst, hatte ich alles, wie ich Zoloft genommen habe, als Nebenwirkungen!
Also ich halt das schon sehr stark gegen genau diese Symptome ein SSRI AD zu verschreiben welches ohne weiteres diese auch verursachen kann!
Hast du schon mal trizyklische AD versucht ????
Hast du Dich schon einmal auf Tropen Viren usw. testen lassen .....???

Liebe Grüsse
Hannes
Zuletzt geändert von Hannes Wien am 09.12.2004 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
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Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Britta,

willkommen im Forum. Ganz unschuldige Frage - trinkst Du viel Kaffee?

Linda
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Britta,

duch SSRI kann eine nervöse Unruhe entstehen und durch Trevilor besonders. Meine Mutter, sie ist 62 Jahre alt nimmt Trevilor seit 1 Jahr und ist nie müde :o , sie kann ganz früh am Morgen oder nachts aufstehen und ist immer munter. Vorher nahm sie Nephadar und war immer nur müde.
So wie du es beschreibst, hast du dein Leben ja gut im Griff und bist auch ausgefüllt und zufrieden, da verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, warum die Ärzte dir so lange SSRI verschrieben haben. Vielleicht hattest du damals 2002 nur eine "schlechte" Phase (burnout o. ä. ) und die Tabletten machen dich jetzt auf Dauer nur nervöser?
Wie sind deine Schilddrüsenwerte? Hast du dir im Internet schon einmal Infos über "Hyperaktivität" herausgesucht?
Bist du evtl. ein "Workaholicer", jemand der zwanghaft ständig arbeiten muss?

Hast du schon einmal daran gedacht, die Zoloft auszuschleichen, ganz langsam und keine SSRI mehr zu nehmen, um zu gucken, wie es dir dann geht?

Liebe Grüße
Sandra
Britta
Beiträge: 86
Registriert: 09.12.2004 10:39
Wohnort: Nordhessen

Beitrag von Britta »

Hallo Hannes!
Tropenvirus :o ? Ich hab ein paar Jahre am Flughafen in Frankfurt gearbeitet und bin viel rumgekommen. Da könnte sowas schon passieren. Allerdings bin ich sowas von auf den Kopf gestellt worden. Es gibt wohl keinen Facharzt bei dem ich noch nicht war!
Außer Zoloft habe ich schon einmal Bespar genommen, ohne Erfolg und bei Stangyl war ich 2 Tage völlig benebelt.

Huhu Linda,
ja ich trinke gern Kaffee, versuch meinen Konsum allerdings etwas einzuschränken, d. h. 2 Tassen morgens und dann ist Schluss.

Hallo Sandra,
ich glaube ich werde nochmal mit meiner Ärztin reden. Halte eigentlich sehr viel von ihr. Danke für den Hinweis!
Schildrüse ist OK. Beim Endokrinologen war ich auch. Workaholic? Hm... könnte man sagen.


Danke für die Rückmeldungen. :)

Liebe Grüße
Britta
Gesperrt