jetzt ist es auch bei mir so weit: Schluss mit "Gefühlsnebel". Dank an Katharina für diese Wortschöpfung!
Da ich seit Wochen in meinem Prozess "Ursachen aufspüren - Verknüpfungen herstellen - in mein Leben integrieren" auf der Stelle trete, habe ich beschlossen (ok, ich gebe zu: "wurde ich von jemandem ganz lieb dazu beschlossen"
Nachdem ich bisher keine Probleme beim spontanen Absetzen von Paroxetin, Reboxetin oder Benzodiazepinen hatte, bin ich eigentlich zuversichtlich gewesen, dass es beim Venlafaxin nicht anders sein würde.
Irrtum!
Ich habe jetzt 2 1/2 Monate 225 mg Trevilor genommen (bin auch gut damit klar gekommen), habe ohne grössere Probleme zwischendurch mal auf 150 mg runterdosiert.
Seit gestern habe ich es nicht mehr genommen und gegen Nachmittag ging es auch schon los:
- gesteigerte Agitation
- Panikattacken
- Zaps
- ich kann die Augen nur langsam mit dem Kopf drehen, weil ich sonst das Gefühl habe, mein Gehirn kommt nicht nach
- totale Übelkeit
- ich kann nicht zur Ruhe kommen / schlafen
- bin total reizbar
- könnte ständig heulen
Diese Nacht habe ich ca. 1 1/2 Stunden geschlafen und hatte dabei einen so furchtbaren Albtraum, dass ich mir den Rest der Nacht lieber am PC "gebe", als noch mal den Versuch zu starten, einzuschlafen.
Ich fürchte, da läuft so ziemlich das "ganze Absetz-Programm" ab!!! Ich habe ein derartiges Bedürfnis, mir meine 2,5er Tavor (2,5 mg) einzuschmeissen, um nichts mehr davon mit zu bekommen, aber das ist ja eben nicht das, worauf ich hinaus will.........
Zum Einen habe ich eine Sch..ssangst, mir meine Gefühlswelt jetzt ungefiltert ansehen und aushalten zu müssen, zum Anderen komme ich aber mit der Einnahme von ADs nicht weiter in meinem Prozess.
Und dann jetzt noch ein Absetzproblem vom "Feinsten" - na prima! Nachdem ich nun schon seit 8 Monaten krank geschrieben bin und irgendwie auch dachte: "Jetzt kann es nur noch besser werden!", DAS!
Ich hätte meinen Verlauf gerne in der Signatur vermerkt, habe es aber nach drei Anläufen erst mal wieder aufgegeben. Hat irgendwie nicht geklappt (Frau und Technik... - oder besser: ICH und Technik...).
Oh Gott, ist mir übel - nicht zum Aushalten!
Also, erst mal auf diesem Weg:
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafprobleme, Albträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Eßstörungen
Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline-Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere depressive Störung
Medikation: Paroxetin (20 mg, 2 Monate - dann 40 mg, 1 Monat - wieder auf 20 mg wg. Verstärkung des SVV - Mitte Juni '04 abgesetzt); Reboxetin (3 Monate - abgesetzt wg. allergischer Reaktion und gesteigerter Aggression); Venlafaxin (225 mg, 2 1/2 Monate - am 08.12.04 abgesetzt); parallel seit Februar Tavor (1mg / 2,5 mg)
Liebe Grüsse, Candy