hier mein update wie es mir geht.
Seit nunmehr 9 Wochen bin ich SSRI-trocken. Das erste mal seit 2,5 Jahren, dass ich weder ADs noch Johanniskraut nehme.
Die letzten 8 Wochen waren Horror, glaube meinen Tiefpunkt hatte ich letzte Woche Freitag, mal wieder Zwangsgedanken-Attacken
thema Suizid...
Aber ich bemerke seit 2 Wochen, dass es zu einer Art Achterbahnfahrt kommt: dissoziative Zustände, depressive, zwanghafte und Angstzustände wechselb sich mit Phasen ganz normaler
Zeitabschnitte ab, in denen ich wieder der Alte bin.
Das schöne daran ist, es hat den Anschein, dass die ,,normalen" Phasen irgendwie länger werden und der Nebel sich lichtet.
Trotzdem ists wie Achterbahnfahren: ich wache morgens auf und habe Horror, danach Depersonalisiere ich, dann habe ich Angst, nur um dann von einem auf den anderen Moment ,,Totalgeheilt zu sein, als wäre nie was gewesen! Ich bete dass das das Startzeichen meiner Genesung ist.Immerhin als Teilerfolg zu werten: erfreulicherweise ist meine Libido 100 % zurück (seit ca. 3 Wochen) und schlafen kann ich wieder zwischen 7 und 9 Stunden, ohne Alpträume oder verschwitztem Früherwachen... eine Wohltat, ab 22 Uhr werde ich wieder richtig müde !
Gestern habe ich zudem einen Urlaub in Thailand gebucht, Februar 3 Wochen, scheißegal wie mau es mir geht, ich ziehs durch.
Langsam kommt auch wieder die Lebensfrreude zurück, morgen will ich mal wieder alleine ausgehen, ohne Freundin, was für mich in den letzten halben Jahr nahezu undenkbar war, ich war abhängig und total verdattert!
Aber es ist noch zu früh um sich ,,richtig" freuen, gestern abend hatte ich wieder 3 Stunden eine miese Grübelphase mit Panik, gegen 19 Uhr war dann wieder alles normal. Es scheint als drehe sich der Kreis immer schneller und zwar in Richtung meines ursprünglichen Nervenstoffwechsels (Normalzustand). Ich bin sagen wir mal vorsichtig optimistisch. Wer kennt diese Art von Achterbahnfahrt der Launen, Ängste und seltsamen Gefühlen?
Ich bin mir immer unsicherer, ob Depresionen, Angststörungen und Depersonalisation von Medikamenten überhaupt ,,richtig" geheilt werden können. Glaube der Schlüssel zu unserer Gesundheit liegt bei uns selbst,
wenn man sich erstmal aufraft gegen seine Krankheit anzugehen, kann eine Heilung auch ohne Tabletten erfolgen. Passiv vor sich hin deprimieren bringt nur Verschlechterung und SSRI schlucken bedeutet eine kurze Auszeit, nach Beendigung fängt alles von orn an und wer Pech hat, muss mit Absetzerscheinungen leben.
Sollte ich die Sache überstehen, werde ich mein Lebtag nie wieder SSRI einwerfen. Aber wie sagt man so schön: sag niemals nie.
Sven