Hallo Jason,
ich habe mit großem Interesse deinen Weg verfolgt. Das ist ganz schön hart.
Zu den Themen Entspannungsübungen möchte ich folgendes sagen:
*Mit dem autogenen Training konnte ich überhaupt nichts anfangen. Dabei sind meine Gedanken immer wieder abgehauen.
*Progressive Muskelentspannung habe ich noch nie probiert. Mein Freund/Partner macht es und hat gute Erfahrungen.
* Als weitere Entspannungstechnik gibt es noch die Atementspannung. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Dabei kann ich meine Gedanken auf mich lenken.
Übrigens gibt es zu all den Möglichkeiten auch CD's mit Anleitungen. Das finde ich sehr hilfreich für zu Hause. Wenn Du dir so eine CD kaufst, hör vorher rein. Ich find es wichtig, das die Stimme des Sprechers für einem angenehm ist.
* Dann gibt es da noch den Weg des Tai Chi's. Das ist aber eine sehr langwierige Sache bevor es greift und man muss einiges an Disziplin fürs üben aufbringen.
* Und zu guterletzt nutze ich den Rhythmus der Musik um eine inneren Rhythmus zu bekommen.
Tja und dann das Problem mit dem Psychophamaka. Sicher ist es keine einfache Entscheidung. Dennoch denke ich es ist besser ein Leben mit Medi als eines ohne Freude

. Für mich kann ich sagen, dass ich unter den Medis besser an meine Themen in der Psychotherapie rankomme. Und ich finde auch den Mut Neues zu probieren. Denn das sollte man, um aus der Falle zu gelangen. Zwar schlengert man dadurch öfter hin und her, aber wie soll ich sonst das Richtige für mich finden?Zeitweise fühl ich mich wie in der Pubertät.
Vergess nicht, das die Medis eine ganze Weile brauchen bis sie wirken. Zu Beginn wirken meistens die Nebenwirkungen und erst nach 2-4 Wochen wendet sich das Blatt.
UND sie sind nur eine "Krücke" um "Laufen" zu lernen!!! Und die zweite und entscheidende "Krücke" ist die Psychotherapie.Mein Partner begann vor einer Woche mit Remergil, weil er keine wirklich realistischen Gedanken mehr fassen konnte und sich das in den letzten 4 Wo stark verschlimmerte.

Sogar das verordnete Benzodiazepan brachte nicht wirklich mehr den Cut bei den Grübeleien und Ängsten. Auch muss ich sagen halte ich die ständig Einnahme von BZ für rikant.
Zu Alternativemedi rate ich dir, wenn du es probierst nur mit kompetenter Hilfe. Das Wissen um die Wirkung und die Wirkungen untereinander ist so umfangreich. Solltest Du zu einen Heilpraktiker gehen, dann sollte er sich beim ersten Termin 1-2 Std. Zeit für dich nehmen und dir sehr viele Fragen stellen. Sonst hat alles keinen Wert!!
Mein Tip:
mach Dir bewußt was da mit dir abgeht. Grabe mal in dir, welcher Automatismus da in deinen Problemsituationen in dir ausgelöst wird. Ich habe dabei eine Menge Überraschungen erlebt. Ich bin spannend wie ein Abenteuerbuch.

Aber das geht nicht ohne fachkundige Hilfe. Ein guter Therapeut kann dich dadurch begleiten.Ich würde es gut finden, wenn ein Therapeut bereichsübergreifend arbeitet. Also verhaltenstherapeutisch und analytisch.
Ich fand es für mich wichtig zu verstehen was bei der Depri und Angst passiert. Wie es entsteht? Somit ist der Nebel um meine Depri und die Angst meines Partners kein so starker Nebel mehr für mich. Das gibt mir/uns eine Erleichterung im Umgang damit.
Vielleicht kannst Du ja etwas mit meinen Schilderungen anfangen. Vielleicht ist etwas für dich dabei, dann pick es dir herraus.
Ich wünsch dir viel Erfolg.
Die Koegerin
Zoloft 50 mg seit mitte 04. 2003,
mein Arzt wollte es mir nach 4Wo aber nicht weiter verschreiben aufgrund des Bütges. Ha, Ha ... Ich hab die Kriese bekommen! ->
Siuzidversuch 05.2003
1 Wo Klinik, hab es dort nicht ausgehalten.
6 Wo Tagesklinik hat mir sehr gut gefallen, da ich den Bezug zu meinem Zuhause behalten konnte.
Danach ambulante Psychotherapie. Tolle Therapeutin gefunden!
Plane demnächst einen Ausstieg aus den Medi.