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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Informationen vom Hersteller Paroxat

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
ina
Beiträge: 47
Registriert: 29.10.2003 18:45

Depressionen vom Absetzen oder Ursprungskrankheit????

Beitrag von ina »

Hallo Uschi,

mir geht es genauso wie Dir. Auch ich habe beim Absetzen wieder Depressionen bekommen und weiß nicht mehr weiter.
Wer kann uns überhaupt sagen, ob diese vom Absetzen kommen oder die ursprüngliche Krankheit zurückgekommen ist?

Wäre über jede Hilfe dankbar, denn arbeiten kann man mit diesen Symptomen beim besten Willen nicht mehr.

Wer weiß einen Rat???

Vielen lieben Dank im voraus! :cry:
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Ina,
ich bin im Moment auch ziemlich hilflos. Jedenfalls hab ich am Samstag gemerkt, dass meine Depressionen wieder da sind. Habe wieder keine Lust unter Leute zu gehen, am liebsten würde ich den Tag im Bett verbringen. Morgends ist es am schlimmsten, bis ich erst mal auf Trab komme, ist der halbe Tag schon um. Meine Gedanken fahren wieder Karussel . Ich kann mich schlecht enscheiden, soll ich nun dies tun oder jenes. Es ist zum aus der Haut fahren. Und meine größte Angst ist natürlich, dass es noch schlimmer wird. Ich kenne das ja. Natürlich frage ich mich jetzt auch, sind es Absetzerscheinungen oder sind es meine alt bekannten Depressionen. Logisch wäre es ja, dass es vom Absetzen kommt, das Gehirn muß sich ja auch erst daran gewöhnen, dass jetzt wieder ne geringere Menge Serotonin zur Verfügung steht. Ich habe auch in einem Deiner älteren Beiträge gelesen, dass Du auch solche Muskelschmerzen hast! Hast Du die noch? Als ich beim reduzieren war, waren sie ganz extrem bei mir. Und sie sind auch noch nicht ganz weg. Ab und zu spüre ich sie noch immer. Auch wenn ich mich bewege also laufe, tut mir alles anschließend weh.
Ich habe mich jedenfalls gestern morgen entschlossen nochmals um 10mg Paroxetin höher zu gehen. Es sind dann ja immer noch 20mg weniger als von meiner Ursprungsdosis. Mal sehn obs mir dann wieder besser geht. Das arbeiten fällt einem dann natürlich auch nicht leicht, da kann ich Dir nur zustimmen. Ich habe jedenfalls versucht meine Arbeit heute trotzdem zu tun. Ich fange dann einfach irgendwo an und versuch nicht dran zu denken, dass ich ja eigentlich gar keine Lust hab irgendwas zu tun. Heute morgen bin ich dann auch ein Stück gelaufen und heute mittag auch noch mal ne halbe Stunde. Gott sei DAnk hab ich nen Hund der muß raus. Anschließend gings mir dann auch etwas besser. Fällt mir wohl immer schwer, aber ich lass mich so schnell nicht unterkriegen. Jetzt hab ich erst mal erhöht, und dann seh ich weiter.
Es kann uns sicher auch niemand sagen, kommen die Depressionen vom absetzen oder sind es die alt bekannten.
Ich versuche mir halt immer so gut es geht selbst zu helfen.
Versuche auch immer mich nicht so reinfallen zu lassen. Auch wenns verdammt schwer ist.
Eins hab ich nämlich festgestellt, wenn ich mich im Bett verkrieche oder irgendwo rumsitze und nur denke o Gott gehts mir schlecht, dann ändert sich gar nichts. Aber wenn ich versuche, trotzdem irgendwas zu tun, mich abzulenken, zu laufen, ein Buch zu lesen, was Gutes zu kochen usw. dann fühle ich mich wenigstens ein bißchen besser.
Was tust Du um Dich einigermaßen gut über den Tag zu bringen?
Für zusätzliche Tips bin ich immer dankbar.

Für Dich jedenfalls alles Liebe, wir werden es schon schaffen!

Uschi

Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 22.03. 15mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 28.03. 12,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
seit 13.04. kein Paroxetin mehr
seit 16.04 wieder 10mg Paroxetin
Absetzversuch fehlgeschlagen!
seit 24.04 Opipramol abgesetzt, keine Probleme dabei
seit 09.05. 20mg Paroxetin
ina
Beiträge: 47
Registriert: 29.10.2003 18:45

Beitrag von ina »

Liebe Uschi,

vielen Dank für Deine aufbauenden Worte. Ich nehme bereits seit 5 Jahren Paroxetin 20mg. Habe mehrmals versucht aufzuhören, aber die Depressionen sind immer wiedergekommen, kann allerdings auch am Absetzen gelegen haben. Ich wußte zu diesem Zeitpunkt nicht, daß es so verdammt schwer ist Paroxetin wieder loszuwerden. Du hast nach meinen Absetzsypmtomen gefragt, es sind nach wie vor starke Muskelschmerzen, kaum Antrieb, Schmerzen beim Laufen, Angstzustände, Konzentrationsprobleme, starkes Schwitzen in der Nacht und Durchschlafprobleme, Kopfschmerzen usw. also das volle Programm.

Alle Symptome hatte ich auch bei meiner Ursprungserkrankung, das macht mir sehr viel Angst.
Ich schleppe mich förmlich durch den Tag, hätte nicht gedacht, daß es schrecklich ist, abzusetzen.
Wünsche Dir weiterhin viel Kraft, ich bin so froh, dass es dieses Forum gibt, sonst würde ich verzweifeln.

Bis bald,
sei lieb gegrüßt
von Ina.
pralinschen
Beiträge: 13
Registriert: 02.05.2004 05:45
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Hallo Uschi, Hallo Ina,

Beitrag von pralinschen »

Mensch, ich bin so froh, das ihr geschrieben hat, da fühl ich mich auf jeden Fall nicht so alleine mit meinen Gefühlen und Gedanken....habe latent jeden Tag ne Phase, in der es mir nicht gut geht, aber es ist keine wirkliche Panikatacke und das ist schon mal gut...wobei dieses depressive Gefühl verbunden mit den Hitzewallungen und seit 3 Tagen starke Rückenschmerzen nicht wirklich gut auszuhalten ist. Es hält nicht so lange an, maximal ne Stunde und dann hab ich es bisher immer geschafft, mit Hilfestellung von entweder telefonieren oder jemand hergebeten, wieder rauszukommen, ohne das ich den totalen Absturz hatte. Das finde ich schon mal ganz klasse, aber was mache ich , wenn ich mal niemanden erreiche?????? Seht ihr, da ist es wieder, das wenn.......dann.....absoluter Quatsch...denn damit sollte ich mich ja erst auseinandersetzen, wenn es soweit ist, das ist dann früh genug und nicht schon wieder das Gedankenkarussel vorher starten......oh Mann, das ist alles ein Mist.....bin auf jeden Fall erst mal eisern und bleibe bei meinen 10 mg...will auf keinen Fall wieder höher dosieren, denn dann geht wieder alles von vorne los, und ich habe immer noch die Hoffnung, das es einigermaßen bei mir klappt, weil ich das Medi ja auch nicht so lange genommen habe.....merke natürlich, das ich mich damit unter Druck setze, aber es nutzt ja nichts, wenn ich wirklich davon ganz weg will, MUSS ich es so durchziehen und irgendwann wird oder muss es dann ja auch besser werden....verflixt nochmal....oder?????? Ich für mich weiß nur, ich werde NIE wieder Vertrauen in irgendein Psychopharmaka setzen, auch wenn solche Medikamente manchmal sicher nötig und gut sind...diese Erfahrungen reichen mir...definitiv!!!!!!!!! Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich dieses Riskiko eingegangen wäre, wenn ich davon gewusst hätte, und die Antwort ist ein klares NEIN...ich hätte dann versucht, irgendwie noch einen anderen Weg zu finden, aber dieses Teufelszeug hätte ich niemals angerührt!! Na ja, nun ist es zu spät, das zu dem Thema Vertrauen in die Ärzte!!! Bei mir hat das nun mehr als gelitten und ich bereue es, das ich damals als es mir so schlecht ging, darauf vertrauen musste,weil ich keine andere Möglichkeit hatte....ich hoffe für mich, das sich eine solche Situation in meinem Leben nie wieder so ergeben wird...denn ich glaube mittlerweile, das die Ärzte Menschen noch mehr patologisieren, als es nötig ist..ich unterstelle ihnen das nicht wissentlich, sie haben eben keine andere Möglichkeit und die Pharmalobby ist eine nicht zu unterschätzende Größe!!! Ich wünsche uns allen viel Kraft und Stärke, wieder die Verantwortung für unseren Körper zu übernehmen und denke, wenn wir uns gegenseitig immer wieder stärken, werden wir es schaffen...wir dürfen einfach nur nicht aufgeben und unser Ziel wirklich immer wieder klar vor Augen haben..ein angstfreies ,medikamentenfreies, lebenswertes Leben!!!!!!!!!!!!! :D In diesem Sinne wünsche ich allen "Schissern" einen ruhigen, entspannten Tag....liebe Grüße Pralinschen
seit Januar 2004 20 mg Paroxetin
seit 3.5.2004 Reduzierung auf 10 mg
seit 14.5.2004 Reduzierung auf 5 mg
ab 22.05.2004 Reduzierung auf 2.5 mg
seit 25.05. Paroxetinfrei!!!!!!!
Gesperrt